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Vereine äußern Unmut über Teil-Sperrung bis Ende Dezember

Rasen-Zoff: Stadt Hameln sperrt Strafräume fürs Training

Was soll das? Dass die Stadt Hameln für den Trainingsbetrieb die Strafräume der Rasenplätze „aufgrund der derzeitigen Witterungs- und Bodenverhältnisse“.bis Ende Dezember gesperrt hat, sorgt bei den betroffenen Fußballklubs für pures Unverständnis.

veröffentlicht am 20.10.2021 um 15:33 Uhr
aktualisiert am 20.10.2021 um 16:50 Uhr

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HAMELN. Diese Nachricht sorgte – salopp formuliert – für „echtes Staunen“ in der Fußballwelt der Rattenfängerstadt: Die Stadt Hameln verkündete via schriftlicher Mitteilung die Sperrung für „Torräume, die 16er und die Strafraumkreise“ für den gesamten Trainingsbetrieb „aufgrund der derzeitigen Witterungs- und Bodenverhältnisse“. So formuliert in dem Schreiben, das die Vereine am Montagnachmittag um 15:02 Uhr erreichte. Ein üblicher Vorgang, der schon seit vielen Jahren für Diskussion in der heimischen Fußballszene sorgt. Könnte man meinen.

Denn diesmal birgt die Entscheidung der städtischen Verwaltung drei – nennen wir es mal - „Besonderheiten“: Die Teil-Sperrung erfolgt plötzlich und pauschal für alle Rasenplätze im Stadtgebiet. Bedeutet: Kampfbahn, ESV-Platz, Unsen, Klein Berkel, Tündern, Halvestorf, Heinestraße, Rohrsen, Hastenbeck, Afferde und Hilligsfeld sind gleichermaßen eingeschränkt - obwohl sich der Untergrund bekanntermaßen in höchst unterschiedlichem Zustand befindet.

Zudem erfolgt der Beschluss zweieinhalb Monate im Voraus – nämlich bis (voraussichtlich) 31. Dezember. Und: Nach langer Corona-Pause, Saison-Abbruch und ambitionierten Spielplänen hatten Verantwortliche, Sportlerinnen und Sportler darauf gehofft, dass verfrühte (allgemeine) Platzsperren diesmal ausbleiben würden. So wie andernorts üblich. Bleibt’s denn tatsächlich dabei? „Nach den jetzigen Witterungsverhältnissen, ja. Zumal die Torräume matschig sind“, erklärt Jana-Marie Michelhans von der Abteilung Stadtgrün. „Es sind massive Schäden auf den Plätzen festgestellt worden. Wir müssen unserer Verkehrssicherungspflicht nachkommen.“ In den Fußballvereinen herrscht vor allem eines: Pures Unverständnis.

„Wir wissen gar nicht, wie wir darauf reagieren sollen“, so der Tenor. Immer wieder steht die rhetorische Frage im Raum: „Verbieten ist einfach. Welche Vorschläge macht die Stadt, wie es wann und wo weitergehen soll?“ Auf Rückfrage wollten gleich mehrere Vereinsvorstände ausdrücklich nicht namentlich zitiert werden. Auch das sagt vieles über die Situation.



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