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SG Hameln 74 ist der große Verlierer, weil der SVD sein Bezirksligateam zurückzieht / Erste Reaktionen der heimischen Trainer

Pyrmont Herbstmeister – Degersens Rückzug macht’s möglich

Fußball (kf). „Dann gehen die Lichter aus...“ – mit dem Titel eines Oldies von Bata Illic verabschiedete sich der SV Degersen endgültig aus der Bezirksliga. Grund genug für die SpVgg. Bad Pyrmont, nachträglich noch einmal die inoffizielle Herbstmeisterschaft zu feiern. Die Kur-städter gehen als der große Gewinner aus dem Rückzug des SVD hervor. Denn sie können die 1:2-Pleite in Degersen locker abhaken. Und im Zweikampf mit Titelkonkurrent SG Hameln 74 hat die Spielvereinigung nun wieder knapp die Nase vorn. „Finde ich gut“, sagte Pyrmonts Spielertrainer Philip Gasde, als er von der Entscheidung erfuhr. „Uns kommt der Rückzug natürlich sehr gelegen. Wir haben jetzt wieder vier Punkte Vorsprung, und das Nachholspiel in Niedernwöhren muss die SG 74 erst mal gewinnen.“

veröffentlicht am 07.02.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 17:41 Uhr

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Deutlich negativer wirkt sich der Rückzug bei der SG Hameln 74 aus. Statt 36 Punkte hat die Mannschaft um Spielmacher Jannik Hilker nur noch 33 Zähler auf dem Konto. Denn der 4:1-Sieg steht auf die Streichliste. SG-Coach Paul Bicknell hofft nun vor allem, dass Degersens Rückzug keinen großen Einfluss auf die Meisterschaft nimmt: „Wir können die Situation nicht ändern und nehmen sie so wie sie ist. Bislang hatten wir alles in der Hand, jetzt liegen die Vorteile bei den Pyrmontern.“ Dennoch hat Bicknell Platz eins weiter fest im Blick: „Wir müssen nur weiterhin unser Spiel machen, dann ist alles drin.“

Für Germania Hagen fielen gleich ein Sieg und eine Niederlage aus der Wertung. „Ein leichter Vorteil für uns“, erkannte Trainer Dirk Sölla. Vom Relegationsplatz, den derzeit Eintracht Exten, der ebenfalls drei Punkte „flöten gingen“, hält, hat sich Hagen mit sechs Punkten abgesetzt und ebenso wie die Eintracht 15 Spiele ausgetragen.

Zu den Verlierern des Degerser Abgangs zählt auch die SSG Halvestorf, denn der 2:1-Auswärtssieg ist nur noch Makulatur. Bei Trainer Markus Schwarz sorgt die neue Lage aber keinesfalls für die große Flatter: „Die Sache macht uns nicht unruhig. Wir werden dadurch auch keine Probleme im Kampf um den Klassenerhalt bekommen.“

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Dirk Sölla

Gegen den Rückzug des SV Degersen spricht derzeit nur noch die Spielordnung des Niedersächsischen Fußballverbandes. Denn unter Paragraf 36 heißt es, dass „ein Zurückziehen einer Mannschaft der Genehmigung der spielleitenden Stelle bedarf und grundsätzlich nur für die jeweils unterste Mannschaft gilt“. Doch Thorsten Schuschel, Vorsitzender des Bezirks-Spielausschusses, öffnete bereits eine Hintertür: „Entschieden ist noch nichts. Oft wird aber dem Wunsch des Vereins entsprochen, um nicht noch eine weitere Mannschaft des betroffenen Vereins aufgrund zu großer sportlicher Diskrepanz zu verlieren.“ Selbst wenn diese Hintertür tatsächlich geschlossen bleiben sollte, gibt es für Degersen einen Ausweg: Nach dreimaligem Nichtantreten würde die Mannschaft automatisch aus dem Spielbetrieb gestrichen...



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