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Ex-Preuße freut sich über Sidkas Einladung zur Sichtung der irakischen Nationalmannschaft

Mawlud träumt von der WM-Qualifikation

Fußball (kf). Gegen das Starensemble des deutschen Meisters VfL Wolfsburg schlug er im Trikot von Preußen Hameln eiskalt zu. Doch nach seinem Ehrentreffer bei Preußens 1:4-Niederlage gegen den Bundesligisten im September 2009 war von Jwtiar Mawlud nicht mehr viel zu hören. Doch der junge Iraker, der im Sommer 2009 aus der Nachwuchsschmiede von Eintracht Braunschweig zum damaligen Hamelner Oberligisten wechselte, ist gut im Geschäft. Einen neuen Vertrag hat er zwar noch nicht, doch Angebote liegen dem 19 Jahre alten offensiven Mittelfeldspieler, der sich zuletzt beim 1. FC Nürnberg und beim TSV 1860 München zum Probetraining vorgestellt hat, schon vor.

veröffentlicht am 05.01.2011 um 18:05 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 01:21 Uhr

Neben dem Drittligisten TuS Koblenz haben auch Profiklubs aus Belgien und Rumänien ihr Interesse am irakischen U 20-Nationalspieler bekundet. „Mit dem Gedanken ins Ausland zu wechseln, habe ich schon gespielt. Doch ich möchte ganz gerne in Deutschland bleiben“, sagte das torgefährliche Talent, das schon mit sechs Jahren aus Kurdistan nach Hannover gekommen ist. Hier begann beim MTV Groß Buchholz seine Karriere. Mawlud würde auch gern im U 23-Team eines Bundesligisten dem runden Leder nachjagen. „Ich hoffe, dass in zwei, drei Wochen die Entscheidung fallen wird, wo ich künftig spiele“, blickt er positiv nach vorn.

Doch momentan schwirren Jwtiar Mawlud sportlich ganz andere Dinge durch den Kopf. Denn vom irakischen Fußball-Verband hat er eine Einladung zur Sichtung der A-Nationalmannschaft erhalten. Der ehemalige Bremer Bundesligaspieler Wolfgang Sidka, der seit August 2010 als Trainer im Irak tätig ist, plant eine völlig neuformierte Nationalelf auf die Beine zu stellen. Dabei setzt Sidka vor allem auf junge Talente, die in Europa aktiv sind. „14 Spieler aus verschiedenen europäischen Ländern hat der Trainer eingeladen“, sagt der junge Mann mit Torinstinkt, der in der kurdischen Stadt Sulaimaniyya geboren wurde. „Da war ich schon mächtig stolz, als die Einladung ins Haus flatterte“, erinnert er sich gern. „Das wäre ein Traum, bei der WM-Qualifikation und der Asien-Meisterschaft im Trikot der irakischen A-Nationalmannschaft auflaufen zu können“, blickt der Ex-Preußenspieler mit der nötigen Portion Optimismus nach vorn. Viel Glück wünscht ihm für seinen Auftritt im Irak auch Thomas Fenske. Der ehemalige Hamelner Co-Trainer kennt ihn als „technisch versierten und torgefährlichen Spieler“.



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