weather-image
24°
×

Torhüter, Trainer und Politiker: Emmerthaler Koch ein echter Hans Dampf in allen Gassen

„Matze“ der Macher – nur ein Job ist kein Job

Mal steht er im Fußballtor, mal im Handballtor – oder er sitzt einfach nur. Und zwar als CDU-Politiker im Emmerthaler Gemeinderat. Matthias Koch ist der Herr der „Jobs“, ein echter Hans Dampf in allen Gassen. Langeweile ist für ihn ein Fremdwort und ein prall gefüllter Terminkalender noch lange kein Hindernis.

veröffentlicht am 31.10.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:43 Uhr

Roland Giehr

Autor

Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

„Alles eine Frage der Organisation“, meint der 30-jährige Tausendsassa, der ganz nebenbei auch ein abgeschlossenes Magisterstudium in Politik und Geschichte vorweisen kann und das Internetportal Awesa betreibt. Aktion muss eben sein für einen, der im Sternzeichen Löwe geboren ist. Und wen wundert es? „Matze“, der Macher kann auch Trainer.

Natürlich gleich im Doppelpack. Wenn schon, denn schon – und Koch scheut sich auch nicht davor, als Frauencoach beim abstiegsbedrohten Landesligisten Inter Holzhausen absolutes Neuland zu betreten. Wie es im Herrenbereich läuft, weiß der bekennende Werder-Fan als Trainer von Emmerthals dritter Garnitur bereits zur Genüge. Auch im Juniorenbereich war er schon tätig.

Doch bei den Fußball-Amazonen gehen die Uhren noch ein wenig anders. „Hier ist wesentlich mehr Fingerspitzengefühl gefragt“, weiß Koch und freut sich auf die gewiss nicht einfache Aufgabe an der Pyrmonter Bahnhofstraße. Dass der Zug dort schon jetzt im Hinblick auf den Klassenerhalt abgefahren ist, sieht der Vieljobber nicht so, auch wenn sein Debüt beim 0:6 in Bückeberge in die Hose ging. „Wir lassen uns nicht verrückt machen, sondern werden in aller Ruhe versuchen, step by step etwas zu verbessern. Es ist noch vieles möglich“, haben sich Koch und sein Assistent Hendrik Scheel auf die Fahnen geschrieben. Auch mit der Rückkehr von der Torjägerin Jennifer Reinhold, die nach ihrem Kreuzbandriss bereits wieder im Lauftraining ist, verbindet der neue Inter-Coach große Hoffnungen. Ihr Comeback steht aber weiter in den Sternen und wird wohl erst nach der Winterpause Realität werden. Und in der ruht bekanntlich der Fußball – und Matthias Koch hätte so wieder ein paar Kapazitäten frei für einen weiteren Job. Wie wäre es denn mit einer Rückkehr ins Emmerthaler Handball-Tor? Vor zwei Jahren sprang er schon einmal für den nun erneut verletzten Sascha Krannich ein. „Ich hätte es wieder gemacht, aber die TSG hat eine bessere Lösung gefunden“, klärt „Matze“ auf. Trotzdem gibt es in Sport und Politik noch viel zu tun, und Koch wird es anpacken.

Vielleicht agiert er auch mal als Center beim Basketball-Viertligisten VfL Hameln. Die Größe dafür hätte er mit 1,98 Meter jedenfalls. „Nur beim Zurücklaufen hapert‘ s“, witzelt er. Und in der Politik bliebe eigentlich noch das Amt des Bundeskanzlers ...



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2021
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige