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Rik Balk schießt Bisperode zum 5:4-Triumph gegen Emmerthal / Beims der tragische Held

Pokal kaputt – Stimmung super

HAMELN-PYRMONT. Ein Ex-Torjäger als Wahrsager, ein Torhüter als „Crashpilot“, ein tragischer Held, ein Pechvogel und auch noch ein glücklicher „Fußball-Rentner“. Das Kreispokalfinale in Flegessen hatte jede Menge tolle Randgeschichten zu bieten.

veröffentlicht am 10.06.2019 um 13:33 Uhr

Wohlverdientes Bad in der jubelnden Menge: Bisperodes Spielertrainer Rik Balk feierte seinen finalen Volltreffer gegen Emmerthal. Foto: aro
Roland Giehr

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Roland Giehr Leiter Sportredaktion zur Autorenseite
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Da spielte es auch keine große Rolle, dass das spielerische Niveau keinen der rund 500 Zuschauer wirklich vom Hocker riss. An Spannung war der 5:4-Triumph des TSV Bisperode nach Elfmeterschießen gegen die TSG Emmerthal dagegen kaum noch zu überbieten. Ist aber auch immer so, wenn die Entscheidung vom ominösen Punkt fällt. Mann des Tages war Bisperodes Spielertrainer Rik Balk, der den Pott mit seinem finalen Treffer zum dritten Mal in der Vereinshistorie ins Pappelstadion schoss. Zuvor hatten allerdings schon zwei Emmerthaler mächtig Nerven gezeigt. Erst ballerte Gökhan Akdogan den Ball über das Tor, dann mutierte der sonst so sichere Schütze Florian Beims binnen weniger Sekunden zum tragischen Helden und scheiterte an Torhüter Robin Bartels. „Ich wusste, er kannte meine Ecke. Da war ich kurzfristig ein wenig unkonzentriert. Das ist zwar ärgerlich, aber das werde ich wegstecken“, erklärte er sein Malheur. 2013 beim letzten Finale der beiden Kontrahenten war er noch der strahlende Glückspilz gewesen, auch im Halbfinale gegen Germania Hagen, wo er jeweils die entscheidenden Elfmeter verwandelte. Dass er diesmal nicht treffen würde, wusste einer schon vor dem Anpfiff: Michael Wilson. „Ich habe geträumt, es kommt zum Elfmeterschießen und Florian Beims macht ihn diesmal nicht rein“, prophezeite die ehemalige Emmerthaler Tormaschine im Zuschauerkreis. Unglaublich.

Die wenigen Highlights in der regulären Spielzeit sind dagegen schnell aufgezählt. Erst übernahm Bisperodes Sturmtank Daniel Krikunenko unfreiwillig schon frühzeitig (6.) die Rolle des Pechvogels und schied mit Verdacht auf Bänderriss (6.) aus, dann traf „Joker“ Jan Schonschek (48.) zur TSV Führung. Wenig später sah Jean-Pierre Albe (TSG/54.) dann die Rote Karte und alle dachten, das war es. Doch die Meyer-Elf kämpfte sich in Unterzahl zurück ins Spiel und glich durch Anatoli Deck (80) noch aus. Kurios dann die Siegerehrung. Bisperodes Torhüter Robin Bartels glitt die Trophäe gleich aus den Händen und fiel zu Boden. Pokal kaputt, Stimmung trotzdem super. Vor allem auch bei Daniel Ivicic, der sich nach seinem letzten Spiel für den TSV mit dem Triumph in die Fußball-Rente verabschiedete. „Ein schönes Happy End“, fand er zu Recht.

Information

TSG Emmerthal – TSV Bisperode 4:5 n.E. (1:1).TSG Emmerthal: Conrad – Albe, Brakhage (65. Altuntas), Magaschütz, Akdogan, Scheel, Özbek, Matzeit, Beims, Deck, Bindseil (58. Sparmann, 90. Ossenkopp).

TSV Bisperode: Bartels – Ungermann, Jaber, Demir, Utenwiehe, Krikunenko (6. Wetzstein), Ivicic (65. Duduman), Dreier, Balk, Stenke, Voss (46. J. Schonschek).

Schiedsrichter: Luis Zimmermann (Halvestorf). Assistenten: Justus Winzker und Laurenz Elias Lamers.

Zuschauer: Rund 500 auf dem Sportplatz in Flegessen.

Tore: 0:1 Jan Schonschek (48.), 1:1 Anatoli Deck (80.).

Besonderes: Rote Karte für Jean Pierre Albe (54./ TSG)

Elfmeterschießen: Beim TSV treffen Stenke, Duduman, Dreier, und Balk, Ungermann scheitert an Conrad. Für die TSG treffen Ossenkopp, Deck und Magaschütz, Akdogan schießt drüber, Beims scheitert an Bartels.

6 Bilder
Was soll ich machen? Bisperodes Torhüter Robin Bartels zeigt den kaputten Pokal. Fotos: aro/4


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