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Während sich Kreisliga-Tabellenführer TSV Großenwieden beim 2:0-Sieg in Eimbeckhausen keine Blöße gab, kassierte der TSV Bisperode eine 0:2-Heimniederlage gegen die TSG Emmerthal.

Nedic nagelt ihn rein – Emmerthal jubelt in Bisperode

veröffentlicht am 12.09.2021 um 10:07 Uhr
aktualisiert am 12.09.2021 um 20:20 Uhr

TSV Bisperode – TSG Emmerthal 0:2 (0:1).

„Glückwunsch an Emmerthal – das war ein verdienter Sieg. Wir haben heute nicht ins Spiel gefunden, hatten uns heute viel mehr vorgenommen“, zeigte sich Bisperodes Sprecher Jan Grams nach der Heimniederlage gegen die TSG als fairer Verlierer. Die Grün-Weißen übernahmen von Beginn an das Kommando, waren insbesondere in der ersten halben Stunde spielerisch überlegen und gingen in dieser Phase mit 1:0 in Führung. Nach einem Eckball landete der Ball bei Goran Nedic, der das Leder aus dem Hinterhalt passgenau unten links in die Ecke beförderte und damit unter zahlreichen Glückwünschen seiner Mannschaftskameraden sein erstes Herrentor in der Kreisliga erzielte. Gegen Ende des ersten Durchgangs griff das Pressing der Hausherren besser, sodass sich ein Spiel auf Augenhöhe entwickelte. In der 36. Minute verpasste Jan Utenwiehe mit einem Distanzschuss aus 18 Metern das Tor knapp. Im zweiten Durchgang kamen wiederum die Emmerthaler besser aus der Kabine. Nach nur 180 Sekunden fand ein langer Freistoß von Hendrik Scheel den groß gewachsenen Luca-Fabian Schulz, der Bisperodes Keeper Niklas Pfleger zuvorkam und mit dem Hinterkopf auf 2:0 erhöhte. Während sich die Gäste mit zunehmender Spieldauer auf die Verteidigung konzentrierten, erhöhte Bisperode trotz personeller Probleme den Druck – fand jedoch kaum Mittel gegen die eng verteidigende Emmerthaler Abwehr. So blieb es beim 0:2. „Insgesamt war es kein schönes Kreisliga-Spiel. Es gab auf beiden Seiten wenige Chancen. Wir sind froh, dass sich keiner verletzt hat und blicken jetzt nach vorne“, resümierte Grams.

Tore: 0:1 Goran Nedic (21.), 0:2 Luca-Fabian Schulz (48.).

VfB Eimbeckhausen – TSV Großenwieden 0:2 (0:2).

Der Tabellenführer gab sich im Nordkreis keine Blöße. Dank des aktuell treffsichersten Kreisliga-Stürmers Daniel Wins siegte Großenwieden 2:0. Wins hat übrigens in acht Spielen 16 Tore erzielte – eine astronomische Quote. „Keine 48 Stunden nach dem Spiel gegen Preussen Hameln war die Kraft heute nicht so da wie an anderen Spieltagen. Aber ich mache heute niemandem einen Vorwurf. Wir gehen personell auf der letzten Rille und haben uns gut verkauft. Mit der vollen Truppe hätten wir das Spiel gegen den Spitzenreiter sicherlich wesentlich enger gestalten können“, erklärte Eimbeckhausens Spielertrainer Michael Wehmann. Bereits in der 9. Minute erzielte Wins das 1:0 für die Gäste, verwandelte einen Freistoß aus 17 Metern. In der 29. Minute legte Wins nach. Nachdem VfB-Schlussmann Steffen Schuster einen Schuss parierte, war Wins beim Abpraller zur Stelle und staubte zum 2:0 ab. „In der zweiten Halbzeit haben wir es dann viel besser gemacht, hatten eine gute Sprache auf dem Platz und haben kein Gegentor mehr kassiert. Leider hatten wir heute, abgesehen von zwei ‚Schüsschen‘, keine echte Torchance“, so Wehmann.

Tore: 0:1 Daniel Wins (9.), 0:2 Wins (29.).

MTV Lauenstein – FC Preussen Hameln 3:0 (1:0).

Nach zwei Niederlagen feierte Lauenstein wieder einen Sieg! „Wir standen tiefer als in den Spielen zuvor und haben versucht auf Konter zu setzten“, gab Lauensteins Co-Trainer Chris Wintel die Marschroute für das Spiel vor. In der ersten Minuten hatten die Ostkreisler Glück, als Andreas Doerries den Ball nach einem Eckball für Preussen noch von der Linie kratzte. Nach 23 gespielten Minuten gelang Karsten Eberding der Führungstreffer für die Hausherren. Nach einer Balleroberung in der eigenen Hälfte und einem langen Diagonalball brachte er das Spielgerät im Netz unter. Kurz vor der Pause hatte Frederick Giger die große Möglichkeit auf eine Zwei-Tore-Führung zur Pause. Doch er scheiterte im Eins-gegen-Eins an Gästetorwart Michael Zivcic. „Beide Mannschaften waren sehr defensiv eingestellt. Viele Torchancen gab es nicht“, erklärte Wintel. Eine Viertelstunde vor Schluss brachte Giger die 2:0-Vorentscheidung, nachdem die Ostreisler einen langen Ball hinter die Viererkette spielten und Giger einschob. Timo Renziehausen setzte kurz vor Ende den Schlusspunkt, indem er einen Konter veredelte. „Es war ein ausgeglichenes Spiel. Das Ergebnis ist insgesamt zu hoch ausgefallen“, bilanzierte Wintel, der die geschlossene Mannschaftsleitung seiner Farben lobte und die Darbietung von Schiedsrichter Helge Bruns würdigte. Eine bittere Pille hatten die Lauensteiner aber noch zu schlucken: Sören Kirchenbauer verletzte sich und musste mit dem Krankenwagen abgeholt werden.

Tore: 1:0 Karsten Eberding (24.) 2:0 Frederick Giger (75.), 3:0 Timo Renziehausen (90.),.

TSV Grohnde – SpVgg. Bad Pyrmont II 1:3 (0:2).

Die Spielvereinigung aus Bad Pyrmont gewinnt in Grohnde und zieht mit den Spitzenmannschaften aus Großenwieden und Tündern gleich! „Die ersten 20 Minuten waren ausgeglichen und ohne große Torchancen“, gab Grohndes Kapitän Robert Engel zu Protokoll. Nach einer guten halben Stunde sollte der Ball im Tor der Gastgeber landen: Über außen setzte sich Philipp Schur durch, zog in den Strafraum und brachte seine Mannschaft in Führung. Nur kurze Zeit später erhöhten die Kurstädter durch ein Eigentor von Jonas Herr. Erneut setzten sich die Pyrmonter über außen durch, legten den Ball zurück und Herr traf unglücklich in eigene Gehäuse. „Es war ein sehr unglückliches Eigentor von Jonas, der ansonsten ein super Spiel gemacht hat“, so Engel. Für die Hausherren sollte aber noch einmal Hoffnung aufkeimen. Nach einer guten Stunden traf Yannis Gandsel zum Anschlusstreffer und nur kurze Zeit später hatte Patrick Zimmermann den Ausgleich auf den Fuß – traf allerdings nur den Innenpfosten. „Es stand eigentlich alles auf Sieg Pyrmont. Doch nach dem Anschlusstreffer waren wir nochmal kurzzeitig dran“, beschrieb Engel den Spielverlauf. In der 78. Minute brachte Javid Mitschke dann allerdings die Entscheidung für die Landesliga-Reserve. Damit kletterten die Pyrmonter auf Rang drei der Tabelle.

Tore: 0:1 Philipp Schur (31.), 0:2 Eigentor Jonas Herr (38.), 1:2 Yannis Gandsel (61.), 1:3 Jarvid Mitschke (78.).

SG Hajen/Latferde – SC RW Thal 4:1 (2:1).

Heimsieg für Hajen/Latferde! Die erste große Torchance hatten allerdings die Gäste. In der 4. Minute setzte ein Spieler von Thal den Ball nur an die Latte. Nach einer Viertelstunde brachte Kay-Jonas Dirnberger seine Mannschaft mit einem Doppelschlag komfortabel in Führung. Die Entstehung der Tore war fast identisch: Dirnberger lauerte an der Abseitskante und blieb dann souverän vor dem Torwart. „Wir haben es gut gemacht und die Zweikämpfe angenommen. Wir haben dann die Chance auf das 3:0 verpasst und stellen danach das Fußballspielen ein. Die letzten 20 Minuten vor der Pause waren wirklich nicht gut“, so SG-Sprecher Marc Knoesel. Dies sollte Thal ausnutzen und kam zehn Minuten vor den Pausenpfiff nach einem Eckball durch Sufyan Mohammad zum Anschlusstreffer, der zum 1:2 einnickte. „Wir haben es in der Halbzeit angesprochen und es dann wieder besser gemacht. Die Räume wurden wieder enger, die Zweikämpfe haben wir angenommen“, war Knoesel mit dem zweiten Durchgang zufrieden. Nach einer guten Stunden setzte sich Tim Schrader im Strafraum gegen drei Gegenspieler durch und traf aus zehn Metern zur 3:1-Vorentscheidung der Hausherren. In der 70. Minute machte Yannic Bohne alles klar und traf zum 4:1-Endstand. „Der Sieg geht in Ordnung, außer die Schwächephase vor der Halbzeit haben wir ein gutes Spiel gemacht“, resümiert Knoesel und lobte abschließend Blend Raci: „Er war heute immer gefährlich und hat ein wirklich gutes Spiel gemacht.“

Tore: 1:0 Kay-Jonas Dirnberger (15.), 2:0 Dirnberger (16.), 2:1 Sufyan Mohammad (34.), 3:1 Tim Schrader (61.), 4:1 Yannic Bohne (70.).

SV Azadi Hameln – WTW Wallensen 0:5 (0:1).

Azadi Hameln verliert am Ende deutlich gegen die Gäste aus dem Ostkreis! „Die erste Halbzeit war sehr ausgeglichen, wobei Wallensen mehr Chancen hatte“, beschrieb Azadi-Manager Yalcin Uzun den Verlauf der ersten Halbzeit. Kurz vor den Halbzeitpfiff kam es zu einer unglücklichen Szene. Azadi-Torhüter Obeid Alahmo prallte mit einem Gegenspieler zusammen und musste danach verletzungsbedingt ausgewechselt werden. „Nach der Auswechslung war unsere Abwehr noch unorganisiert. Genau in dieser Situation bekommen wir dann das Gegentor“, bedauerte Uzun. Nach der Halbzeitpause sollten die „Adler“ noch einmal alles versuchen und kamen zu einer Riesenchance durch Ibrahim Seyyar, der aus drei Meter nur die Latte drauf. „Da waren wir dran. Wir waren dem Ausgleich näher als Wallensen dem 2:0“, so Uzun. Nach einer knappen Stunde hatte Toni Ivankovic nach einem vermeintlichen Foulspiel im Stafraum die Chance, die Führung der Gäste per Strafstoß auszubauen. Doch der eingewechselte Faiz Faris Kheder hielt den Ball. „Aus unserer Sicht war es kein berechtigter Elfmeter“, war sich Yuzun sicher. Kurz vor Ende der Begegnung sollte Martin Gröhlich dann für die Vorentscheidung sorgen, als er den Ball im Tor unterbrachte. „Mit dem 0:2 waren wir gebrochen und dann sind die Tore gefallen“, erklärte Uzun. Gröhlich sollte mit Ende der Begegnung richtig aufdrehen und brachte mit seinem Viererpack innerhalb von zehn Minuten den klaren Sieg für die Mannschaft von Trainer Torsten Friedrich. „Insgesamt geht der Sieg in Ordnung“, zeigte sich Uzun als fairer Verlierer.

Tore: 0:1 Toni Ivankovic (45.), 0:2 Martin Gröhlich (84.), 0:3 Gröhlich (88.), 0:4 Gröhlich (90.), 0:5 Gröhlich (90.).

Besonderes: Faiz Faris Kheder hält Stafstoß von Toni Ivankovic (54.).

VfB Hemeringen – MTSV Aerzen II 2:2 (0:1).

Marco Klein rettet spät den Ausgleich für Aerzen! „Es war kein hochklassiges Kreisligaspiel. Wir haben heute unter Form gespielt“, so Hemerings Sprecher Heiko Requard. Die Gäste gingen nach zehn Minuten durch einen Kopfball von Max Dobisha in Front. „Das Tor fällt aus dem Nichts nach einem Konter“, beschrieb Requard die Szene. Mehr sollte in der ersten Halbzeit nicht passieren und somit wurden mit der knappen Führung der Gäste die Seiten gewechselt. Kurz nach Wiederbeginn hatten die „Hummetaler“ die große Chance auf die Zwei-Tore Führung: Michel Brockmann und Dobisha trafen den Pfosten. Nach einer Stunde gelang den Hausherren der 1:1-Ausgleich – Nico Kuhlmann brachte einen Schuss aus 16 Metern im Tor unter und nur kurze Zeit später sollte Maximilian Ringleff die Partie mit dem 2:1 komplett zugunsten der Hausherren drehen. Mit seinem Schuss von der Strafraumkante brachte er seine Mannschaft auf Siegerkurs. Doch Marco Klein hatte zwei Minuten vor dem Ende etwas dagegen. Nach einem Konter brachte er den Ball aus elf Metern im Tor unter und traf zum umjubelten Ausgleich für die Mannschaft von Trainer Oliver Kosowski. „Das Ergebnis geht insgesamt in Ordnung, wobei der Ausgleich so kurz vor dem Schlusspfiff natürlich unglücklich ist“, analysierte Requard abschließend. Ein Sonderlob verdienten sich Gästespieler Michel Brockmann und Hemeringens Cedric Klein.

Tore: 0:1 Max Dobisha (11.), 1:1 Nico Kuhlmann (60.), 2:1 Maximilian Ringleff (71.), 2:2 Marco Klein (88.).

TuS Rohden – BW Tündern U23 0:9 (0:4).

Nachdem Großenwieden gestern vorgelegt hat, zog Tündern heute nach! Die Mannschaft von Trainer Alexander Liebegott feierte ein Schützenfest gegen die Mannschaft von Coach Jörg Pydde. Der überragende Mann auf Seiten der Gäste war heute Flamur Dragusha, der insgesamt viermal den Ball im Tor unterbrachte. Er war es auch, der nach zehn Minuten den Toreigen eröffnete. „Tündern war von Anfang an spielbestimmend und hatte viele Chancen“, so Pydde. Erneut Dragusha stellte auf eine Zwei-Tore-Führung. In der 35. Minute sollte dann das Tor des Spiels fallen. Gianluca Bekedorf startete einen Sololauf aus der eigenen Hälfte, ließ vier Gegenspieler stehen und vollendete. „Ein wirklich schönes Tor“, so die Anerkennung von Pydde. Den Halbzeitstand kurz vor der Pause stellte Grischa Kowalski mit seinem Tor her. „Wir sind nicht in die Zweikämpfe gekommen“, bedauerte Pydde. Direkt nach der Halbzeit ging das muntere Toreschießen der Gäste weiter. Erneut Dragusha und Kowalski schraubten das Ergebnis weiter hoch. „Stefan Dreier hat wirklich noch viele Bälle super gehalten“, lobte Pydde seinen Fänger. Philipp Vahlpagel und Ayman Kamal stellten in den letzten zehn Minuten den 8:0-Endstand des nie gefährdeten Sieges her. „Es war eine faire Partie mit einer guten Schiedsrichterleistung“, gab ein enttäuschter Pydde abschließend zu Protokoll.

Tore: 0:1 Flamur Dragusha (10.), 0:2 Dragusha (22.), 0:3 Gianluca Bekedorf (35.), 0:4 Grischa Kowalski (43.), 0:5 Dragusha (46.), 0:6 Kowalksi (57.), 0:7 Dragusha (65.), 0:8 Philip Vahlpagel (80.), 0:9 Ayman Kamal (89.) .



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