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Demirkayas Kopfstoß hat ein Nachspiel: Emmerthaler will bei der Polizei Anzeige erstatten

Magaschütz: „Das war Körperverletzung“

Was den üblen Kopfstoß von Lachems Kreisligakicker Baris Demirkaya beim Hilligsfelder TBH-Cup angeht, versteht Emmerthals Daniel Magaschütz überhaupt keinen Spaß: „Das war Körperverletzung, deshalb werde ich bei der Polizei gegen ihn Anzeige erstatten“, kündigte Magaschütz gegenüber der Dewezet-Sportredaktion an.

veröffentlicht am 20.12.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 13.01.2017 um 08:58 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

„Im ersten Augenblick habe ich echt gedacht, dass meine Nase gebrochen ist. Das hat ganz schön gescheppert und heftig geblutet.“ Warum Demirkaya plötzlich so ausgerastet ist, ist Magaschütz ein Rätsel: „Was genau passiert ist, habe ich erst gar nicht so genau mitbekommen. Das habe ich erst später alles im Internet-Video gesehen.“

Wenige Sekunden vor Schluss kochten bei der Partie zwischen dem SV Lachem und der TSG Emmerthal (3:4) die Emotionen über, denn beiden Teams drohte das Vorrunden-Aus: „Als Soner Aslan die Ecke ausführen wollte, habe ich mich vor den Ball gestellt, weil ich unseren Sieg unbedingt über die Zeit retten wollte. Ein Punkt hätte uns zum Weiterkommen nämlich nicht gereicht“, schildert Magaschütz seine Sicht der Dinge. Er sei völlig baff gewesen, als plötzlich jemand hinter seinem Rücken auftauchte und ihm eine Kopfnuss verpasste. Dass Demirkaya der Übeltäter war, überraschte ihn nicht: „Er hat mich schon während des Spiels als Hurensohn beschimpft“, sagt Magaschütz. „Demirkaya hat sich bis heute bei mir noch nicht einmal entschuldigt. Das wäre das Mindeste gewesen.“ Seine Nase tut zwar immer noch weh, „aber es ist zum Glück nur eine Prellung“. Und die hat Magaschütz offenbar gut weggesteckt, denn am Sonntag streifte er sich schon wieder das grün-weiße Trikot über. Dass er Demirkaya angeblich zuvor provoziert haben soll, ist laut Magaschütz „absoluter Blödsinn“. Reinhard Feyer, Vorsitzender des Sportgerichtes, wollte sich gestern auf Anfrage der Dewezet nicht dazu äußern, ob Demirkaya, der für seinen Kopfstoß keine Rote Karte sah, weil sich die Tätlichkeit offenbar hinter dem Rücken des Schiedsrichters ereignete, eine Sperre droht: „Ich habe von dem Vorfall beim TBH-Cup, von dem es angeblich ja auch ein Video geben soll, erst aus der Zeitung erfahren. Deshalb kann ich dazu noch nichts sagen.“ Nur so viel: „Das Sportgericht kann von sich aus nicht ermitteln.“ Konkreter äußerte sich Kreisschiedsrichter-Boss Michael Rieke: „Wir müssen abwarten, wie der Schiedsrichter den Sachverhalt in seinem Bericht schildert. Davon hängt das weitere Verfahren ab.“ Selbst wenn der Referee den besagten Vorgang auf dem Spielfeld selbst nicht gesehen haben sollte, „gehe ich davon aus, dass er die Verletzung des Spielers im Spielberichtsbogen vermerkt hat“. Dass ein Spieler aufgrund eines Videobeweises nachträglich einer Tätlichkeit überführt und vom Sportgericht gesperrt werden kann, hält der Kreisschiedsrichter-Boss „durchaus für möglich“. Es wäre die erste Sperre auf Kreisebene aufgrund eines Videobeweises.



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