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Comeback nach zehn Monaten Pause

Schmidt happy: "Ein tolles Gefühl, wieder da zu sein"

Fußball. Er war platt, völlig platt – aber glücklich. Endlich wieder 90 Minuten Fußball, endlich keine Schmerzen mehr und dann auch noch 1:0 gewonnen. Viel besser hätte das Comeback von Sebastian Schmidt nicht verlaufen können. Ein Kreuzbandriss hatte den Winterzugang der SpVgg. Bad Pyrmont zehn Monate außer Gefecht gesetzt, am letzten Sonntag war die lange Leidenszeit nun vorbei.

veröffentlicht am 11.03.2011 um 22:34 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:55 Uhr

Roland Giehr

Autor

Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

Fußball. Er war platt, völlig platt – aber glücklich. Endlich wieder 90 Minuten Fußball, endlich keine Schmerzen mehr und dann auch noch 1:0 gewonnen. Viel besser hätte das Comeback von Sebastian Schmidt nicht verlaufen können. Ein Kreuzbandriss hatte den Winterzugang der SpVgg. Bad Pyrmont zehn Monate außer Gefecht gesetzt, am letzten Sonntag war die lange Leidenszeit nun vorbei. „Das war ein tolles Gefühl, wieder auf dem Platz dabei zu sein“, beschreibt der 26-jährige Bankkaufmann seinen ersten Auftritt im Pyrmonter Trikot gegen den FC Eldagsen.

Als ihn das Unheil ereilte, stand er allerdings noch in Diensten von Ex-Oberligist Preußen Hameln 07, damals am 22. Mai 2010. Sebastian Schmidt hatte sich schon in der Anfangsphase der Partie beim VfL Osnabrück II (4:4) am linken Knie verletzt, aber kurioserweise noch bis zum Ende durchgespielt. Der Schock kam dann im Bus. „Das Knie wurde plötzlich immer dicker und dicker und die Schmerzen unerträglicher“, erinnert sich der Mittelfeldspieler. Bittere Gewissheit über die Schwere der Verletzung brachte dann eine Kernspintomografie. Operation, Reha – alles ging danach seinen üblichen Lauf. Und da zwischenzeitlich auch noch sein Stammverein Preußen 07 pleite ging, führte ihn der Weg fast zwangsläufig nach Bad Pyrmont. Schließlich hütet sein Bruder Stefan hier schon das Tor. „Ein Traditionsverein und eine gute Adresse. Hier ist vieles möglich“, hat sich Sebastian Schmidt erstaunlich schnell in der neuen Umgebung akklimatisiert und auch seinen Trainer auf Anhieb überzeugt. „Mit ihm haben wir erheblich mehr Stabilität im Mittelfeld“, lobt Andreas Loges seinen Sechser. Und diese Stabilität ist auch am Sonntag (15 Uhr) beim VfR Evesen gefragt, wollen die Pyrmonter weiter im Titelrennen der Bezirksliga bleiben. Auch wenn Loges ein paar Sorgenfalten mehr auf der Stirn hat, denn mit Luggeri, Christopher Loges, Konstaninidis und dem gesperrten Marco Heetel fallen ihm gleich vier Stützen aus. Rotsünder Heetel darf sogar erst am 16. April wieder ran. Nur gut, dass sich Schmidt rechtzeitig zurückmeldete.

Gleich wieder obenauf: Der Pyrmonter Sebastian Schmidt feierte beim 1:0-Sieg gegen den FC Eldagsen ein gelungenes Comeback.

Foto: haje



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