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Dreikampf um den Titel – der Favoriten-Check vorm Saisonfinale der Fußball-Kreisliga

„Kein Bock auf Relegation“

HAMELN-PYRMONT. Dreikampf um den Titel – der Favoriten-Check vorm Saisonfinale der Fußball-Kreisliga.

veröffentlicht am 25.05.2018 um 17:33 Uhr

Wer darf am Saisonende jubeln? BW Salzhemmendorf, der FC Latferde und WTW Wallensen liefern sich in der Kreisliga einen spannenden Titel-Dreikampf. Fotos: awa/2, nls/1
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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite
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Die Fußball-Saison geht in die heiße Schlussphase – auch in der Kreisliga. Vor allem im Titelkampf ist drei Spieltage vor Schluss noch richtig Feuer drin. Hier liefern sich Blau-Weiß Salzhemmendorf, der FC Latferde 80 und WTW Wallensen einen spannenden Aufstiegs-Dreikampf. Wir machen vor dem Saisonfinale den großen Favoriten-Check.

Blau-Weiß Salzhemmendorf (56 Punkte, +43 Tore): Als Tabellenführer hat BW Salzhemmendorf zurzeit die besten Karten, aber die Elf von Trainer Paul Bicknell scheint momentan nicht in Topform zu sein. Im Topspiel gegen Latferde gab „Solte“ eine 2:0-Führung aus der Hand und kassierte am Ende – wie schon beim 0:5 im Hinspiel – eine deftige 2:5-Pleite. In Nettelrede lag die Bicknell-Elf bereits mit 0:2 zurück, gewann aber am Ende glücklich mit 3:2 durch den Last-Minute-Treffer von Enrico Beismann, der im Titelkampf Gold wert sein könnte.
Das Restprogramm: Von den drei Titelkandidaten hat Salzhemmendorf das vermeintlich leichteste Restprogramm, auch wenn die Blau-Weißen in den letzten drei Partien dreimal auswärts ran müssen: in Klein Berkel, Aerzen und Hemeringen. Drei Gegner aus der unteren Tabellenhälfte, die in der Hinrunde bereits geschlagen wurden. Die Bicknell-Elf kann aus eigener Kraft Meister werden, darf sich aber keinen Ausrutscher erlauben.
Prognose: Eine der Fußballweisheiten von Jupp Heynkes lautet: „Der Sturm gewinnt Spiele, die Abwehr Meisterschaften“. Wenn das wirklich so ist, wird Salzhemmendorf Meister. Denn mit nur 26 Gegentoren in 23 Spielen hat die Bicknell-Elf zurzeit die beste Abwehr der Liga und als Tabellenführer auch die beste Ausgangsposition.


FC Latferde 80 (54 Punkte, +48 Tore): Die Latferder waren lange auf Titelkurs, aber nach der Winterpause konnte die Liebegott-Elf nicht mehr an ihre super Hinrunde (elf Siege, zwei Unentschieden) anknüpfen. Nach der 0:1-Derbyniederlage in Emmerthal war die Tabellenführung nach einer gefühlten Ewigkeit erst einmal wieder futsch. Aber nach dem furiosen 5:2-Sieg in Salzhemmendorf, wo die Latferder nach 0:2-Rückstand noch die Wende schafften, kehrte die Hoffnung zurück. Schon vor dem Topspiel kündigte Liebegott selbstbewusst an: „Wir wollen Meister werden, auf die Relegation habe ich keinen Bock.“
Restprogramm: Die Latferder haben noch ein schweres Auswärtsspiel – am Sonntag beim Tabellenfünften in Bisperode. Anschließend spielt der FC zweimal zu Hause: gegen Klein Berkel und Nettelrede. Zwei vermeintlich lösbare Aufgaben. Dass die Nettelreder ein unbequemer Gegner sein können, bekamen die Latferder beim 1:1 im Hinspiel zu spüren.
Prognose: Trotz der mageren Rückrunden-Bilanz (sechs Siege, ein Unentschieden, drei Niederlagen) ist im Titelkampf bei nur zwei Punkten Rückstand auf Tabellenführer Salzhemmendorf noch alles drin. Latferde hat nicht nur eine starke Abwehr (nur 28 Gegentore), sondern mit 76 Toren – im Schnitt drei pro Spiel – den besten Angriff der Kreisliga und mit Spielertrainer Alexander Liebegott (16 Tore), Yannic (14) und Bruder Benjamin Bohne (14) gleich drei Torjäger in den eigenen Reihen. Latferde muss alle drei Spiele möglichst gewinnen und hoffen, dass „Solte“ patzt. Sonst droht die ungeliebte Relegation oder sogar Platz drei.


WTW Wallensen (53 Punkte, +34 Tore): Nach den Startschwierigkeiten zu Saisonbeginn hatte WTW, was den Aufstieg in die Bezirksliga angeht, wohl niemand mehr auf der Rechnung. Doch die Elf von Dietmar Harland und Axel Lehnhoff machte trotz der vier Niederlagen in der Hinserie im Laufe der Saison in der Tabelle Boden gut. Wallensen ist laut Statistik mit 26 Punkten das beste Team der Rückrunde – und nach der Winterpause (acht Siege, zwei Unentschieden) als einziges Team noch ungeschlagen. 19 der insgesamt 68 WTW-Tore gehen auf das Konto von Mirko Wolf, der hinter Niklas Berndt (Tündern II, 20 Saisontreffer) der zweitbeste Torschütze der Kreisliga ist. Aber auch Toni Ivankovic (9 Treffer) ist immer für ein Tor gut.
Restprogramm: Sonntag reisen die Wallenser zum Kreispokalfinalisten VfB Hemerinen, anschließend stehen für WTW noch zwei Heimspiele auf dem Programm: Erst gegen Schlusslicht SG Hameln 74 und am letzten Spieltag das Ostkreisderby gegen den TSV Bisperode.Das letzte Spiel ist vermutlich das schwerste.
Prognose: Von allen drei Topteams hat Wallensen als Dritter die schlechteste Ausgangsposition. Den Titel kann sich WTW wohl abschminken, denn drei Punkte Rückstand auf Tabellenführer Salzhemmendorf sind eine schwere Hypothek. Gefühlt sind es sogar vier, weil auch das Torverhältnis gegen Wallensen spricht. Wenn WTW in der Rückserie ungeschlagen bleibt und Latferde Punkte liegen lässt, ist vielleicht noch Relegationsplatz zwei möglich. Mehr wohl nicht.

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