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Kreisliga-TÜV startet heute mit der TSG Emmerthal / Neu-Coach Roddy Quartey hat keine Lust auf Mittelmaß – Ziel sind die Top 5

Kreisliga-TÜV: TSG Emmerthal

In der neuen Saison muss sich etwas ändern! Das stand für Emmerthals Fußball-Chef Karl-Heinz Koch spätestens am Gründonnerstag fest – nach dem blamablen Pokal-Aus der TSG beim Kreisklassenklub Germania Reher.

veröffentlicht am 11.07.2011 um 19:07 Uhr
aktualisiert am 13.01.2017 um 14:00 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

In der neuen Saison muss sich etwas ändern! Das stand für Emmerthals Fußball-Chef Karl-Heinz Koch spätestens am Gründonnerstag fest – nach dem blamablen Pokal-Aus der TSG beim Kreisklassenklub Germania Reher. Es war das i-Tüpfelchen einer verkorksten Saison, vor deren Ende Emmerthals Coach Markus Wienecke, der inzwischen TuS Rohden coacht, wegen Erfolglosigkeit geschasst wurde. Statt um den Titel mitzuspielen, dümpelten die Grün-Weißen wieder einmal im Niemandsland der Kreisliga. Wienecke, der nach seiner Entlassung einen dicken Hals hatte, bekam zu spüren, dass man in Emmerthal keine Lust mehr auf Mittelmaß hat. Dass mit Roddy Quartey jetzt ein anderer Wind an der Emmer weht, ahnten einige Spieler schon, als sich der neue Coach vorstellte: „Einige von euch werden mich bestimmt hassen“, soll der sympathische Coach, der den Ruf genießt hart aber fair zu sein, gesagt haben. „Aber dafür werde ich euch lieben.“

Drei- bis viermal pro Woche müssen die Emmerthaler Kreisligakicker in der Saisonvorbereitung hart trainieren. Auch TSG-Kapitän Murat Bendes hat nach einer der ersten Trainingseinheiten Muskeln gespürt, „von denen ich nicht einmal wusste, dass ich sie habe“. Körperliche Fitness ist für den Trainer das A und O. „Die Jungs haben begriffen, dass sie sich quälen müssen, wenn sie erfolgreich sein wollen.“ Vor den Erfolg haben die Götter bekanntlich den Schweiß gesetzt.

Die Zeiten des Hurra-Fußballs sollen in Emmerthal der Vergangenheit angehören. Weniger Risiko, mehr Ballbesitz. So stellt sich Quartey die Spielweise der Emmerthaler vor. Deshalb stellt der Coach taktisch um: Vor der Dreierkette in der Abwehr sollen zwei „Sechser“ im defensiven Mittelfeld für die nötige Stabilität in der Defensive sorgen. Das hat beim Testkick gegen TuS Hessisch Oldendorf allerdings noch nicht so gut geklappt. In den 90 Minuten hat die Quartey-Elf zwar drei Tore geschossen, aber auch vier kassiert. „Das habe ich mir anders vorgestellt“, gibt Quartey zu, „aber bis zum Saisonstart haben wir ja noch etwas Zeit.“

Kreisliga-TÜV der Dewezet-Sportredaktion

Sein erster Eindruck von dem neuen Team ist durchweg positiv: „In der Mannschaft steckt viel Potenzial. Da sind richtig gute Fußballer dabei, nur taktisch hapert es noch“, so Quartey. Trotz der Abgänge von Marvin Dohme (Lachem), Roman Sfalanga und Matthias Grabowski (beide Amelgatzen) traut er seiner Elf einiges zu. Um das Saisonziel, Platz eins bis fünf, erreichen zu können, wurde der Kader mit Sören Welzhofer, Nils Wetzstein (beide Klein Berkels A-Junioren), Eyüp Cicek (Amelgatzen) und Alexander Strehlow (Flegessen) in der Breite verstärkt.

Die Trainingsbeteiligung ist mit bis zu 36 Spielern momentan so gut, dass es Quartey schon fast zuviel wird: „Den Jungs scheint es richtig Spaß zu machen. Ich war total überrascht, als ich nach dem Training sogar Applaus bekommen habe“, sagt der 51-Jährige, der es noch nicht bereut hat, den Trainerjob übernommen zu haben. Im Gegenteil: „Ich habe Blut geleckt“, gibt der gebürtige Ghanaer zu.



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