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Wer nicht antritt, kann nicht gewinnen – für den Staffelleiter der Alten Herren sind die Mannschaften selbst schuld

Meyer klärt auf: Die Wahrheit über das Wertungsfieber

Friedrich-Wilhelm Meyer sei dank: Jetzt kennen wir endlich die volle Wahrheit … Schuld am Wertungsfieber bei den Alten Herren der 1. Kreisklasse sind die Mannschaften selbst und nicht – wie in der Dewezet zu lesen war – der Kreisfußballverband.

veröffentlicht am 27.10.2011 um 17:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:53 Uhr

Roland Giehr

Autor

Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

Das steht für den Staffelleiter und „Chefaufklärer“ aus Hilligsfeld jedenfalls fest. Wer nicht antritt, bestimmt mit 0:5 auch automatisch das Ergebnis. So steht es geschrieben in den Statuten. Weltweit, wie Meyer meint. Und wir dachten noch, der Staffelleiter hätte die bislang acht Wertungen vorgenommen. Na, sowas. So kann man sich irren …

Auf dem Holzweg war der Autor dieser Zeilen offenbar auch, als er annahm, dass kurzfristige Spielverlegungen bei einer relativ überschaubaren Liga von zehn Mannschaften und einer fünfmonatigen Winterpause von November bis Ende März organisatorisch kein Problem wären. Aber weit gefehlt. Nicht jeder Antrag kann genehmigt werden, sind Sonderwünsche der Vereine schon im Vorfeld der Saison schriftlich auf dem Kreis-Meldebogen einzutragen. Wer das nicht macht, hat dann später bei spontanen Anfragen schlechte Karten. So war es auch im Fall FC Preußen. Die Hamelner hatten im Vorfeld schlichtweg vergessen, den gewünschten Freitagabend als Spieltag anzugeben. Aber Meyer ließ diesmal noch Paragrafen Paragrafen sein, half 07 völlig unbürokratisch und sogar noch kostenfrei. Dank seiner großzügigen Initiative stimmten auch einige Vereine dem Freitagtermin nachträglich zu. Unter anderem SF Amelgatzen. Doch ausgerechnet dort traten die Preußen am 26. August mangels Masse gar nicht erst an. Selbst schuld, macht 0:5. Ein wenig anders die Sachlage dann beim angesetzten Spiel am 10. September in Börry. Trotz einer Einigung der Klubs wollte der Kreisfußballverband diesmal einer Verlegung nach hinten hinaus mit Hinweis auf die Spielordnung nicht zustimmen, machte aber noch das sinnige Angebot, doch einen Tag eher, am 9. September, anzutreten. Der Rest ist bekannt. 07 reiste nicht nach Börry – und verlor 0:5. Erleuchtet wurden wir vom Altherren-Staffelleiter aber auch im Flutlicht-Fall von Hameln. Am 30. September blieb dort der Kunstrasen dunkel und die Teams von 07 und Hachmühlen tatenlos. Das Preußen-Angebot, die Partie auf dem an diesem Abend ein wenig heller beleuchteten Aschenplatz des ESV Hameln auszutragen, wurde vom TSV abgelehnt. Wieder ein klarer Fall für Meyer. Wer nicht antritt, kann nicht gewinnen – 0:5.



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