weather-image
×

Nach nur sechs Spieltagen: TSC Fischbeck und Mario Zeisberger trennen sich

Der TSC Fischbeck muss sich einen neuen Trainer suchen: Nach nur sechs Spieltagen haben sich der Tabellenzehnte der 1. Kreisklasse und Coach Mario Zeisberger getrennt.

veröffentlicht am 16.09.2021 um 15:16 Uhr

Nach nur sechs Spieltagen gibt es in der 1. Fußball-Kreisklasse den ersten Trainerwechsel: Der TSC Fischbeck und Trainer Mario Zeisberger haben ihre Zusammenarbeit mit sofortiger Wirkung beendet. Der Grund: Als Tabellenzehnter konnte der TSC die Erwartungen bisher nicht erfüllen. Die enttäuschende Zwischenbilanz: Nur zwei Punkte in sechs Spielen. Die Sieglosserie zum Saisonstart war laut Fischbecks Spartenleiter Oliver Wietek der Grund für die Entscheidung: „Die Erwartungen des Trainers und des Vereins an die Herrenmannschaft, auch aufgrund der erfolgreichen Jugendarbeit, sind natürlich viel höher gesteckt. Mir tut es für Mario sehr leid, da ich ihn als Mensch und Trainer sehr schätze“, so Wietek. „Wir hatten mit Mario langfristig geplant, um eine schlagkräftige Mannschaft aufzubauen. Gerade in diesem Jahr wollten wir sukzessive den Nachwuchs integrieren, der durch die erfolgreiche Jugendarbeit mittlerweile schon ansatzweise zur Verfügung steht. Trotz des Aufstiegs im letzten Jahr, mussten wir wieder viele Abgänge zum Ende der letzten Saison verkraften, die eigentlich schon für die laufende Saison zugesagt hatten.“ Zudem kamen laut Wietek noch verletzungsbedingte Ausfälle dazu: „Die genannten Rahmenbedingungen und die unglücklichen Ergebnisse in den ersten Spielen, zuletzt das 2:2 gegen Holzhausen nach einer 2:0 Führung, haben zu der Entscheidung beigetragen.“

TB Hilligsfeld – TSC Fischbeck (Samstag, 17 Uhr).

Mit dem TSC Fischbeck treffen einige Spieler des TB Hilligsfeld am Samstag auf ihre alte Heimat. „Ein Wiedersehen gibt es mit Carlos Weide und Jan Elle, die jetzt das TBH-Trikot tragen“, erklärt der Sprecher der Gastgeber, Bernd Hensel. Zudem zeigt er seine Bestürzung über den Rücktritt des ehemaligen TSC-Trainers Mario Zeisberger: „Wir schätzen die Arbeit von Mario sehr. Er musste im Sommer einige wichtige Leistungsträger gehen lassen und hat sehr intensiv mit einer neu formierten Truppe gearbeitet.“ Der Trainerwechsel mache die Aufgabe für den TBH zudem aber natürlich auch nicht einfacher, gibt Hensel zu. Nach der bitteren 3:4-Niederlage gegen Könisgförde haben die Rot-Weißen zuletzt einen Rückschlag erlitten. „Das war kein gutes Spiel von uns“, gibt Hensel zu. „Die Enttäuschung sitzt noch immer tief. Wir wollten mit Respekt in die Partie gehen. Leider sind einige Spieler stattdessen mit Angst in die Begegnung gegangen und haben sich nicht an die Taktik gehalten. Wir hoffen, dass es am Samstag besser klappt und unsere Jungs die Vorgaben des Trainers umsetzen.“ Felix Heithecker, Marius Graw, Alexander Häusler, Tom Branske sowie Tristan Karock werden nicht im Kader stehen. Hinter Jonas Schulze, Torsten Schmidt und Hannes Pütger stehen noch „große Fragezeichen“. Im anderen Lager steht der TSC steht nach Zeisbergers Rücktritt nun vor einer großen Herausforderung. Spartenleiter Oliver Wietek übernimmt bei der kommenden Partie die Rolle an der Seitenlinie. Unterstützung erhält er zudem vom verletzten TSC-Kapitän Julian Volquardsen. „Was die kommende Partie angeht, ist der TBH der klare Favorit“, schätzt Wietek den Gegner ein. „Unser Ziel soll es dennoch sein, einen Punkt zu holen. Trotz vieler Verletzter werden wir alles versuchen.“

BW Tündern III – SC Inter Holzhausen (Freitag, 19:30 Uhr).

Nachdem der SC Inter Holzhausen am vergangenen Spieltag in der ersten Kreisklasse beim 2:2-Unentschieden gegen Fischbeck den ersten Punkt geholt hat, geht es nun zum Auswärtsspiel nach Tündern. Die dritte Mannschaft der Blau-Weißen musste sich derweil der Germania Reher mit 0:3 geschlagen geben. „Wir haben letzten Sonntag verdient verloren, wenn auch vielleicht ein Tor zu hoch“, resümiert BW-Trainer Sascha Kummerow vor der kommenden Partie. „In der zweiten Hälfte waren wir in den Zweikämpfen nicht mehr so präsent. Das muss am Freitag besser werden. Zumal wir mit Inter gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt ranmüssen.“ Nach zuletzt zwei Heimsiegen in Folge wolle man auch jetzt wieder drei Punkte in Tündern behalten. „Wir müssen viel investieren und unsere Qualitäten auf den Platz bringen, um zu gewinnen“, fordert der Coach deshalb. Auf der anderen Seite wollen die Gäste endlich den ersten Saisonsieg einfahren: „Mit 38 Gegentoren haben wir aktuell die meisten Gegentore der Liga. Daran müssen wir arbeiten. Auch wenn wir nicht der Favorit sind, werden wir alles daran setzen, den ersten Saisonsieg einzufahren“, gibt SC-Sprecher Stefan Bertram die Marschroute vor. Personell entspanne sich die Lage nur bedingt. Zwar stehen Florian Kappmeyer und Maurice Dressler wieder zur Verfügung. Dafür ist der Einsatz von Marvin Tasche fraglich. Zudem verschiebt sich das Debüt von Martin Hartmann. Bei den Gastgebern hingegen wird Jörn Harland ausfallen. Hinter einigen Personalien steht zudem ein Fragezeichen.

SG Königsförde/Klein Berkel – SV Eintracht Afferde II (Sonntag, 15 Uhr).

Reher-Verfolger SG Königsförde/Klein Berkel trifft am Sonntag auf die Zweitvertretung der SV Eintracht Afferde. Nach dem 4:3-Erfolg im letzten Spiel gegen den TBH würde die Mannschaft von Trainer Artjom Grincenko mit einem erneuten Sieg Druck auf den Spitzenreiter ausüben. „Wir wollen gewinnen“, gibt Grincenko im Vorfeld eine klare Linie vor. „Es ist das dritte Heimspiel in Folge und wir wollen auch das dritte Mal drei Punkte. Auf der einen Seite müssen wir gewinnen, damit Reher bei deren Lauf in der Tabelle nicht davonzieht. Auf der anderen müssen wir auch den Abstand zu den Verfolgern aus Hilligsfeld und Halvestorf bewahren. Deshalb müssen wir jedes Spiel alles abrufen. Zuletzt haben die jungen Spieler ihre Sache gut gemacht. Auch die Erfahrenen werden ihrer Rolle gerecht und haben gegen Hilligsfeld immer die Ruhe bewahrt. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie den Willen hat, oben mitzuspielen. Wenn wir unsere kleine Siegesserie beibehalten, bin ich sehr zufrieden. Jedoch kann man Afferde nie einschätzen. Es ist immer die Frage, wer aus der ersten Mannschaft runterkommt.“ Nach der knappen 2:4-Niederlage gegen Halvestorf wollen die Gäste zudem wieder etwas Zählbares mitnehmen. „Wir reisen am Sonntag zum Meisterschaftsfavoriten. Deshalb lautet unsere Marschrichtung, erstmal hinten sicher zu stehen“, erklärt SVE-Sprecher Maurice Wiewel die geplante Vorgehensweise. „Wenn möglich wollen wir über Konter und schnelle Balleroberungen Profit schlagen. Mit dem nötigen Glück können wir am Ende etwas Zählbares mit an den Eintrachtweg nehmen.“ Im Vergleich zur Vorwoche kehren Jonas Stickel, Julian Stickel und Dennis Lietzmann zurück in den Kader.

BW Salzhemmendorf II – SG Latferde/Hajen (Sonntag, 15 Uhr).

„Endlich einen positiven Trend setzen“ will am Sonntag Sebastian Piening mit dem BW Salzehemmendorf II im Spiel gegen die SG Latferde/Hajen. Der Sprecher der Ostkreisler hat mit seiner Mannschaft zuletzt zwei deutliche Niederlagen gegen Afferde II und Hilligsfeld hinnehmen müssen (0:5, 0:6). Damit befinden sich die Blau-Weißen in der Tabelle nur knapp oberhalb der Abstiegszone. „Das Spiel ist sehr, sehr wichtig“, betont Piening deshalb vor der kommenden Partie. „Wir sind nur vier Punkte vor Latferde, die noch keinen Zähler haben. Deshalb müssen wir gewinnen. Wir dürfen auf keinen Fall verlieren. Es geht nicht anders, als auf Sieg zu spielen, damit wir Latferde auf Abstand halten.“ Unter Druck stehen auch die Gäste der Spielgemeinschaft. Nach der 2:11-Vorstellung am letzten Sonntag gegen Osterwald erwartet SG-Sprecher Marc Knoesel ein anderes Gesicht seiner Elf: „Nach der wirklich schlechten Leistung und dem bisherigen Saisontief wollen wir uns im nächsten Spiel rehabilitieren. Das wird nur funktionieren, wenn wir in jeden Zweikampf gehen, als wäre es der letzte. Bisher haben wir ja nur Begleitschutz gegeben. Wir müssen über den Kampf ins Spiel finden. Alles andere ist in unserer Tabellensituation nicht angebracht.“ Zu schaffen macht Knoesel die Personallage seiner Mannschaft. Die Liste der Verletzten habe sich am letzten Sonntag noch einmal erweitert, erklärt er.

SSG Halvestorf-Herkendorf II – SG Flegessen/Süntel (Sonntag, 15 Uhr).

Auch die Reserve der SSG Halvestorf-Herkendorf würde mit einem Sieg am Sonntag in der Tabelle vorübergehend mit Tabellenführer Reher gleichziehen. Trotz des 4:2-Erfolgs über Afferde II im Rücken strahlt Trainer Paul Alles nur wenig Optimismus vor der Partie gegen die SG Flegessen/Süntel aus: „Die Vorfreude ist getrübt, weil ein Großteil des Kaders nicht zur Verfügung steht. Mit Dennis Deppmeyer, Lennart Scholtka, Tim Engelking, Nick Heller, Nico Witthuhn, Malte Rochau und Julian Seifert fehlen gleich sieben Stammkräfte am Sonntag.“ Zudem sei der Einsatz von Matthias Günzel fraglich. „Wir müssen zusehen, dass wir irgendwie eine schlagfertige Truppe zusammenbekommen. Es gilt für uns, den Schaden in Grenzen zu halten. Wir erwarten punktetechnisch rein gar nichts. Dennoch werden wir alles geben und alles versuchen. Die Jungs sind heiß. Mit ganz viel Spielglück und Engagement behalten wir vielleicht irgendwie einen Punkt am Piepenbusch.“ Die SG hat mit dem 3:1-Erfolg am Wochenende gegen Salzhemmendorf zudem Selbstvertrauen tanken dürfen. Jedoch hat auch Flegessens Trainer, Wolfgang Schultze, mit Verletzungssorgen zu kämpfen: „Wir müssen unsere Mannschaft aufgrund einiger Absagen erneut umstellen. Dennoch habe ich Vertrauen in den gesamten Kader. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung können wir den haushohen Favoriten vielleicht ein wenig ärgern.“ awa/aro



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2021
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Anzeige
Anzeige