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Im Urlaub in Accra klingelte sein Handy

Roddy Quartey – in Ghana wurde er TSG-Trainer

Ring, ring – der heiße Draht aus Emmerthal glühte bis nach Afrika. Dort ereilte Roddy Quartey aus heiterem Himmel der sportliche Hilferuf der TSG. Kapitän Murat Bendes hatte auf Wunsch des Vorstands zum Handy gegriffen und den 51-Jährigen eigentlich in Hameln vermutet – tatsächlich erreichte er ihn aber in Ghanas Hauptstadt Accra. Bei 11 842 Kilometern Entfernung kam der Gebührenzähler ganz schön ins Rotieren. Macht aber nichts, denn der Erfolg heiligt bekanntlich die Mittel – oder eben die Flatrate, wenn man eine hat. Gerade auf Stippvisite in seiner Heimat, rechnete Quartey mit allem, nur nicht damit, dass ihn der ambitionierte Fußball-Kreisligist als neuen Wunschtrainer auserkoren hatte. „Ich habe mich schon gewundert, dann aber nicht lange überlegt und meine Zusage gegeben. Ich bin sicher, das passt“, sieht der einstige Verbandsligaspieler von Preußen Hameln seinem Comeback im heimischen Fußball mit großer Zuversicht entgegen. Und das geht am 27. Juni über die Bühne. Dann ist Trainingsauftakt bei der TSG Emmerthal.

veröffentlicht am 28.05.2011 um 16:11 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:55 Uhr

Roland Giehr

Autor

Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

„Wir wollen gegen Hannover 96 nicht wie die Fahnenstangen auf dem Platz stehen. Und dafür müssen wir schon etwas tun“, blickt der Nachfolger von Markus Wienecke dem ersten Saisonhighlight am 4. Juli mit Spannung entgegen. Vorgestellt an der Emmer werden dann unter anderem auch die bereits feststehenden Neuzugänge Sören Welzhofer (TSV Klein Berkel) und Alexander Strehlow von der SG Flegessen. „Es werden noch weitere Gespräche geführt“, ließ sich der neue Trainer aber nicht weiter in die Karten gucken. Der Name Quartey ist zwar Programm, dennoch war es ein wenig still geworden um den dunkelhäutigen Abwehrhünen, der sich seine ersten sportlichen Meriten im Kreisgebiet beim TB Hilligsfeld verdiente. Das war 1977. Von der Bundesstraße 217 zog es ihn dann zum damaligen Bezirksligisten MTV Coppenbrügge, ehe schließlich Preußen Hameln 07 auf den gebürtigen Ghanaer aufmerksam wurde. Hier machte sich der athletische Defensivspezialist dann schnell in ganz Niedersachsen als Schrecken aller Stürmer einen Namen.

Das blieb natürlich auch so, als Quartey dann später zur SSG Halvestorf wechselte und entscheidend am sportlichen Aufstieg des Dorfklubs bis hin zur Landesliga mitwirkte.

Am Piepenbusch machte er auch seine ersten Erfahrungen im Trainergeschäft. Als Holger Biester in der Saison 1997/98 vorzeitig seinen Hut nahm, sprang Quartey kurzfristig ein und coachte den Klub noch souverän in sichere Gewässer. Die Stiefel schnürte der gelernte Zahntechniker dann noch bis 2002 für die SSG. Nach Beendigung seiner erfolgreichen Spielerkarriere baute sich der Abwehrstratege dann ein neues berufliches Standbein in der Versicherungsbranche auf. Nun ist er aber wieder zurück auf dem Fußballplatz und hat sich mit der TSG Emmerthal große Ziele gesetzt. „Die Mannschaft hat viel Potenzial. Fußball spielen muss ich keinem mehr beibringen, aber taktisch hapert es. Da setzen wir an“, hat Quartey erkannt.



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