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Trainerwechsel ein Glücksfall

Marathon-Mann Marahrens macht Afferde Beine

New York, Boston, Lissabon oder Köln. Axel Marahrens kennt sie alle, die Marathonstrecken rund um den Globus. Doch sein schwerstes Rennen absolvierte der Ausdauersportler quasi vor der Haustür in Afferde. Und das mit Bravour, denn der Marathon-Mann aus Hameln rettete die Eintracht nach einer tollen Aufholjagd in der Rückserie vor dem Abstieg aus der Fußball-Kreisliga.

veröffentlicht am 16.05.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:47 Uhr

Roland Giehr

Autor

Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

Als er in der Winterpause die vermeintliche „Mission impossible“ von Stefan Siekmann übernahm, war Afferde mit neun Punkten Vorletzter. Nun schlagen 22 Zähler und Platz 13 zu Buche. Klassenziel zwei Spieltage vor Saisonende erreicht, Eintracht-Herz, was willst Du mehr?

Eigentlich wollte Marahrens, der bereits 1984 seine A-Lizenz erwarb, nach seiner letzten Station beim DSC Duingen (1992) gar nicht mehr als Chef-Trainer arbeiten und sah sich fast 20 Jahre auch lieber in der Rolle der helfenden Hand im Hintergrund. In Afferde und zwischenzeitlich auch bei Preußen Hameln 07.

Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. So konnte der 58-Jährige den Hilferuf von seinem Klub einfach nicht überhören und wagte wieder den Schritt in die erste Reihe. „Eine Herzensangelegenheit für mich, denn ich habe viele schöne Momente in Afferde erlebt. Dieser tolle Verein darf einfach nicht absteigen“, war Marahrens von Beginn an mit Feuereifer dabei und erwies sich als absoluter Glücksfall.

Mit neuer Taktik, personeller Frischzellen-Kur und einigen intensiven Trainingseinheiten mehr wurde das sportliche Übel beim Schopfe gepackt. Obwohl der Coach lieber mit einer Viererkette spielt, kehrte er notgedrungen zum Libero zurück und sah sich dadurch in der neuen Stabilität seiner Abwehr bestätigt. „Das ging einfach nicht anders“, erklärt Marahrens.

Entscheidend auf dem Weg zur Rettung war allerdings die Blutauffrischung durch die A-Junioren. Mit Julian Koch, Marco Koch, Philipp Thiemer, Fabian Kentsch und Jonathan Tönebön kam neuer Schwung in die müden Eintracht-Reihen. Einen Schub bekam so auch Samir Bajrami, der trotz vieler Angebote weiterhin in Afferde auf Torjagd gehen will. Ob Axel Marahrens sein Trainer bleibt, steht in den Sternen. „Ich weiß es noch nicht“, meint der Marathon-Mann, und denkt vielleicht schon ein kleines bisschen wieder an die 2. Reihe ...

Mit ihm kam die Rettung: Interimstrainer Axel Marahrens schaffte mit Eintracht Afferde nach einer starken Rückserie den Klassenerhalt in der Fußball-Kreisliga.

Foto: nls



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