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Fußball: Meisterschaft für Emmerthals Trainer aber kein Thema – Integration der Junioren als Auftrag

Meyers Mini-Ziel: Vor Latferde landen

HAMELN-PYRMONT. Wenn es um die Favoriten in der Fußball-Kreisliga geht, steht eigentlich auch immer die TSG Emmerthal mit auf dem Experten-Zettel. Das gilt nun auch für die angelaufene Saison. Das Wort Meisterschaft nimmt aber keiner beim Vorjahresvierten in den Mund. Erst recht nicht Trainerfuchs Stephan Meyer.

veröffentlicht am 15.08.2018 um 16:07 Uhr

Trainerfuchs Stephan Meyer (TSG Emmerthal) Foto: nls
Roland Giehr

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Roland Giehr Leiter Sportredaktion zur Autorenseite
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„Der Titel ist kein Thema. Als Saisonziel haben wir einen einstelligen Tabellenplatz ausgegeben. Welcher es dann am Ende wird, müssen wir abwarten“, hält er den Ball lieber flach. Aber auch deshalb, weil er vorrangig einen ganz anderen Auftrag hat. So steht bei ihm die Integration der A-Junioren ganz oben auf der Agenda. Mit Jan Branske, Hannes Bindseil, Jonas Batke, Nils Ossenkopp und Sebastian Brakhage haben es immerhin fünf Eigengewächse in den aktuellen Kreisliga-Kader geschafft. Dazu gesellt sich noch Neuzugang Jean-Pierre Albe aus Afferde. „Die Jungs brauchen alle ihre Zeit. Von heute auf morgen geht da im Herrenbereich gar nichts. Auch wenn alle gute Voraussetzungen mitbringen“, will Meyer seine Youngster-Garde in aller Ruhe aufbauen. „Verheizt wird bei uns keiner“, fügt er hinzu. Wo der Weg der TSG Emmerthal dann letztlich hinführt, wird aber auch davon abhängen, ob die Mischung zwischen Jung und Alt stimmt. Mit Kapitän Manuel Capobianco, Anatoli Deck, Andrei Vorrat, Torhüter Niels Conrad und dem ebenfalls noch jungen Luca Garbsch hat Stephan Meyer aber genügend Führungsspieler im Angebot, die ihn auf dem Platz unterstützen. Und dort lief es zum Auftakt mit dem 4:2-Sieg beim VfB Hemeringen schon recht passabel. Nun warten aber gleich zwei Kracher in Serie, und damit schon früh die Tage der Wahrheit.

Am Donnerstag (19 Uhr) muss die TSG zunächst beim euphorisierten Wallensen-Bezwinger TSV Bisperode Farbe bekennen, dann folgt schon am Sonntag (15 Uhr) das ewig brisante Gemeindeduell gegen den alten Rivalen FC Latferde. Verbunden mit ganz viel Emotionen, denn der lief dem langjährigen Platzhirsch im Dunstkreis des Kernkraftwerkes als Dritter der Vorsaison erstmals den Rang ab. Und das wurmt die TSG Emmerthal noch immer gewaltig. „Das wollen wir in dieser Saison verhindern. Diesmal stehen wir wieder vor dem FC“, gibt Meyer dann doch noch ein Mini-Ziel preis. Und wenn es auch noch für den ganz großen Sprung reichen sollte, wäre er sicherlich nicht böse.



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