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Emmerthals Torhüter Gaetano Bartolillo (36) blickt auf eine wechselvolle Karriere zurück

Nur bis Mailand ist er nicht gekommen

Mit 18 träumte er noch von der Seria A und einem gut dotierten Profivertrag beim AC Mailand – doch die „Rossigneri“ sah Gaetano Bartolillo immer nur aus der Ferne. Mit Italien hat es in seiner wechselvollen Karriere aber trotzdem noch geklappt, allerdings kam der Torhüter aus Hameln im Jahr 2000 nur bis Treviso, einem Klub aus der Seria C.

veröffentlicht am 25.10.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:43 Uhr

Roland Giehr

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Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

„Schade, ich habe mich dort leider nicht so richtig wohlgefühlt. Außerdem haben mich alle kurioserweise nur den Deutschen genannt“, erinnert sich der 1,87 m große Keeper heute mit ein bisschen Wehmut an sein kurzes Intermezzo in Bella Italia. Immerhin zu Platz vier reichte es noch in der Nähe von Venedig. Doch das ist lange her, mittlerweile ist der gebürtige Sizilianer 36 Jahre alt und Schlussmann beim Kreisligisten TSG Emmerthal.

Dort feierte er ein Comeback aus dem Nichts, denn es war zuletzt still geworden um ihn. Und wie kam es dazu? „Ich wollte nur ein bisschen mittrainieren, habe mich dann aber überreden lassen, doch wieder einzusteigen“, schildert Bartolillo das Ende seiner schöpferischen Pause, die er unter anderem auch sinnvoll zur Gründung einer Familie nutzte. Zur Rückkehr ins Tor hatte ihn Trainer Roddy Quartey überredet, sein „Spezi“ aus Halvestorfer Zeiten. Dort schrieb Gaetano Bartolillo einst gleich drei Kapitel seiner umfangreichen sportlichen Vita. Erst hütete er nach seinem Wechsel von Germania Langreder beim damaligen Landesligisten das Tor, dann wurde er Co-Trainer und schließlich sogar Cheftrainer nach der Demission von Bernd Bürger.

Im März 2008 nach dem 0:0 gegen Hiddestorf war dann aber auch für ihn vorzeitig Schluss am Piepenbusch und es folgte eine nervenaufreibende Zeit als Manager von Preußen Hameln, dem Klub, für den er schon in der Jugend gespielt hatte. „So ein Chaos, wie damals im Verein herrschte, habe ich noch nie erlebt. Da klappte gar nichts“, blickt er nur ungern zurück.

Von 07 war er übrigens nach der A-Jugend (1994) in Richtung Hannover 96 ausgezogen, um sein Glück in der großen Fußballwelt zu suchen. Und es ging gleich aufwärts. Nach zwei erfolgreichen Jahren im Amateurlager der „Roten“ schaffte Gaetano Bartolillo den Sprung in die dritte Liga zum TuS Celle und wurde dort sofort Stammtorhüter. Bis ihn eine schwere Knieverletzung aus dem Tritt brachte und viele Träume platzen ließ. Die TSG Emmerthal wird nun aber unwiderruflich die letzte Station von „Gatti“ sein, wie ihn seine Teamkollegen rufen. „Ich habe bis zum Saisonende zugesagt, danach ist alles offen“, meint der 36-Jährige. Soll heißen, läuft es sportlich in die erhoffte Richtung und die TSG steigt vielleicht sogar auf, dann könnte Bartolillo die Handschuhe sogar noch länger überstreifen. Vorerst macht er das aber am Freitagabend beim Pokalduell in Hilligsfeld. Dort, wo er auch schon erfolgreich als Juniorentrainer arbeitete.

Einst dritte Liga – nun Kreisliga: Torhüter Gaetano Bar-tolillo feierte bei TSG Emmerthal nach langer Pause ein starkes Comeback.

Foto: nls



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