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Die 1:3-Pleite aus dem Hinspiel wurmt Ramlingens Trainer noch heute / Motzner sicher: Können auch dort was holen

Kurt Becker: „Die Wahrheit über meinen Fast-Rücktritt“

Tündern gegen Ramlingen – da war doch was? Richtig, und zwar am 9. September 2011 auf der Hamelner Kampfbahn. Damals beim überraschenden 3:1-Triumph des HSC im Landesliga-Hinspiel schrieb der Fußball wieder eine seiner tollen Geschichten und lieferte auch gleich noch ein handfestes Gerücht mit. In der Hauptrolle Kurt Becker. Für den Trainer des SV Ramlingen war dies nicht nur ein rabenschwarzer Freitagabend, der seine Laune trotz gefühlter 16 Grad Außentemperatur im Eiltempo unter den Gefrierpunkt sinken ließ, nein, am Ende war er auch noch zurückgetreten. Das Gerücht machte jedenfalls schnell die Runde in Hameln. Doch alles nur Humbug.

veröffentlicht am 01.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:49 Uhr

Roland Giehr

Autor

Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

Vor dem Rückspiel am Sonntag (15 Uhr) klärt Kurt Becker nun auf: „Da bin ich wohl falsch verstanden worden. Wenn es danach geht, dann bin ich in meiner Trainerkarriere schon zwölfmal zurückgetreten. Ich war nach unserer katastrophalen Leistung bedient und habe nur gesagt, das könnte heute mein letztes Spiel gewesen sein. Mehr nicht“, witzelt der einstige Zweitligaspieler von Arminia Hannover. Und weil Becker damals stocksauer sofort die Heimfahrt antrat, fiel auch das vorher versprochene Bierchen mit seinem Trainerkollegen Siegfried Motzner aus. „Das werden wir nun aber hoffentlich am Sonntag nachholen“, meint „Mister Ramlingen“. Mittlerweile 14 Jahre lenkt der 57-Jährige, der als Spieler auch schon für den TuS Celle und TSV Havelse am Ball war, dort die Geschicke auf und neben dem Platz. So viel Konstanz ist auch im Amateurfußball eine absolute Seltenheit. Noch nicht ganz so viele Jahre hat Siegfried Motzner beim HSC Tündern auf dem Buckel, dafür aber genauso viel Ehrgeiz wie Kurt Becker. „Wer den TSV Burgdorf besiegt, kann bestimmt auch beim SV Ramlingen-Ehlershausen was holen“, sieht der einstige Preußen-Torhüter der Sonntag-Aufgabe relativ gelassen entgegen. Den nötigen Respekt vom Kontrahenten hat er schon jetzt. „Der 1:0-Sieg gegen Burgdorf war eine Klasseleistung. Da stand eine Einheit auf dem Platz“, lobte Augenzeuge Becker. Gleichwohl sieht er seine Mannschaft diesmal in der Pflicht. „Wir haben damals alle Chancen leichtfertig vergeben und Tündern hat nur dreimal aufs Tor geschossen. Das passiert uns nicht mehr“, wurmt den Coach die Pleite noch heute. Sollten Motzners Schwalben aber wieder punkten, steht schon jetzt eines fest: Das war bestimmt nicht wieder Beckers letztes Spiel...

Schon 14 Jahre Cheftrainer beim Landesligisten SV Ramlingen-Ehlershausen: Kurt Becker. Foto: nls


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