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Aufstiegs-Rätsel ist schnell gelöst

Kurios: Diese Meister steigen in dieselbe Liga auf

Für Lauensteins Trainer Dietmar Harland ist es ein „komisches Gefühl“. Die Fußballer des Männerturnvereins steigen als Meister der Staffel 1 von der 1. Kreisklasse in die 1. Kreisklasse auf. Gleiches gilt für Rot-Weiß Hessisch Oldendorf, den Meister der Staffel 2. Der Aufstiegs-Wirrwarr ist laut Harland „schon ein bisschen verwirrend“ und für so manchen Fan „schwer zu verstehen“. Viele denken nämlich, dass die Leistungsklasse zur neuen Saison abgeschafft wird. Das ist aber nicht der Fall: Die Leistungsklasse wird lediglich umbenannt. Sie heißt ab Sommer wieder 1. Kreisklasse.

veröffentlicht am 23.05.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 05:21 Uhr

Kurz und bündig: Aus der jetzigen Leistungsklasse wird ab Sommer die neue 1. Kreisklasse, aus der jetzigen 1. Kreisklasse wird die neue 2. Kreisklasse… und so weiter. „Es handelt sich also nicht um eine Spielklassenreform, sondern lediglich um eine Umbenennung“, erklärt Harland, der diesbezüglich auch Tünderns Manager Manfred Lentge beim Kreisliga-Kellerderby der Schwalben-Reserve gegen Klein Berkel aufklärte. Lauensteins Coach hat sich an den Namen Leistungsklasse in den vergangenen Jahren gewöhnt. „Hauptsache, wir sind Meister und steigen auf. Wie die Spielklasse heißt, ist mir völlig egal.“

Übrigens: Es müssen nicht nur die beiden Staffelmeister der 1. Kreisklasse, MTV Lauenstein und Rot-Weiß Hessisch Oldendorf, in den sauren Apfel beißen, sondern auch die drei Staffelmeister der 2. Kreisklasse: FC Preußen Hameln 07, FSV Bad Münder und United Pyrmont. Für United-Boss Samir Mohamad kein Problem: „Dann steigen wir nächste Saison halt noch einmal auf.“ Und auch bei den neuen Preußen ist man mächtig stolz, dass man nur ein Jahr nach dem Knockout der Spielvereinigung Preußen 07 als FC ein tolles Comeback feierte. Unter der Regie von Preußen-Coach Dirk Heyder gelang gleich in der Premierensaison das Meisterstück – quasi von 0 auf 1. Das bisher erste und einzige Preußen-Heimspiel des Jahres 2012 wurde zum Spiegelbild der Machtverhältnisse in der 2. Kreisklasse (Staffel 2): Gegen Preußen konnte kein Team gewinnen, selbst Vizemeister TuS Hessisch Oldendorf II war beim 9:0-Heimsieg des FC total überfordert. Die FSV Bad Münder hätte den Titel fast verspielt – und zwar am grünen Tisch. Aber der Niedersächsische Fußballverband (NFV) hob die zwischenzeitlich ausgesprochene Sperre gegen den Klub im April wieder auf. Was war passiert? Die FSV hatte die vom Kreissportbund (KSB) angeforderten Unterlagen zur jährlichen Mitgliederbestandserhebung auch nach mehrfacher Nachfrage nicht zurückgeschickt. Die Quittung dafür folgte prompt: Wäre die FSV aus dem LSB ausgeschlossen worden, hätte bei Punktspielen kein Versicherungsschutz bestanden. Die Unterlagen wurden inzwischen nachgereicht, somit steht dem Aufstieg nichts mehr im Wege. Und Rot-Weiß Hessisch Oldendorf kann theoretisch sogar noch das Double holen, wenn der Meister auch Kreispokalsieger werden sollte…



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