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Nur Tündern hält die heimischen Fahnen in der Fußball-Bezirksliga hoch

Schaumburger Dominanz

Hameln-Pyrmont. Die neue Staffeleinteilung in der Fußball-Bezirksliga ist offensichtlich kein Segen für die sieben Mannschaften aus dem Kreis Hameln-Pyrmont. Ein Blick auf die aktuelle Tabelle macht es mehr als deutlich: Die Vertreter aus Schaumburg geben nach sechs Spieltagen ganz klar den Ton an, stellen von den ersten sieben Teams gleich fünf. Eine beachtliche Präsenz, denn nur sechs Klubs aus der Nachbarregion sind derzeit auch im Geschäft der Staffel 4. Da stellt sich doch die Frage: Wird dort einfach der bessere Fußball gespielt – und vor allem warum? „Das ist nur eine Momentaufnahme und wird sich vielleicht noch relativieren. Auch wenn der Titel letztlich nur über ein Team aus Schaumburg führen wird“, glaubt Halvestorfs Trainer Ralf Fehrmann. Gründe für die Dominanz gibt es sicherlich viele, aber ein wesentlicher könnte die gute Basisarbeit des VfL Bückeburg sein. Der Oberligist ist von der Jugend bis in den Herrenbereich komplett durchorganisiert, muss aber fast zwangsläufig auch viele taktisch gut geschulte Talente an die Nachbarvereine abgeben. Und die profitieren dann natürlich davon. In diesem Fall in der Bezirksliga.

veröffentlicht am 16.09.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:55 Uhr

„Auf diesem Niveau gibt es so etwas hier in Hameln-Pyrmont leider nicht mehr. Früher war das mal bei Preußen 07 und Tündern so“, stellt Ralf Fehrmann fest. Einiges scheint beim HSC aber noch von der guten Basisarbeit übrig geblieben zu sein, denn Trainer Siegfried Motzner und sein Team halten als Vierter noch prächtig in der Spitzengruppe mit. Übrigens auch der FC Stadtoldendorf aus dem Raum Holzminden auf Platz drei.

Und der Rest? Sechs Mannschaften aus dem heimischen Kreisgebiet fristen ihr Dasein entweder im Mittelmaß wie die SSG Halvestorf (8.) und die SpVgg. Bad Pyrmont (9.) – oder haben seit Saisonbeginn schon hautnahen Kellerkontakt wie der MTSV Aerzen, SV Lachem, WTW Wallensen und Germania Hagen. Bezeichnend auch für die Dominanz der Schaumburger Klubs, dass von bislang ausgetragenen 17 Duellen gegen Hameln-Pyrmont zwölf gewonnen und nur vier verloren wurden. Einen Zusatzpunkt verbuchte Halvestorf zudem noch beim 2:2 in Evesen. Eine ganz magere Bilanz, die es nun zu verbessern gilt. ro



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