weather-image
20°
×

Hamelnerin erlebt auch das Halbfinale in Old Trafford live

Mailand oder Manchester – Schalke-Fan Petra ist dabei

Fußball. „Blau und Weiß, wie lieb ich Dich, Blau und Weiß, verlass mich nicht.“ Das Schalke-Virus erwischte Petra Nawroth zwar erst 2006, dann aber richtig. Seitdem ist die Hamelnerin Dauergast bei den Spielen der Königsblauen. Egal, ob in der Bundesliga oder der Champions League, kein Weg ist der 43-Jährigen zu weit. Nach Tel Aviv, Valencia und Mailand durfte nun natürlich auch nicht die Reise nach Manchester fehlen.

veröffentlicht am 06.05.2011 um 15:39 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:55 Uhr

Roland Giehr

Autor

Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

Zwar wieder ein paar Urlaubstage futsch, aber gelohnt hat sich der Trip auf die Insel allemal. „Old Trafford war ein tolles Erlebnis, ein unvergesslicher Tag. Auch wenn es für Schalke 04 nicht gereicht hat. Manu war einfach zwei Klassen besser“, beschreibt Petra Nawroth ihre Eindrücke vom 1:4 im Halbfinalrückspiel, die sie mit 3000 stimmgewaltigen Schlachtenbummlern aus Gelsenkirchen teilte. „Beim Anfeuern haben uns die Engländer allerdings nichts vorgemacht. Die haben nur bei den Toren gejubelt. Sonst war Ruhe“, wunderte sich die Hamelnerin. Insgesamt 32 Stunden Busfahrt und rund fünf Stunden Autofahrt von Hameln nach Gelsenkirchen hatte Petra Nawroth für die 90 Minuten im „Theater der Träume“ in Kauf genommen. Und am Anfang auch noch ein wenig auf „das Unmögliche“ gehofft, wie sie zugab. Das hatte sie zuvor allerdings schon beim Schalker Jahrhundertspiel in Mailand erlebt und vor lauter Freude gleich ein paar Tage Urlaub in Italien drangehängt. „Das war der helle Wahnsinn“, schwärmt sie immer noch vom 5:2-Triumph. Dass sie von ihren Kollegen bei der Kreisverwaltung wegen ihrer Schalke-Liebe belächelt wird, stört sie nicht. Auch nicht, dass sie ihre Freunde für „verrückt“ halten. „Alle Schalker, die ich kennengelernt habe, sehen es als das Normalste der Welt an. Also bin ich eine der normalsten Frauen auf der Welt“, kontert sie. Und sitzt heute schon wieder in der Veltins-Arena auf der Tribüne, wenn Königsblau gegen Mainz spielt. Und wen wundert’s, natürlich auch am 21. Mai beim Pokalfinale in Berlin.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2021
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige