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Fußball: Preussen-Manager Toni Kierakowitz hofft, dass sich das 2:9-Debakel nicht wiederholt

Leistenprobleme! Preussens Torjäger Latowski fällt aus

BEZIRK HANNOVER. Schock für Fußball-Bezirksligist FC Preussen Hameln 07: Im Kampf um den Klassenerhalt fällt Torjäger Sebastian Latowski (11 Saisontore) aufgrund von Leistenproblemen erst einmal aus.

veröffentlicht am 26.10.2017 um 18:18 Uhr

Fällt mit Leistenproblemen aus: Preussens Torjäger Sebastian Latowski (Mitte). Foto: awa
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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite
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Die peinliche 2:9-Pleite des Fußball-Bezirksligisten FC Preussen Hameln 07 am vergangenen Sonntag in Gehrden hat Manager Toni Kierakowitz immer noch nicht ganz verdaut: „Das war der schwärzeste Tag, seitdem ich sportlicher Leiter bei Preussen bin. Ich hoffe, dass sich so etwas in dieser Saison nicht noch einmal wiederholt.“ Das gilt auch für sein Comeback als Spieler. Die Personalnot der Preußen war am vergangenen Spieltag so groß, dass Kierakowitz in der 80. Minute für David Engelbrecht eingewechselt wurde.

Ich möchte weder in der Startelf stehen noch einmal eingewechselt werden.

Toni Kierakowitz, Manager des FC Preussen Hameln 07

Eigentlich hatte der 31-jährige 07-Manager seine Fußball-Karriere vor acht Jahren beim damaligen Bezirksoberligisten SF Ricklingen beendet und anschließend noch ein paarmal „just for fun“ für den TSV Hamelspringe gekickt. Ein Comeback als Fußballer kam für Kierakowitz eigentlich nicht mehr infrage, aber man soll bekanntlich niemals nie sagen: „Ich hoffe, dass das eine einmalige Geschichte war. Ich möchte weder in der Startelf stehen noch einmal eingewechselt werden.“ Die letzten zehn Minuten, die Kierakowitz bei der 2:9-Pleite auf dem Kunstrasen in Gehrden hautnah miterlebte, müssen grausam gewesen sein: „Wir können froh sein, dass wir nicht zweistellig verloren haben.“ Denn Gehrden habe noch dreimal die Latte getroffen.

Den Grund für das Debakel kann sich Kierakowitz bis heute nicht erklären. Auch Hamelns ehemaliger Oberligatrainer Alexander Kiene, mit dem Kierakowitz am Mittwoch beim Regionalliga-Spiel der U21 von Hannover 96 gegen den VfB Lübeck war, habe ihn gefragt, wie das passieren konnte. Zumal bei Preussen sechs ehemalige Ober- und Regionalligaspieler dabei waren. Seine Antwort: „Ich kann mir die Auflösungserscheinungen auch nicht erklären.“

Toni Kierakowitz Foto: mo
  • Toni Kierakowitz Foto: mo

Latowski-Schock: 07-Torjäger fällt aus

Fest steht für Kierakowitz, dass für die sportliche Talfahrt nicht die Trainer verantwortlich sind: „Ansgar Stelzer und Gaetano Bartolillo machen einen super Job. Deshalb stellt sich für mich auch nicht die Trainerfrage.“ Das Gerücht, dass er mit Springes Trainer Ricardo Díaz García über ein mögliches Engagement als Trainer gesprochen habe, dementierte der 07-Manager prompt: „Da ist nichts dran“, versichert Kierakowitz. Vor dem schweren Heimspiel gegen den Tabellenfünften SV Arnum (So., 15 Uhr) kann 07 angesichts der prekären Lage eine Trainerdiskussion auch nicht gebrauchen. Denn bei einer weiteren Niederlage droht ein Abstiegsplatz. Das weiß auch Kierakowitz: „Jedes Spiel ist jetzt ein Sechs-Punkte-Spiel. Wir müssen jetzt von Woche zu Woche gucken und unsere Punkte sammeln.“ Dass gegen Arnum mit Torjäger Sebastian Latowski und Torwart Frederik Quindt zwei Startelf-Spieler verletzt ausfallen, macht die sowieso schon schwere Aufgabe nicht leichter. Auch wenn Sönke Wyrwoll, Niclas Meyer, Nils Remmert und der zuletzt rotgesperrte Özkan Ünsal wieder dabei sind. Denn ohne La-towski, der alleine elf der 16 Preussentore geschossen hat, war der 07-Angriff bisher erschreckend harmlos. Deshalb hofft Kierakowitz, „dass bei Maximilian Magerkurth und Cezar Paraschiv endlich der Knoten vor dem Tor platzt“.

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