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Hagen will kein Titelfavorit sein

Meyers Ziel: Aufbau nach dem Absturz

Hameln-Pyrmont. Ein Meyer macht Meister. Genauer gesagt, Stephan Meyer. Er weiß, wie man Titel holt. Bereits vier Aufstiege mit dem TSV Groß Berkel, RW Thal und zuletzt einen bemerkenswerten Doppelpack mit dem MTSV Aerzen kann der 49-jährige Trainer schon in seiner sportlichen Vita vorweisen. Jetzt ist er neuer Chefcoach beim Fußball-Kreisligisten Germania Hagen. Und was geht dort – vielleicht Titel Nummer fünf? „Wir bleiben nach dem unglücklichen Abstieg aus der Bezirksliga alle schön auf dem Teppich und werden nun in aller Ruhe ein neues Team aufbauen“, will Stephan Meyer rein gar nichts von einer Favoritenrolle in der am 7. August beginnenden Saison wissen.

veröffentlicht am 19.07.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 22:21 Uhr

Auch wenn die Mehrzahl seiner Kreisliga-Kollegen da ganz anderer Meinung ist. „Manche machen es sich da viel zu einfach, in dem sie einen Bezirksliga-Absteiger gleich wieder ganz oben in der Tabelle erwarten. Vielleicht wollen manche aber auch nur von ihren Zielen ablenken“, wiegelt Hagens Trainer ab. Meyer macht zwar keinen Hehl daraus, dass er mit seinen Mannen nach Möglichkeit „oben mitspielen will“, weiß aber auch, wie schwierig das wird. Denn der Absturz hatte fast zwangsläufig auch personelle Folgen bei den Germanen. Sechs Spieler – darunter alleine vier Stammkräfte – verließen den Klub. Aufgefüllt wurde der Kader fast ausschließlich mit Talenten aus dem A-Juniorenbereich, konnte zudem Eren Alp (26) nach über zweijähriger Pause reaktiviert werden. „Die Entwicklung der neuen Mannschaft braucht natürlich ihre Zeit. Gerade die A-Junioren müssen sich erst einmal an das rauere Klima in der Kreisliga gewöhnen. Aber wir machen uns da keinen unnötigen Druck “, meint Meyer.

Aber wie das eben so ist, hat sich auch der 49-Jährige schon seine speziellen Gedanken über die Konkurrenz gemacht und kann natürlich ebenfalls mit einem ganz heißen Titelkandidaten aufwarten. „Ich schätze BW Salzhemmendorf ganz hoch ein. Die haben eine ganz starke Mannschaft. Der Titel führt nur über Torjäger Zschoch und Co.“, legt sich Stephan Meyer fest. Zum erweiterten Favoritenkreis in der 8. Liga zählt er aber auch noch Aufsteiger TSV Klein Berkel und, nicht zu vergessen, die TSG Emmerthal. Wie gut die Mannschaft des neuen Trainergespanns Matthias Koch/Michael Jermakowicz aber tatsächlich ist, wird Germania Hagen bereits am 7. August (19.30 Uhr) wissen.

Bei Stephan Meyers vorgezogener Punktspielpremiere reist die TSG am Aechternbusch an und möchte natürlich auch gerne auf den selbigen klopfen. „Ein erster Härtetest für uns. So wissen wir aber gleich, wo wir stehen“, orakelt der Coach. ro

Stephan Meyer kf


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