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Das Derby der ganz besonderen Art: Erst jetzt in der 2. Kreisklasse sind Hameln 07 und ESV Eintracht auf Augenhöhe

Jungas Jungs wollen Preußen die Premiere verderben

Hausnummer vier fordert Nummer zwei – gesucht wird der inoffizielle Straßenmeister vom Tönebönweg. Wer es nun wird, entscheidet sich am Sonntag (14 Uhr) im Duell der 2. Fußball-Kreisklasse zwischen dem FC Preußen Hameln 07 und Eintracht Hameln. Ein Derby der ganz besonderen Art, denn es ist das erste. Seit der Gründung des ESV vor 50 Jahren kann zwar jeder, der es denn will, prima von Klubheim zu Klubheim gucken. Doch trotz der nur rund 70 Meter Distanz kam es bislang noch zu keinem Pflichtspiel der beiden 1. Herren-Mannschaften.

veröffentlicht am 09.11.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:43 Uhr

Roland Giehr

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Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

Wen wundert’s, denn jahrzehntelang trennten beide Vereine schließlich Welten. Bis jetzt, denn nun ist in der 10. Liga Augenhöhe angesagt. Auch wenn die Preußen auf ihrer „Plastikwiese“ als Favorit gelten, rechnet sich Eintracht-Trainer Markus Junga bei der „längsten Auswärtsfahrt der Saison“ einiges aus.

„Meine Jungs sind alle heiß. Gegen Preußen ist schließlich jeder im Kreis motiviert, natürlich auch wir“, will er mit seinen Mannen gewiss keine freiwillige Nachbarschaftshilfe leisten. Zwar versteht man sich und bildet auch bei den Alten Herren mittlerweile eine erfolgreiche Spielgemeinschaft, doch in diesen 90 Minuten am Sonntag denkt jeder Klub nur an sich.

Das erste Mal ist eben immer etwas ganz Besonderes. „Wenn alles normal läuft, gewinnen wir“, lässt 07-Dino Thomas Stöck im Vorfeld aber erst gar keine Zweifel aufkommen, wer denn nun inoffizieller Straßenmeister vom Tönebönweg wird. Da spielt es auch keine große Rolle, dass ausgerechnet er bei der Derby-Premiere gegen den ESV fehlen wird.

Der FC Preußen Hameln ist am Sonntag auf dem Kunstrasenplatz im ersten Derby der Vereinsgeschichte Gastgeber für Eintracht Hameln. Foto: pr

„Schade, ich wäre gerne dabei. Aber private Gründe haben nun einmal Vorrang“, meint der Freistoßspezialist, der noch immer zu den Stützen beim Tabellenfünften zählt. Ein Schicksal, das Stöck übrigens mit Trainer Bernd Wollborn teilt. Der Coach befindet sich auf einer schon im letzten November gebuchten Kreuzfahrt und hat die Geschicke kurzfristig in die Hände von Ansgar Stelzer gelegt. Der arbeitete einst schon als Cotrainer von Kai Oswald und soll nun für seinen neuen „Chef“ den siebten Saisonsieg einfahren. Gelingt der, würden die Preußen weiterhin im Titelrennen bleiben.

Denn noch ist Spitzenreiter HSC Blau-Weiß Tündern III bei fünf Punkten Vorsprung in Sichtweite. „In dieser Klasse wird gewiss kein schlechter Fußball gespielt, wir wollen aber bis zum Schluss oben mitmischen. Mal sehen, was dabei herauskommt“, hätte Thomas Stöck auch nichts gegen den zweiten FC-Aufstieg in Serie. Ganz andere Ziele hat Markus Junga.

„Wir befinden uns im Neuaufbau und wollen uns auf Sicht im oberen Mittelfeld etablieren“, gibt der ESV-Coach Einblicke in seine Planungen. Ein Triumph im Nachbarschaftsderby wäre da für ihn sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung...

„Meine Jungs sind heiß“, sagt ESV-Trainer Markus Junga vor dem Derby bei 07.

Foto: rhs



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