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WTW Wallensen feiert die erfolgreichste Saison in der 65-jährigen Vereinsgeschichte

„Nie mehr Kreisliga …“

Wallensen. „Nie mehr Kreisliga, nie mehr, nie mehr…“, hallte es nach dem Schlusspfiff durch die Glückauf-Arena. Wallensens Aufstiegshelden um Kapitän Dustin Knecht und Torjäger Frederick Giger tanzten im Kreis und ließen sich von ihren über 450 Fans feiern. WTW-Trainer Stefan Gluba stürmte jubelnd zu seinen Jungs auf den Platz und bekam von Sebastian Reinhardt prompt eine Bierdusche verpasst. Dabei zerschellte das riesige Weizenglas an seinem Kopf, doch zum Glück ist nichts Schlimmeres passiert. Die Beule am Kopf konnte Gluba verschmerzen, denn nach dem 3:0-Sieg im zweiten Relegationsspiel gegen Ricklingen war der WTW-Coach einfach nur glücklich und total erleichtert, denn der Aufstieg in die Bezirksliga war sein großes Ziel, „das wir nie aus den Augen verloren haben“. Selbst, als es nicht so gut lief.

veröffentlicht am 12.06.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:53 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

Als vor Saisonbeginn mit Keeper Robin Bartels, Thorsten Marks, Marcel Vönöky, Marcel Lemke, Andreas Dörries, Torben Runne und Aljoscha Grote sieben Spieler den Verein verließen, „hatten wir einige schlaflose Nächte“, blickte Vize-Vereinschef Sven Köhne in der Stunde des Triumphes zurück. Die Mannschaft brach aber nicht, wie einige befürchtet hatten, auseinander, sondern wurde durch Neuzugänge – u. a. Dennis Klippstein und Torhüter Daniel Hake (beide FC Springe), Patrick Giger und Maik Wilkening (beide SSG Marienau) sowie Winter-Transfer Oliver Silex (SF Osterwald) – gezielt verstärkt. Die Rechnung ging auf, denn A-Lizenztrainer Gluba formte aus jungen und erfahrenen Spielern eine schlagkräftige Mannschaft, die mit dem Kreispokalsieg und dem Aufstieg in die Bezirksliga Vereinsgeschichte schrieb.

„So eine grandiose Saison hat es für WTW noch nie gegeben“, so Köhne. 36 Jahre nach dem Aufstieg in die frühere Bezirksklasse „waren wir einfach mal wieder dran“. Der Erfolg hat viele Väter, einer davon ist Stefan Gluba: „Wir haben mit ihm einen der besten und engagiertesten Trainer, die je für den WTW gearbeitet haben“, lobte Köhne seinen Coach, der laut Kapitän Dustin Knecht „80 Prozent Anteil an unserem Erfolg hat“. Knecht war nach den furiosem Saisonfinale fast sprachlos: „Mir fehlen die Worte. Erst der Pokalsieg, dann noch der Aufstieg: Besser geht’s nicht!“ Und auch Torwart Daniel Hake, dessen Last-Minute-Kopfballtreffer beim 2:2 in Pegestorf am Ende Gold wert war, war total happy: „Das ist für mich das Größte, was ich als Fußballer bis jetzt erlebt habe. Ich bin einfach nur glücklich, dass ich in so einer Mannschaft spielen darf.“ Völlig platt war nach der Partie Wallensens Dino Marc Ehlerding, der nur drei Wochen nach einer Knie-OP – wie schon zwei Tage zuvor im Kreispokalfinale – 90 Minuten bis zum Umfallen kämpfte. Vize-Vereinschef Sven Köhne, der von Beruf Physiotherapeut ist, „hat mich jeden Tag behandelt, damit ich rechtzeitig fit werde. Das hat er wunderbar hingekriegt“, schmunzelte Ehlerding, der sich nach dem Triumph erst einmal eine Zigarette anzündete.

3 Bilder
Ein Kuss zum Aufstieg gab es für Wallensens Torjäger Frederick Giger von seiner Freundin Katy.


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