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Fußball-Bezirksliga: Halvestorf ist Rote Laterne los – Frust bei Preußen 07 nach 0:3-Derbypleite

„Maaß-Arbeit“ im Abstiegskampf

BEZIRK HANNOVER. Das war „Maaß-Arbeit“ im Abstiegskampf: Die SSG Halvestorf ist nach dem 3:0 im Keller-Duell gegen Preussen Hameln 07 in der Bezirksliga-Staffel 3 die Rote Laterne los. Dank der Tore von Julian (2) und Sascha Maaß.

veröffentlicht am 05.11.2017 um 18:50 Uhr

Halvestorfer Jubel-Trio: Sascha Maaß, Nicolas Dreier und Julian Maaß. Foto: nls
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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite
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Irgendwie passte das nasskalte Schmuddelwetter zu diesem „Not gegen Elend“-Derby. Die dunklen Wolken am Himmel und der Regen sorgten den ganzen Tag über für triste Stimmung. Der leichte Wind, der am Sonntagnachmittag über den grünen Kunstrasenplatz am Tönebönweg wehte, sorgte für den passenden Novemberblues. Denn sowohl beim FC Preussen Hameln 07 als auch beim bisherigen Schlusslicht SSG Halvestorf herrschte nach der bisher trostlosen Hinrunde Herbstdepression. Das einzige wirksame Rezept dagegen, war ein Derbysieg. Denn beide Teams schweben in der Bezirksliga-Staffel 3 in akuter Abstiegsgefahr – und müssen punkten. Egal, wie.

Der Druck des Gewinnenmüssens war groß. Das merkte man beiden Teams auch an. Nachdem Schiedsrichter Marius Schäfer um kurz nach 14 Uhr die Partie angepfiffen hatte, folgten 90 Minuten Kampf und Krampf – und heftige Fouls en masse. Das war Abstiegskampf pur!

Am Ende konnten sich die frustrierten Preussen bei ihrem Torwart Daniel Hake bedanken, dass sich die 0:3 (0:2)-Niederlage in Grenzen hielt. Die Halvestorfer waren das ganze Spiel über klar überlegen und hätten aufgrund der vielen Torchancen eigentlich viel höher gewinnen müssen. Ohne ihren Torjäger Sebastian Latowski waren die Preussen im Angriff erschreckend harmlos. SSG-Keeper Fabian Moniac bekam im ganzen Spiel nur einen ungefährlichen Schuss von Seyhmus Karaylian (25.) aufs Tor. Das war´s.

Maximilian Magerkurth fiel nur durch seine gelb-rote Karte auf, die er in der 70. Minute kassierte. Cezar Parashiv, der zweite Preussen-Stürmer, so gut wie gar nicht. Die Ideen- und Konzeptlosigkeit der harmlosen Preussen nutzten die Halvestorfer eiskalt aus. Nach einer Günzel-Ecke köpfte Julian Maaß erst das umjubelte 0:1 (13.). 90 Sekunden später staubte Sascha Maaß – nach Vorlage seines Bruders – zum 0:2 (15.) ab. Nach 45 Minuten hätte es auch 0:5 stehen können, wenn 07-Keeper Daniel Hake nicht so klasse gehalten hätte. „So darf man sich in einem Derby nicht präsentieren. Das geht gar nicht“, ärgerte sich Preussen-Urgestein Thomas Stöck in der Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel wurde es nicht besser. Halvestorf gab weiter den Ton an. Und spätestens als Julian Maaß, der zuvor im Strafraum gefoult wurde, den Strafstoß zum 0:3 (51.) verwandelte, ging es für die Preussen nur noch um Schadensbegrenzung. Dank weiterer Glanzparaden von Hake blieb es beim 0:3.

Nach dem Schlusspfiff war Preussen-Manager Toni Kierakowitz sprachlos, denn 07 präsentierte sich wie ein potenzieller Absteiger: „Und das in einem Derby mit Endspielcharakter.“ Auch 07-Trainer Ansgar Stelzer war maßlos enttäuscht: „Wir dürfen jetzt den Kopf nicht in den Sand stecken. Es geht weiter, die Saison ist noch lang.“

Doch wenn die Preussen nicht langsam ihre Talfahrt stoppen, drohen sie schon vor der Winterpause den Anschluss zu verlieren. Während die Hamelner durch das 0:3 gegen die SSG auf einen Abstiegsplatz rutschten, kletterten die punktgleichen Halvestorfer, die vier Spiele weniger als 07 absolviert haben, aufgrund des besseren Torverhältnisses auf den Relegationsplatz. „Das war ein wichtiger Sieg. Wir haben erstmals über 90 Minuten gut gespielt und endlich auch mal auswärts gepunktet“, war Trainer René Hau nach dem ersten Auswärtssieg der Saison sichtlich erleichtert. „Ich habe schon im Training gespürt, dass die Jungs heiß sind und das Derby unbedingt gewinnen wollten.“

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