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Fußball: Sieben Klubs starten mit einem neuen Chefcoach in die Kreisliga-Saison

Rotation auf der Trainerbank

HAMELN-PYRMONT. Der eine kommt, der andere geht: Selten zuvor gab es in der Herren-Kreisliga so viele Trainerwechsel wie vor dieser Saison. Sieben der insgesamt 14 Fußball-Teams haben einen neuen Chefcoach. Also genau die Hälfte. Das dürfte schon fast ein Novum in der langen Kreisliga-Geschichte sein.

veröffentlicht am 08.08.2017 um 21:50 Uhr

Die neuen Kreisliga-Trainer: Hakan Atangüc (VfB Eimbeckhausen, oben), Steve Diener (VfB Hemeringen), Dietmar Harland (WTW Wallensen), Stephan Meyer (TSG Emmerthal), Paul Bicknell (BW Salzhemmendorf), Manfred Lentge (BW Tündern II), Rik Balk (TSV Bisp
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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite
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Afferdes Meistertrainer Dietmar Harland coacht jetzt WTW Wallensen. Rik Balk wechselte vom TuS WE Lügde zum Bezirksliga-Absteiger TSV Bisperode, den Paul Bicknell Richtung BW Salzhemmendorf verließ. Beim VfB Eimbeckhausen kehrte Hakan Atangüc als Spielertrainer an seine alte Wirkungsstätte zurück. Hagens Ex-Coach Stephan Meyer heuerte bei der TSG Emmerthal an. Tünderns Manager Manfred Lentge feiert bei der Landesliga-Reserve der Schwalben sein Trainer-Comeback. Der einzige Trainer-Neuling ist Steve Diener, der seine aktive Fußball-Karriere beendet hat. Der 36-Jährige ist beim VfB Hemeringen der Nachfolger von Dimitrij Ott. Eine fast schon schwindelerregende Rotation auf der Trainerbank…

Ostkreisteams zählen
zu den Titelfavoriten

Die Sommerpause ist jetzt vorbei. Nach 73 Tagen rollt in der Fußball-Kreisliga endlich wieder der Ball. Und wenn es nach den Trainern der 14 Kreisligisten geht, machen fünf Teams den Titel unter sich aus. Bei der Dewezet-Umfrage vor Saisonbeginn standen insbesondere die Mannschaften aus dem Ostkreis ganz hoch im Kurs. Allen voran der SV WTW Wallensen, der bei der Umfrage, bei der Mehrfachnennungen möglich waren, mit neun Stimmen der Topfavorit war – knapp vor Bezirksliga-Absteiger TSVBisperode (8) und Blau-Weiß Salzhemmendorf (6). Aber auch den MTV Lauenstein (3) und die TSG Emmerthal (1) haben einige Kreisliga-Trainer auf der Rechnung, wenn es um den Aufstieg geht.

Brisant: Mit der TSG Emmerthal und dem MTV Lauenstein (Mittwoch, 19 Uhr) sowie BW Salzhemmendorf und WTW Wallensen (Donnerstag, 19 Uhr) treffen gleich vier der fünf Meisterfavoriten am ersten Spieltag direkt aufeinander. Das sind für diese vier Teams gleich richtungsweisende Partien zum Saisonstart.

Information

Kreisliga

1. Spieltag: Aerzen II – Klein Berkel 1:1 Tore: 1:0 Niclas Hoppe (2.), 1:1 Marvin Kessler (75.), , Emmerthal – Lauen-stein (Mi., 19 Uhr), Salzhemmendorf – Wallensen, Bad Pyrmont II – Hemeringen, SG Hameln 74 – Eimbeckhausen, Latferde – Tündern II, Nettelrede – Bisperode (Do., 19 Uhr)

Während Emmerthal die Generalprobe verpatzte und vom SV Hajen mit 2:5 nach Elfmeterschießen aus dem Kreispokal-Wettbewerb gekegelt wurde, kam Lauenstein mit einem 7:3-Sieg in Osterwald souverän weiter. „Wir wissen, dass wir noch nicht da sind, wo wir hinkommen wollen. Aktuell sind wir noch nicht richtig eingespielt. Dagegen hat Lauenstein am Sonntag schon eine echte Marke gesetzt“, sagt TSG- Coach Meyer, der Lauenstein in der Kreisliga zum Favoritenkreis zählt und aufgrund einiger Ausfälle (u. a. Yannick Garbsch, Marcel Sparmann, Gökhan Akdogan, Marven Manser und Niels Conrad) bei seinem Heim-Debüt schon mit einem Punkt zufrieden wäre: „Wir wollen nur nicht mit einer Niederlage starten.“

Lauensteins Trainer Stephan Schröer will sich durch das Pokal-Aus der Emmerthaler nicht blenden lassen: „Ich glaube, das Pokalspiel war ein Ausrutscher und zeigt nicht das wahre Potenzial der TSG.“ Für Schröer zählt die Meyer-Elf zu den Topteams der Kreisliga. Dementsprechend erwartet Lauensteins Trainer ein schweres Auswärtsspiel, das durch die Ausfälle von Marcel Lemke, Linus Zorn, Andreas Dörriers, Jens Brock, Raphael Debertolo, Daniel Voß, Aljosha Kowalski und Leon Fröschke nicht einfacher wird. „Wir sind uns aber unserer Stärken bewusst und reisen mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein an. Im Pokal war bei uns noch nicht alles Gold, was glänzte, aber wir sind auf dem richtigen Weg.“

Spannung verspricht auch das Ostkreisderby zwischen BW Salzhemmendorf und WTW Wallensen. WTW ist zwar laut Umfrage Titelfavorit Nummer eins, aber Wallensens Fußball-Chef Thomas Schütte drückt auf die Euphoriebremse und will von einem Aufstieg in die Bezirksliga noch nichts wissen. „Der käme für uns definitiv zu früh. Wir haben uns nicht extrem verstärkt, sondern wollen unseren A-Junioren (Jannek Sürig, Nico Sablonski, Nico Scholz, Lennart Kottlarz, Daniel Kirchner und Timo Maslona; d. Red.) eine Chance geben und sie in unsere Herrenmannschaft integrieren. Das braucht Zeit.“ Trotzdem ist sich Schütte bei der Meisterfrage sicher: „Der Ostkreis wird es machen! Entweder Bisperode, Lauenstein oder Salzhemmendorf. Und auch wir wollen oben mitspielen.“ Gleiches gilt für Salzhemmendorf mit Neu-Coach Paul Bicknell, der mit Nicolas Bicknell (TSV Bisperode), Sören Witt, Dominik Schramm (beide SSV Elze) und Finn Ganser (BW Tündern) fünf Neuzugänge im Kader hat. Ob die junge Salzhemmendorfer Mannschaft nach Platz vier in der Vorsaison diesmal das Zeug zum Aufstieg hat? Mit Paul Bicknell, der vor seinem kurzen Intermezzo beim Bezirksliga-Absteiger TSV Bisperode die SG Hameln 74 bis in die Landesliga führte, haben die Blau-Weißen auf jeden Fall einen der erfolgreichsten Trainer der vergangenen Jahre geholt. Das ist zumindest schon mal eine gute Voraussetzung dafür.



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