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Vor 40 Jahren: Preußen Hameln 07 und die SpVgg. Bad Pyrmont starten in der Amateuroberliga durch

Jungs, das waren Zeiten!

Hameln-Pyrmont. Die Oldies erinnern sich noch genau: August 1974 – Start in der neugeschaffenen Amateuroberliga Nord. Und mittendrin Preußen Hameln 07 und die Spielvereinigung Bad Pyrmont. „Jungs, das waren Zeiten“, schwärmen die Fußballgrößen der damaligen Zeit heute noch, wenn sie sich an ihre glanzvollen Auftritte im Weserbergland-Stadion und an der Pyrmonter Südstraße erinnern.

veröffentlicht am 14.08.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 21:41 Uhr

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Die Verantwortlichen im Norden waren mit der Gründung der damaligen dritten Liga der fußballerischen Entwicklung in Deutschland weit voraus. 18 Mannschaften aus Niedersachsen, Hamburg, Bremen und Schleswig-Holstein waren 1974 dabei, und die beiden Teams aus dem Weserbergland mittendrin. Sie spielten im Konzert der norddeutschen Vereine plötzlich ganz groß auf. Statt TuS Kleefeld, SF Ricklingen oder Einbeck 05 rückten nun namhafte Klubs wie Holstein Kiel, Arminia Hannover, Bremerhaven 93, VfB Oldenburg oder Concordia und Viktoria Hamburg an. Nicht der Rattenfänger von Hameln oder der berühmte Pyrmonter Kurpark sorgten in Norddeutschland für Gesprächsstoff, die Fußballer lieferten Woche für Woche Stoff für heiße Diskussionen und lockten die Zuschauer in Scharen auf die Plätze.

In der Bilanz der bestbesuchten Spiele in der Premieren-Spielzeit standen die beiden Duelle unter den Top Ten. 5500 sahen im Dezember 1974 das Spiel in Bad Pyrmont, fast 6000 strömten im Mai 1975 ins Weserbergland-Stadion. Und die Preußen und die Spielvereinigung waren selbstverständlich für dicke Schlagzeilen gut. So ging in der „Kategorie Trainer-Rauswurf“ gleich Gold und Bronze in die heimische Region. In Bad Pyrmont fackelte Vereinschef Jürgen Maaßen nicht lange und setzte Trainer Kurt Koch, der als Nachfolger von Heinz Brannolte an die Emmer gekommen war, schon nach fünf Spielen vor die Tür. Torwart Gerd Brandau klingen Kochs weise Sätze wie „Nehmen Sie mal die Grundstellung des Torhüters ein“ heute noch wie Musik in den Ohren. Mit Imre Vincze folgte ein Coach mit moderner Trainingslehre. Nicht nur Gerd Brandau lobt Vincze, der die Elf ins sichere Tabellenmittelfeld führte, heute noch in höchsten Tönen.

Bei den Preußen folgte der dritte Trainerwechsel in der Amateuroberliga. Im Januar 1975 gingen die Lichter für Rolf Paetz aus. Mit Manfred Kühne übernahm ein Fachmann aus den eigenen Reihen den Platz auf der Bank und führte seine Preußen auf Platz fünf in der Abschlusstabelle.

Preußens Ex-Trainer Rolf Paetz

Die SpVgg. Bad Pyrmont verabschiedete sich in der Saison 1976/77 aus der norddeutschen Eliteliga, das Gastspiel von Preußen Hameln 07 endete 1980/81. Doch das Weserbergland meldete sich noch einmal zurück: 1982/83 stieg mit TuS Hessisch Oldendorf der dritte Verein der Region in die Amateuroberliga auf und mischte drei Spielzeiten munter mit.



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