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Im Kampf um den Klassenerhalt brauchen Bisperode und Lachem jeden Punkt

Rette sich, wer kann!

Bezirk Hannover. Wer kann sich gerade noch retten und wem droht die ungeliebte Relegation? Während WTW Wallensen als Tabellenzehnter mit 35 Punkten so gut wie gerettet ist, müssen mit dem TSV Bisperode (13./30 Pkt.) und SV Lachem (12./31 Pkt.) zwei Hameln-Pyrmonter Klubs in der Fußball-Bezirksliga noch um den Klassenerhalt bangen. Im schlimmsten Fall droht die Relegation, denn mit der TuSpo Lamspringe (14./21 Pkt), TSV Deinsen (15./19 Pkt.) und Schlusslicht VfL Dielmissen (16./19 Pkt.) stehen die drei direkten Absteiger bereits zwei Spieltage vor Saisonschluss fest.

veröffentlicht am 22.05.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:27 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

TSV Bisperode – TuSpo Schliekum (Freitag, 19 Uhr). Eigentlich wollte Bisperodes Trainer Werner Brennecke mit dem Abstieg nichts zu tun haben, aber nach der 2:4-Pleite in Lachem muss der TSV um den Klassenerhalt bangen. Die Brennecke-Elf steht als Tabellen-13. auf dem Relegationsplatz und hat im Vergleich zu den direkten Konkurrenten Hüddesum und Lachem auch das schwere Restprogramm. Heute kommt der Tabellenzweite Schliekum ins Pappelstadion, am letzten Spieltag geht’s zum Tabellendritten MTSV Aerzen. Das sind zwei dicke Brocken, die der TSV aus dem Weg räumen muss. Das sieht auch Teamsprecher Thilo Becker so. Es sei zwar noch nichts entschieden, „aber es wird ganz schwer werden, die Relegation zu vermeiden. Da bin ich Realist“, sagt Becker. Dass gegen Schliekum Dominik Fecho (Gelb-Sperre) und Linus Karl (privat verhindert) fehlen, macht die Aufgabe nicht leichter. Denn der Gegner hat keine Punkte zu verschenken. Der Meisterschaftszug ist für die TuSpo zwar so gut wie abgefahren, aber wenn Schliekum den zweiten Platz verteidigt, ist zumindest die Landesliga-Relegation noch drin.

VfL Nordstemmen – SV Lachem (Freitag, 19 Uhr). Der Blick auf die Tabelle macht Lachems Trainer Tarik Önelcin Mut, denn durch den 4:2-Derbysieg gegen Bisperode kletterte seine Mannschaft auf einen Nicht-Abstiegsplatz. Und den will Önelcin mit aller Macht verteidigen: „Wir haben alles selbst in der Hand. Wenn wir unsere beiden letzten Spiele gewinnen, haben wir den Klassenerhalt geschafft“, sagt Önelcin, der in Nordstemmen auf Sieg spielen will. Auch wenn ihm mit Melih Öner, Baris Demirkaya und Bujamin Kiki (alle gesperrt) drei Stammspieler fehlen. Die drei Punkte könnten für Lachem im Kampf um den Klassenerhalt Gold wert sein, wenn zeitgleich Bisperode gegen Schliekum nicht gewinnen sollte. Doch ein Selbstläufer wird die Partie in Nordstemmen nicht, auch wenn es für den Gegner im Grunde um nichts mehr geht. Das weiß auch Önelcin. Seine Elf hat das Hinspiel zu Hause zwar mit 3:2 gewonnen, aber die magere Auswärtsbilanz macht Lachems Trainer Sorgen, denn der SV ist mit nur fünf Punkten in 14 Spielen auswärts das schlechteste Team der Bezirksliga-Staffel: „Wir müssen unseren Auswärtsfluch endlich besiegen, auch wenn uns in Nordstemmen drei wichtige Spieler fehlen“, so Önelcin.

SSG Halvestorf – WTW Wallensen (Freitag, 19 Uhr). Das Bezirksliga-Derby hat eigentlich nur noch statistischen Wert. Für Halvestorf geht es im Niemandsland der Tabelle eigentlich nur noch um die goldene Ananas. Und Wallensen hat zwei Spieltage vor Schluss mit einem komfortablem Fünf-Punkte-Polster auf die Abstiegszone den Klassenerhalt so gut wie sicher. Ein einziger Punkt fehlt WTW theoretisch noch zur endgültigen Rettung – und den will das Team von Trainer Stefan Gluba in Halvestorf holen. Neben den langzeitverletzten Dominik Heintz und Oliver Silex fehlt bei WTW auch Dennis Klippstein, der eine Gelb-Sperre absitzen muss. Halvestorfs Trainer Ralf Fehrmann muss auf Timo Möller und Julian Maass (beide verletzt) verzichten.

TSV Deinsen – MTSV Aerzen (Freitag, 19 Uhr). Weil neun Spieler ausfallen, reist Aerzens Trainer Uwe Filla mit einer Notelf nach Deinsen. Der TSV steht zwar schon seit einigen Wochen als Absteiger fest, aber Deinsens Formkurve zeigte zuletzt nach oben: „Auf dem kleinen Platz wird es ganz schwierig“, ist sich Aerzens Spartenleiter Karsten Hoppe sicher. Aufgrund der vielen Ausfälle „wäre ich schon mit einem Punkt zufrieden“.



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