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Fußball-Kreisliga: Torwart-Oldie Kriks glänzt beim Salzhemmendorfer 3:2-Sieg

„Matze“, der Preußenschreck

HAMELN-PYRMONT. Auch in Salzhemmendorf werden kleine Fußball-Märchen geschrieben. Quasi aus dem Nichts zum Hauptdarsteller avancierte hier Matthias Kriks. Eigentlich hatte der bereits 47-jährige Torhüter seinen geliebten Posten zwischen den Pfosten nach einer langen erfolgreichen Karriere bei diversen Klubs im Landkreis schon aufgeben. Wohlgemerkt, nur eigentlich, denn plötzlich stand der Routinier nun doch wieder auf der Salzhemmendorfer Linie. Und das auch noch im Kreisliga-Kracher gegen Titelfavorit FC Preußen Hameln, für den er einst selbst spielte. Aber wie kam es zu diesem spektakulären Comeback?.

veröffentlicht am 14.08.2016 um 16:17 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:12 Uhr

Roland Giehr

Autor

Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

„Ich wollte Blau-Weiß nur als Torwarttrainer helfen, aber da die Personalsituation sehr angespannt war, bin ich eben noch mal eingesprungen“, erklärt Matthias Kriks. Ein Glücksfall für Trainer Oliver Bock, denn der erfahrene Keeper zahlte das in ihn gesetzte Vertrauen mit einer überzeugenden Leistung zurück und wurde beim 3:2 (2:0)-Sieg zum Preußenschreck. Gleich mehrfach brachte er die Hamelner Angreifer zur Verzweiflung und rettete dann kurz vor Schluss mit einer Glanztat gegen 07-Torjäger Maximilian Magerkurth auch noch den Dreier über die Runden. Und wie fühlt sich ein 47-Jähriger nach 90 anstrengenden Minuten im Kreuzfeuer? „Ganz ehrlich. Nach den intensiven Einheiten beim Torwarttraining war ich schon kaputter. Natürlich zwickt es ein bisschen hier und ein bisschen da, aber sonst geht es“, hakte „Matze“, wie er liebevoll von allen genannt wird, sein Comeback überaus zufrieden ab. Selbst ein paar kleinere Schwierigkeiten mit den neuen Bällen, die „irgendwie anders fliegen“ und ein Patzer beim zweiten Preußen-Tor („Ganz klar mein Fehler“) konnten seinen starken Auftritt nicht schmälern.

Tatkräftig unterstützt wurde der Oldie dabei von einer zuverlässigen Abwehr, die „einen tollen Job gemacht hat“. Aber auch im Vorwärtsgang war Blau-Weiß lange Zeit die dominierende Mannschaft und führte deshalb auch durch die Treffer von Lennart Scholz (9.) und Yannik Kassubek (20./60.) verdient mit 3:0. Dass es nicht noch mehr wurde, lag in erster Linie an Marcin Karpiczak. Auch der Preußen-Torhüter erwischte einen Glanztag und kassierte dafür viel Lob von seinem Gegenüber. „Der hat richtig stark gehalten. Ohne ihn hätte 07 noch klarer verloren“, stellte Kriks fest. Erst im Endspurt kamen die Hamelner dann doch noch auf Touren und durch die eingewechselten Daniel Schütten (70.) und Özkan Ünsal (75.) auch zu zwei Treffern. Mehr ließ „Matze“ aber nicht zu.

Und wie geht‘s nun weiter mit dem Torhüter-Denkmal? „Ich lasse mich mal überraschen, habe aber kein Problem damit, wieder in die zweite Reihe zu rücken, wenn die Personalsituation besser ist“, stellt sich Matthias Kriks ganz in den Dienst der Mannschaft.

Obwohl es nun wieder ein kleines bisschen juckt und am kommenden Wochenende das nicht minder brisante Duell bei seinem anderen Ex-Klub WTW Wallensen wartet. Dass er gerne dabei wäre, dürfte kein Geheimnis sein.

Tore: 1:0 Lennart Scholz (9.), 2:0 Yannik Kassubek (20.), 3:0 Kassubek (60.), 3:1 Daniel Schütten (70.), 3:2 Özkan Ünsal (75.)



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