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„Dumme Dinger“ – Hamelns Torhüter nimmt beim 1:4 in Halvestorf zwei Treffer auf seine Kappe / Erneuter Abstieg ist für ihn kein Thema

Pechvogel Bengt Pyka: Erst lange Zeit gepokert, dann zweimal gepatzt

Fußball. Erst gepokert – dann gepatzt. Preußen-Torhüter Bengt Pyka war beim 1:4 in Halvestorf der Pechvogel des Tages. Nach acht Wochen Pause, darunter auch 14 Tage Urlaub und Relaxen in Südfrankreich, stand der Keeper zusammen mit seinem Bruder Nick überraschend wieder im Kader des Oberliga-Absteigers. In den Sommermonaten und nach dem Trainingsauftakt hatte Preußen-Trainer Rolf Schünemann zahlreiche Versuche gestartet, hatte oft in Lemgo angeklingelt, aber lange Zeit herrschte dort Funkstille. „Es läuft nichts, solange grundsätzliche Dinge nicht geklärt sind“, hatte Vater Michael Pyka, der in den 70er Jahren bei der SpVgg. Bad Pyrmont in der Oberliga aktiv war, seinen Söhnen mit auf den Weg gegeben. Erst drei Tage vor dem Saisonstart waren die Weichen endgültig gestellt. „Mit Rolf Schünemann liegen wir schon auf einer Welle. Das hat letztlich auch den Ausschlag gegeben, das wir beide in Hameln weiterspielen“, machten die Zwillinge aus dem Lipperland unisono deutlich.

veröffentlicht am 08.08.2010 um 19:56 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:49 Uhr

Klaus Frye

Autor

Sportreporter zur Autorenseite

Bei seiner Rückkehr ins Preußen-Tor sah der Torhüter gleich ganz schön alt aus. Am Piepenbusch fing er sich in der ersten Halbzeit „zwei ganz dumme Dinger“ ein. Die lagen dem 22-Jährigen auch zwei Tage nach dem Derby noch schwer im Magen. „Das erste Spiel ist gar nicht gut gelaufen“, sagte er und nahm die beiden ersten Gegentore klar auf seine Kappe. „Doch das 2:0 hätte der Schiedsrichter gar nicht geben dürfte. Der Einwurf setzte auf und ging direkt ins Netz, den Ball hat Dizdar gar nicht berührt“, erinnert sich Bengt Pyka ganz genau. Auch „Weitwerfer“ René Hau sieht das genauso: „Das war eigentlich mein Tor. Den Einwurf hat keiner verlängert“, war sich Halvestorfs Abwehrspieler sicher. Sein Können ließ der Preußen-Schlussmann spätestens in der zweiten Halbzeit aufblitzen. Da zeigte er sich als sicherer Rückhalt. Dennoch bleibt er realistisch: „Ich habe beim Training noch einiges nachzuholen.“

Mit einem zweiten Abstieg in Folge kann sich der ehrgeizige Torhüter übrigens gar nicht anfreunden. „Wenn die drei Spanier spielberechtigt sind, haben wir deutlich mehr Potenzial. Allein im Angriff fehlt uns noch ein richtiger Knipser“, hat Pyka nach seiner späten Rückkehr an die Weser erkannt. „Wenn wir aber, wie im letzten Jahr mit viel Kampf an die Sache gehen, sehe ich keinesfalls schwarz“, macht er selbstbewusst in Optimismus.



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