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Fußball: Von Vespermann bis Hagemann – der Name ist Programm in Bad Pyrmont

Odonkors „Männer-Quartett“

BAD PYRMONT. Ein Mann kommt selten allein. Erst recht in Pyrmont. Wer dort beim Fußball-Landesligisten auf die Aufstellung schaut, der staunt nicht schlecht. Denn hier wimmelt es eigentlich nur so von Männern. Vom Geschlecht her zwar sowieso – aber eben auch vom Namen.

veröffentlicht am 08.05.2018 um 14:44 Uhr

Von links: Sören Vespermann, Steffen Lesemann, Trainer David Odonkor, Luca Fleischmann und Benedikt Hagemann. Foto: nls
Klaus Frye

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Klaus Frye Sportreporter zur Autorenseite
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Pyrmonts Trainer David Odonkor hat mit Benedikt Hagemann, Luca Fleischmann, Sören Vespermann und Steffen Lesemann gleich ein spielstarkes „Männer-Quartett“ auf der Liste, das sich in seinen sportlichen Überlegungen fast schon unentbehrlich gemacht hat. Denn das sind alles Fußballer mit sportlicher Qualität. Und die haben sich nach anfänglichen Problemen an der Südstraße mit den anderen Akteuren des Kaders zu einer spielstarken Einheit zusammengerauft. Auf seine „Männerbande“ wirft der Trainer nicht nur ein besonderes Auge, auf die lässt er auch nichts kommen: „Die haben alle ihre Qualitäten.“ Für den ehemaligen deutschen Nationalspieler zählt zwar in erster Linie die Mannschaft, doch über sein Vierergespann hatte er dann doch einiges zu erzählen. Natürlich viel Positives.

Freude bereitet ihm mit Sören Vespermann der Jüngste im Landesliga-Kader: „Ich bin von ihm überzeugt. Nicht nur, weil er beim Training immer Vollgas gibt, sondern weil er auch von den älteren Spieler etwas annimmt.“ Und der 18-jährige Youngster aus Herkensen weiß auch, was er an seinem Coach hat: „Meine kurzen Einsätze sind wie ein Bonus für mich.“ Man lernt zwar auch als Fußballer immer noch etwas dazu, doch allzu viel muss Benedikt Hagemann wohl nicht mehr beigebracht werden. Odonkor ist deshalb auch heilfroh, dass der Kapitän, den er als seinen „wertvollsten Spieler“ bezeichnet, nach einer langwierigen Verletzung wieder die Fäden ziehen kann. Schließlich sind auch dem Ex-Profi von Borussia Dortmund die Hände gebunden, wenn sein Denker und Lenker nicht fit ist. „Das hat man in der Hinserie deutlich gespürt“, erinnert sich Odonkor nur ungern. Die recht erfolgreichen letzten Wochen sind auch für „Bene“ fast so etwas wie ein fußballerisches Geschenk: „So macht das alles wieder richtig Spaß.“ Dass seine Mannschaft aber immer noch Schwächen im Angriff offenbart, bringt ihn keineswegs ins Zittern: „Dafür halten wir doch den Laden hinten ganz gut dicht.“ Auch dank Luca Fleischmann, für seinen Chef ein Juwel im Defensivbereich. Der Aerzener, der im Juni des vergangenen Jahres mit den A-Junioren von Eintracht Braunschweig noch deutscher Pokalsieger wurde, hat beim gesamten Trainerteam einen Stein im Brett: „Seine Spielart gefällt einfach. Luca kann mal ein richtig guter Führungsspieler werden. Und der geht auch dahin, wo es wehtut.“ Vielleicht vergleicht ihn Odonkor deshalb auch schon gerne einmal mit Gennaro Gattuso. Der italienische Ex-Nationalspieler war auch kein Kind von Traurigkeit. Das letzte Ass im Männer-Quartett ist Angreifer Steffen Lesemann, der in der Winterpause aus Evesen an die Südstraße zurückkehrte. Mit vier Toren hat er sich schnell in Szene gesetzt und will auch in den letzten vier Saison-Partien weiter liefern. „Schließlich wollen wir am Ende nicht mit dem schwächsten Angriff der Liga dastehen“, gibt sich der 27-Jährige selbstbewusst. Sein Trainer hört es von dem trotz seiner eher schmalen Figur robust zur Sache gehenden Dauerläufer gern. Gefragt ist die Spielvereinigung bereits wieder am Himmelfahrtstag, wenn das Nachholspiel bei Egestorf/Langreder II (15 Uhr) angepfiffen wird. Da erwartet der Profi an der Seitenlinie aber nicht nur von seiner „Viererbande“ vollen Einsatz, sondern auch vom Rest der Crew. Schon am Samstag (18 Uhr) folgt dann das Prestige-Duell beim HSC Tündern. Für Odonkor ist klar: Auch das wird reine Männersache.

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