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Wenn Dortmund in Berlin das Double holen sollte, ist BVB-Fan Steve Biko Omondi live im Stadion

„Kloppo, darf ich auch den DFB-Pokal küssen?“

Wenn BVB-Fan Steve Biko Omondi Sonntagnacht um zwei Uhr Sebastian Kehl in Dortmund bei McDonald’s getroffen hätte, dann hätte er sie wieder küssen können: die Original-Meisterschale. Denn der Kapitän des neuen und alten deutschen Fußball-Meisters Borussia Dortmund hatte den 25 000 Euro teuren Silberteller beim Burger-Essen dabei. Und wer Steve Biko Omondi kennt, der weiß, dass der 25-jährige Kenianer sich solche Gelegenheiten normalerweise nicht entgehen lässt.

veröffentlicht am 11.05.2012 um 12:00 Uhr
aktualisiert am 12.01.2017 um 22:06 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

Kaum zu glauben, aber wahr. Vor ziemlich genau einem Jahr durfte der BVB-Fan die echte Schale küssen. Für Steve Biko Omondi war das ein unvergesslicher Augenblick: „Das war der absolute Wahnsinn!“ Und auch am Samstag, 17.19 Uhr, war Omondi wieder im Stadion und stimmte nach dem 4:0 gegen Freiburg in den Jubelchor mit ein: „Und schon wieder Deutscher Meister, BVB!“ Wie im vergangenen Jahr auch stürmten auch diesmal wieder Tausende Schwarz-Gelbe von der Südtribüne auf den „Heiligen Rasen“, obwohl „Nobby“ Dickel via Stadionmikro an die Fans appelierte, nicht über die Zäune zu steigen.

Doch bei Steve Biko Omondi und vielen anderen BVB-Fans stieß er auf taube Ohren. Die Dortmunder waren im Rekord-Meister-Rausch (81 Pkt.), jubelten ihren Helden Großkreutz, Götze & Co. zu. Bengalische Feuer, ein schwarz-gelbes Fahnenmeer, Ekstase pur. Doch dass um 17.33 Uhr die Schale oben auf der Tribüne und nicht unten auf dem Rasen bei den vielen treuen BVB-Fans an Kapitän Sebastian Kehl übergeben wurde, war für Steve Biko Omondi und viele andere Dortmunder Fans „ein Schlag ins Gesicht“. Gefeiert wurde trotzdem, sogar mit den Fans des Gegners: „Das war echt cool! Wir haben mit den Freiburgern Party gemacht, Trikots und Schals getauscht.“

Dass Steve Biko Omondi und seine Freundin Jessika („Sie ist seit ihrer Geburt BVB-Fan“) auch morgen beim Pokalfinale gegen Bayern München im Berliner Olympiastadion in der schwarz-gelben Fankurve stehen, versteht sich von selbst. Kurios: „Meine Freundin wurde 1989 geboren – einen Tag vor dem letzten Pokalsieg des BVB.“ Damals, vor 23 Jahren, gewannen die Dortmunder das Finale mit 4:1 gegen Werder Bremen.

Dass die Elf von BVB-Coach Jürgen Klopp auch morgen im DFB-Pokalfinale gegen die Bayern als Sieger vom Platz geht, steht für Steve Biko Omondi fest wie das Amen in der Kirche. Wenn der BVB das Double holt, fragt Steve Biko Omondi „Kloppo“ bestimmt, ob er nach der silbernen Schale jetzt auch den goldenen Pokal küssen darf? Das wäre sein ganz persönliches Double.

Doch dass ihm der BVB-Trainer nachts in Berlin mit Pokal in der Hand über den Weg läuft, glaubt der 25-Jährige nicht. „Wir werden nicht so lange feiern können, weil meine Freundin schwanger ist.“ Eins ist für den werdenden Vater klar: „Egal, ob es ein Junge oder Mädchen wird – es wird ein Borusse.“ Logisch, denn beide Eltern sind leidenschaftliche Dortmund Fans. Und das i-Tüpfelchen wäre für Steve Biko Omondi der angepeilte Geburtstermin: „Eigentlich soll unser Baby ja am 20. September zur Welt kommen, aber ich hoffe, dass es einen Tag füher kommt: am 19.09. – denn 1909 wurde der BVB gegründet.“

Übrigens: Den passenden Schnuller hat der werdende Vater bereits besorgt – natürlich mit schwarz-gelben Vereinswappen vom BVB.

Arm in Arm: BVB-Fan Steve Biko Omondi (links) mit Dortmuns Meister-Coach Jürgen Klopp.

Fotos: privat



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