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Dewezet-Analyse: Darum hinkt Kreisligist TSG Emmerthal den Ansprüchen hinterher

Noch nicht reif für den Titelkampf

Emmerthal. Vor Saisonbeginn zählte die TSG Emmerthal in der Fußball-Kreisliga für viele Trainer zu den Titelfavoriten. Doch die Zwischenbilanz ist ernüchternd: Vier Siege, vier Unentschieden, vier Niederlagen. Dazu das frühe Kreispokal-Aus gegen Preußen Hameln. Der Vorjahresdritte, der in der Kreisliga mit 16 Punkten „nur“ auf Platz neun steht, hinkt bisher den Ansprüchen hinterher. Warum eigentlich?

veröffentlicht am 22.10.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:49 Uhr

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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite

Die Antwort ist simpel: Die TSG Emmerthal ist im Umbruch. Das macht schon der Blick auf den Kader deutlich, der in den vergangenen zwei Jahren ein völlig neues Gesicht bekommen hat. Für Leistungsträger wie Manuel Capobianco, Pawel Jermakowicz, Murat Bendes, Saher Abou-Moulig, Mike König, Paul Walz, Daniel Schröder, Marvin Dohme und Nils Wetzstein, um nur einige zu nennen, rückten fast nur „No Names“ – überwiegend aus der eigenen Jugend – in den Kreisliga-Kader. „Wir haben eine junge Truppe mit tollem Charakter, in der viel Potenzial steckt. Aber wir müssen dieser Mannschaft noch etwas Zeit geben“, sagt Emmerthals neuer Coach Matthias Koch.

Der 32-Jährige hat der TSG vor Saisonbeginn eine Verjüngungskur verordnet. Namhafte Neuzugänge gab es in diesem Sommer nicht. Stattdessen gab Koch, der mit 32 der jüngste Trainer in der Vereinsgeschichte ist, Talenten aus Emmerthal und Umgebung eine Chance – wie zum Beispiel Felix König, Ömer Altuntas, Dennis Dziadek, Hendrik Schmidt, Yannick Garbsch und Arne Rosemann. „Wir haben einen Schnitt gemacht und setzen voll und ganz auf unseren Nachwuchs. Unsere Mannschaft ist verdammt jung – und identifiziert sich mit dem Verein“, so Koch. Die jungen Spieler tragen laut Koch „mit Stolz das TSG-Wappen auf der Brust“. Das gilt auch für Sören Welzhofer, der mit 21 Jahren einer der jüngsten Kapitäne der Kreisliga ist. Die Entwicklung der jungen Truppe ist Emmerthals Coach wichtiger als die Ergebnisse und kurzfristige Erfolge. Das Ziel sei, dass sich der Fußball in Emmerthal „für die Zukunft rüstet“. Und eine gute Jugendarbeit sei dafür das A und O. Ein wichtiger Schritt war, dass nach zehnjähriger Pause im Sommer ein A-Juniorenteam aus der Taufe gehoben wurde, das für die jungen Talente als Sprungbrett dienen soll. Das hört sich alles gut an, trotzdem kann Koch mit der Zwischenbilanz in der Kreisliga nicht zufrieden sein. Vor allem zwei Spiele dürften ihm immer noch schwer im Magen liegen: Bei der 4:6-Pleite in Klein Berkel und beim 5:5 in Königsförde gab die TSG jeweils eine komfortable 4:1-Führung aus der Hand. Wie das passieren konnte, weiß Emmerthals Coach nicht: „Eine echte Erklärung habe ich dafür nicht.“ Doch der jüngste 2:1-Derbysieg gegen Grohnde macht ihm Mut, dass die TSG auf dem richtigen Weg ist – aber (noch) nicht reif für den Titelkampf.

Emmerthals Coach Matthias Koch spricht sich mit seinem Führungsspieler Daniel Magaschütz ab.


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