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Nicholas Bicknell: "So können wir Pyrmont schlagen"

Bleibt die SG Hameln 74 in der Bezirksliga weiter ungeschlagen oder kassiert die Bicknell-Elf im Derby gegen die SpVgg. Bad Pyrmont ihre erste Saisonniederlage? Kann Germania Hagen die Siegesserie des SC Rinteln stoppen und die eigene Krise beenden? Und warum darf sich die SSG Halvestorf in Springe keine Niederlage erlauben?

veröffentlicht am 01.09.2012 um 10:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 01:21 Uhr

SG Hameln 74 - SpVgg. Bad Pyrmont

Die Spielvereinigung Bad Pyrmont ist für SG 74-Kapitän Nicholas Bicknell zwar eine der stärksten Mannschaften in der Bezirksliga: „Aber ich bin davon überzeugt, dass wir die Pyrmonter an einem guten Tag schlagen können.“ Vor dem Derby (Sonntag, 15 Uhr) an der Heinestraße ist der Hamelner Nordstadtklub, der sieben von neun möglichen Punkten holte, noch ungeschlagen. „Ich habe zwar gehofft, dass wir so gut starten, aber nicht damit gerechnet“, gibt Bicknell zu. Doch der Kapitän drückt auch auf die Euphoriebremse: „Die Saison ist lang. Noch haben wir nichts erreicht.“ Auch den glücklichen 3:2-Sieg in Eldagsen dürfe man nicht überbewerten: „Wir hätten uns nicht beschweren dürfen, wenn das Spiel andersherum ausgegangen wäre.“ Personell ändert sich bei der SG 74 nicht viel. Einzige Änderung im Vergleich zur Vorwoche: Felix Forche ist im Urlaub, dafür ist Saher Abou-Moulig wieder zurück.

Pyrmonts Fußball-Chef Heiko Begemann hat großen Respekt vor der SG74, betont aber gleichzeitig, „dass wir uns im Derby gut verkaufen und mindestens einen Punkt mitnehmen wollen“. Und das wird schwer genug. Die Niederlage in Barsinghausen war laut Begemann zwar ein Rückschlag, aber mit zwei Siegen aus drei Spielen sei die Elf von Philipp Gase im Soll. Pyrmonts neuer Spielertrainer, laut Daniele Luggeri ein Typ wie Preußens Ex-Coach Alexander Kiene, macht bei der Spielvereinigung einen sehr guten Job: „Die Chemie stimmt. Die Spieler sind topfit“, so Begemann. Und auch was die taktische Schulung angeht, arbeite Gasde sehr akribisch mit den Spielern, die auch dem Auswärtsspiel bei der SG 74 ihren Stempel aufdrücken sollen. Michael Berger ist im Urlaub, dafür sind Timothy Tyler und Daniele Luggeri wieder fit.

Germania Hagen - SC Rinteln

Keine Panik, wir schaffen das!“ Die Botschaft, die Hagens Coach Dirk Sölla in seinem Mutmacher-Interview verkündete, müsste für die Germanen, die zuletzt eine katastrophale Abwehrleisung zeigten, eigentlich ein Hallo-Wach-Effekt zum richtigen Zeitpunkt sein. Denn nach dem miserablen Saisonstart hat die Sölla-Elf eigentlich nichts zu verlieren. Denn im Heimspiel am Sonntag (15 Uhr) gegen den noch ungeschlagenen Titelfavoriten SC Rinteln (drei Siege und noch kein Gegentor) erwartet niemand was – auch Sölla nicht. „Denn die Gegner mit unserer Kragenweite kommen erst noch.“ Aber weil auch die Elf von SC-Coach Duran Gök trotz der bisher makellosen Bilanz noch einige Baustellen hat, scheint ein Überraschungssieg nicht unmöglich. Sollten Söllas Jungs gewinnen, könnte die nervige Kritik am Angsthasen-Fußball der Germanen endlich vorbei sein. Fest steht, dass es kein Blitz-Comeback von Marco Heetel, Nils Lippert und Marvin Strobl geben wird. Das Trio wird laut Sölla erst im Oktober in den Kader zurückkehren – „vorher nicht“.

FC Springe - SSG Halvestorf

Trotz der 1:3-Pokal-Pleite gegen Pattensen war Halvestorfs Coach Markus Schwarz mit der zweiten Hälfte „total zufrieden“. Doch heute (16 Uhr) in Springe muss laut Schwarz nicht nur die Leistung stimmen, sondern auch das Ergebnis: „Wenn wir in Springe nicht gewinnen, verlieren wir den Anschluss nach oben und hängen im Niemandsland fest.“ Das Problem: Springes Coach Markus Wienecke kennt die Stärken und Schwächen der SSG in- und auswendig, weil dort mit Matthias Günzel einer seiner besten Kumpels spielt. Marlon Pickert, Dennis Offermann und Paul Nieber fehlen Wienecke zwar, aber dafür sind Björn Vollmer, Faiz Hamo und Toni Agaoglou wieder dabei. Sorgenfrei ist auch Schwarz nicht, denn neben Josef Selensky werden David Bach und Andrei Vorrat fehlen. Dominic Meyer wird nach seinem Bänderris wohl erstmals wieder auf der Bank sitzen und vielleicht als „Joker“ eingewechselt werden. aro



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