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Trainer-Weckruf: „Wer jetzt nicht mitzieht, guckt zu“

Klein Berkel am Boden – was geht noch, Herr Biester?

Fußball. Alarmstufe Dunkelrot in Klein Berkel – erstmals in dieser Saison steht der TSV auf einem Abstiegsplatz in der Bezirksliga. Und es sieht im Moment irgendwie nicht danach aus, als wenn sich daran etwas an der Humme ändern könnte.

veröffentlicht am 12.04.2011 um 18:21 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:55 Uhr

Roland Giehr

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Sportredakteur zur Autorenseite

Fußball. Alarmstufe Dunkelrot in Klein Berkel – erstmals in dieser Saison steht der TSV auf einem Abstiegsplatz in der Bezirksliga. Und es sieht im Moment irgendwie nicht danach aus, als wenn sich daran etwas an der Humme ändern könnte. Der von der Mannschaft im Winter gewünschte Trainerwechsel ist längst verpufft, denn auch Harland-Nachfolger Holger Biester hat dem Team noch nicht die nötige Ernsthaftigkeit vermitteln können, die man braucht, um im Kampf um den Klassenerhalt zu bestehen. Sechs Spiele, ein Punkt – eine Erfolgsbilanz sieht gewiss anders aus. „Es ist fünf vor zwölf, wer es jetzt noch immer nicht begriffen hat, dem kann ich auch nicht mehr helfen“, startet der engagierte TSV-Coach seinen Weckruf aus der Lethargie. Was er meint, ist klar: In den restlichen neun Begegnungen will er von seinen Mannen Kampf, Einsatz und Willen sehen. Dann klappt das auch mit dem erhofften Klassenerhalt, und vermeidbare Niederlagen wie zuletzt gegen Evesen wird es wohl nicht mehr geben, ist der 49-Jährige sicher. „Das war sehr dumm von uns“, ärgert den Trainer das bittere 1:4 noch immer. Noch viel mehr aber der Platzverweis von Fabian Kowalski, der wegen Beleidigung eines Spielers drei Wochen gesperrt ist. Er fehlt damit am Samstag in der Partie beim SV Nienstädt ebenso wie der verletzte Dominik Glaubitz. Dafür steht Dominic Meyer nach seiner Zahn-OP wieder im Kader und könnte für frischen Wind im zuletzt recht flauen TSV-Sturm sorgen. Ob aber ausgerechnet beim Tabellenachten die Wende zum Guten gelingt, ist doch sehr fraglich, denn der SV verlor in der Rückrunde erst eine Partie und hat zudem mit Syla (16) und Maione (10) zwei der gefährlichsten Bezirksliga-Torjäger in seinen Reihen.

Doch Holger Biester bleibt auch in der Not Optimist und scheut sich auf dem erhofften Weg zur Rettung auch nicht vor unpopulären Maßnahmen. „Wenn es nicht anders geht, hole ich mir Spieler von den A-Junioren und aus der Zweiten. Dann werden die Karten neu gemischt, und wer von den vermeintlich Etablierten nicht mitzieht, guckt eben zu“, will er nun keine Kompromisse mehr machen.

Absturz: Der TSV Klein Berkel – hier Fabian Kowalski – ist in der Bezirksliga auf einen Abstiegsplatz abgerutscht.

Klare Ansagen: Klein Berkels Trainer Holger Biester. Foto: nls

Foto: aro



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