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Formcheck vorm Landesliga-Derby: Tündern empfängt Bad Pyrmont auf Kunstrasen

Loges gegen Kramer – das Torjäger-Duell

Hameln-Pyrmont. Es ist für beide Teams das erste und vielleicht wichtigste Spiel der Rückrunde: das Landesliga-Derby zwischen dem HSC Blau-Weiß Tündern und der SpVgg. Bad Pyrmont. Wenn sich am Samstag (16 Uhr) beide Teams auf dem Hamelner Kunstrasenplatz gegenüberstehen, geht es um wichtige Punkte im Klassenerhaltungskampf. Wir beantworten vor dem Hameln-Pyrmonter Prestige-Duell die wichtigsten Fragen.

veröffentlicht am 22.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 15:21 Uhr

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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite

Wer ist Favorit? Einen klaren Favoriten gibt es nicht. Das bestätigen auch die bisherigen Derby-Ergebnisse. Tündern hat Pyrmont mit 2:1 aus dem Bezirkspokal gekegelt, dafür hat die SpVgg. das Hinrunden-Duell durch einen Dreierpack von Christopher Loges mit 3:2 gewonnen. Im Rückspiel werden die Karten neu gemischt. Weil Tündern zu Hause stärker ist als Pyrmont auswärts, stehen die Chancen 60:40 Prozent. Mit einem Remis könnten wohl beide Teams ganz gut leben.

Wer spielt, wer nicht? Personell sieht es bei beiden Teams ganz gut aus: Tündern kann voraussichtlich in Bestbesetzung spielen. Bei Pyrmont ist Tim Tyler nach seiner Rotsperre wieder dabei. Und auch einem Comeback von Spielertrainer Philipp Gasde, der zuletzt aufgrund eines Zehenbruchs pausieren musste, aber schon wieder mittrainiert, steht nichts mehr im Wege.

Ist es ein Nachteil für Bad Pyrmont, dass Tünderns Heimspiel auf Kunstrasen stattfindet? Nein. Im Pyrmonter Kader stehen mit Stefan und Sebastian Schmidt, Daniele Luggeri, Steve Diener und Anatoli Deck fünf ehemalige Spieler von Preußen Hameln, die aus ihrer Zeit bei 07 den Hamelner Kunstrasenplatz aus dem Effeff kennen. Außerdem absolvierte Gasde gestern Abend mit Pyrmonts Kickern noch eine Trainingseinheit auf Kunstrasen.

Zurzeit in Topform: Lukas Kramer (HSC BW Tündern). nls

Wer ist besser in Form? Ganz klar: Tündern. Mit dem sensationellen 7:1-Heimsieg gegen den Tabellen-3. Bavenstedt polierte die Motzner-Elf die eindrucksvolle Hinrundenbilanz noch einmal auf. Mit 23 Punkten ist Tündern Fünfter, damit hatte vor Saisonbeginn wohl niemand gerechnet, nachdem im Sommer mit Torjäger Robin Tegtmeyer und Innenverteidiger Yves Hackl (beide zur SG 74) zwei Leistungsträger den Verein verlassen hatten. Trotzdem war nicht alles Gold, was glänzt: Piontek & Co. leisteten sich auch einige katastrophale Auftritte – wie unter anderem bei der 0:5-Heimpleite gegen Neuhof. Im Gegensatz zu Tündern blieb die SpVgg. Bad Pyrmont bisher meilenweit hinter den Erwartungen zurück. Die Gasde-Elf startete als Aufsteiger mit zwei Siegen und einem Remis zwar gut in die Saison. Doch dann folgte eine lange Durststrecke mit nur drei Punkten aus zehn Spielen. Statt wie geplant um einen einstelligen Tabellenplatz mitzuspielen, leuchtete in Pyrmont zwischenzeitlich sogar die rote Laterne. Zuletzt lief es zwar wieder etwas besser, aber auch nach dem 4:4 in Pattensen und dem 2:1 in Alfeld steht der Tabellen-13. mit 14 Punkten weiter auf einem Abstiegsplatz. Die Formkurve der Pyrmonter zeigt aber wieder nach oben. Der Klassenerhalt ist trotz der mageren Hinrunden-Bilanz noch möglich. Wie es geht, hat Tündern in der vergangenen Saison vorgemacht.

Wer ist torgefährlicher? Pyrmont hat mit Christopher Loges (bisher 13 Saisontreffer) zwar den Top-Torjäger in seinen Reihen, aber auch Tünderns Sturm-Duo, Lukas Kramer (11 Treffer) und Edward Urich (9), sind zurzeit in Topform.

Welches Team hat die stabilere Abwehr? Die Abwehr ist aufgrund des oft viel zu passiven Zweikampfverhaltens Pyrmonts Sorgenkind. Das belegt auch die Statistik. Die Gasde-Elf hat es bisher nicht ein einziges Mal geschafft, zu Null zu spielen. Das sagt schon alles. Obwohl Bad Pyrmont mit Stefan Schmidt einen der besten Keeper der Landesliga zwischen den Pfosten hat, kassierte die SpVgg. in 15 Spielen schon 39 Gegentore. Eine schlechtere Bilanz hat in der Landesliga nur noch Mühlenfeld mit 45 Gegentoren. In der vergangenen Bezirksliga-Saison, als Pyrmont Meister wurde, war die starke Defensive (nur 21 Gegentore in 28 Spielen) noch der Schlüssel zum Erfolg. Aber auch die Tünderaner Abwehr um Klasse-Keeper Sebastian Kelle wirkte in dieser Saison oft alles andere als sattelfest, was die 31 kassierten Gegentore auch belegen.



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