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Hamelns Eisenbahner nehmen in der 3. Kreisklasse langsam wieder Fahrt auf

„Lok“ lebt und wartet auf das erste Tor

Hameln. Signal auf Grün – „Lok“ lebt! Der Abschied vom Abstellgleis kam schneller als erwartet. Im April noch scheinbar perspektivlos, nehmen Hamelns kurzfristig eingerostete Eisenbahner nun langsam wieder Fahrt auf und wagen einen Neustart in der 3. Fußball-Kreisklasse. Der damalige vorzeitige Rückzug aus dem Spielbetrieb der 2. Kreisklasse ist Geschichte – nun soll es wieder vorwärts gehen beim Traditionsklub vom Tönebönweg.

veröffentlicht am 02.09.2014 um 18:03 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 20:41 Uhr

Für die ersten Schritte aus dem Tal der Tränen sorgte vor allem der neue Eintracht-Spartenleiter und Trainer Vedat Ilgay. Er setzte die stillgelegte Lokomotive bei seiner Amtsübernahme im Juni gleich wieder unter Dampf und machte per Telefon auch das nötige Personal mobil. Und der Dauer-Einsatz des 37-jährigen Nachfolgers von Markus Junga, der nicht mehr kandidierte, lohnte sich. „Drei Akteure waren noch übrig, nun haben wir einen Kader von 22 Spielern. Das kann sich doch sehen lassen“, freut sich Ilgay über die sportliche Wiedergeburt der ESV-Herren.

Da stört ihn auch nicht die magere Ausbeute von 0:15 Toren und null Punkten nach zwei Punktspielen. Denn auch er weiß: Irgendwann wird das ersehnte erste Tor für Kapitän Süleyman Bilen und Co. fallen, und auch der Premierensieg gelingen. Schon am Sonntag im Heimspiel gegen Wallensen II könnte es vielleicht so weit sein. Wenn nicht, auch kein Problem, denn der ESV-Trainer denkt schon viel weiter.

„Die hohen Niederlagen spielen noch keine Rolle. Die waren von uns im Vorfeld einkalkuliert. Ich setze aber auf die Rückrunde, da werden wir einige Teams noch richtig ärgern können“, investiert Vedat Ilgay viel Vertrauen in seine Mannschaft. Bis dahin liegt aber noch einiges an intensiver Trainingsarbeit vor ihm, schließlich muss sich sein neu formierter Kader erst einmal finden und vor allem große konditionelle Defizite ausgemerzt werden. „Viele meiner Spieler waren über einen längeren Zeitraum gar nicht mehr aktiv. Manche sogar einige Jahre. Da fehlt es noch an allen Ecken und Enden. Aber das Potenzial ist zweifellos da“, blickt Ilgay hoffnungsvoll in die sportliche Zukunft. Die 3. Kreisklasse soll dabei aber nicht unbedingt Endstation für Hamelns Eisenbahner bleiben. „Irgendwann aufsteigen wollen wir schon“, so der Coach. ro



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