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Verletzung schlimmer als befürchtet / SSG Halvestorf empfängt SpVgg. Pyrmont zum Bezirksliga-Derby

Kreuzbandriss: Lange Pause für Günzel

Halvestorf. Kreuzbandriss: Als Halvestorfs Mittelfeld-Motor Matthias Günzel am Donnerstag nach der MRT-Untersuchung die Diagnose erfuhr, konnte bzw. wollte er erst nicht wahrhaben, dass die Knieverletzung offenbar schlimmer ist als er selbst befürchtet hat: „Ich glaube da noch nicht so ganz dran, deshalb werde ich mir auf jeden Fall eine zweite Meinung von einem anderen Arzt einholen.“ Das Knie sei zwar noch leicht dick, „aber ich kann auch ohne Krücken laufen“.

veröffentlicht am 04.05.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 18:16 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

Obwohl Günzel in der Bezirksliga einer der meistgefoulten Spieler sein dürfte, ist „Matti“ während seiner Fußball-Karriere bisher von ernsthaften Verletzungen verschont geblieben: „Ich hatte eigentlich nie wirklich was.“ Bis jetzt. Die schwere Verletzung zog sich Günzel am 25. Spieltag beim 6:0-Heimsieg gegen Niedernwöhren zu, als sich der Torschütze zum zwischenzeitlichen 2:0 nach etwa einer Stunde das Knie verdrehte, als er unglücklich im Rasen hängen blieb.

Sollte sich in den nächsten Tagen der Verdacht auf Kreuzbandriss bestätigen, droht dem 27-Jährigen eine lange Pause, die in der Regel zwischen sechs bis neun Monaten dauert. Das bedeutet: Günzel fällt voraussichtlich auch die komplette Hinrunde der neuen Saison aus. Das wäre bitter. Nicht nur für Günzel, auch für Halvestorf. Denn die SSG muss bereits den Weggang von Kapitän Josef Selensky verkraften, der im Sommer – wie berichtet – zur SG Hameln 74 wechselt. Schon in der laufenden Bezirksliga-Saison blieb der Tabellen-10., der als Landesliga-Absteiger zu den Titelfavoriten zählte, hinter den eigenen Erwartungen zurück: „Wir haben zu viele Punkte liegen lassen – auch gegen die vermeintlich leichten Gegner“, sagt Günzel. Eine Ursache dafür sei die mangelhafte Torchancenauswertung. Die sei auch der Grund, für die „sehr ärgerliche“ 2:3-Heimniederlage am Dienstag gegen den FC Springe gewesen: Bis zur 90. Spielminute führten die Halvestorfer zwar mit 2:1, gaben aber in der Nachspielzeit den sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand. „Wir hätten zur Halbzeit schon klar führen müssen. Chancen hatten wir genug“, so Günzel. Wenn die SSG kurz vor dem Ausgleichstreffer der Springer die Chance zum 3:1 genutzt hätte, „gewinnen wir das Spiel“. Doch am Ende stand man mit leeren Händen da.

Dass soll sich am Sonntag, wenn am Piepenbusch in Hope ab 15 Uhr das Derby gegen die SpVgg. Bad Pyrmont steigt, möglichst nicht wiederholen: „Wir wollen die Pyrmonter auf jeden Fall ein bisschen ärgern“, kündigt Günzel an. Doch die Gasde-Elf, die hinter der SG 74 (49 Pkt.) mit 48 Punkten Zweiter ist, will sich im Titelkampf keinen weiteren Ausrutscher erlauben, um den Anschluss nicht zu verlieren.



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