weather-image
16°
... und ein Händedruck sorgt für Zoff

Jetzt kommt Hagens Tor-Baron wieder auf Touren

Fünf Treffer, ein Doppelpack – und als kuriose Krönung ein etwas zu kräftiger Händedruck. Am Aechternbusch auf Hagens Höhen war wieder einmal richtig was los, brannte sprichwörtlich die Luft. Und mittendrin im Geschehen der „Tor-Baron“ Nicolaus von Stietencron. Von wegen Ladehemmung. Nach einer Durststrecke von fünf torlosen Partien nahm der 28-Jährige diesmal gleich zweimal Maß und avancierte zum Hagener Hauptdarsteller beim denkwürdigen 3:2-Erfolg der Germanen über den amtierenden Meister FC Eldagsen. Es scheint, der Baron kommt nun wieder richtig auf Touren. Vielleicht auch ein gutes Omen für die Samstagaufgabe (14 Uhr) des Bezirksliga-Aufsteigers beim Schlusslicht MTV Bevern.

veröffentlicht am 02.11.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:53 Uhr

270_008_4921233_sp109_0211_5sp.jpg
Roland Giehr

Autor

Roland Giehr Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

Denn, immer wenn er traf, dann waren die drei Punkte schon fast im Sack. So auch beim 2:1-Erfolg der Germanen in Sachsenhagen. Doch leider hielt sich von Stietencron bislang im Vorwärtsgang noch vornehm zurück und kann nach 13 Spieltagen erst drei Treffer in seiner Bilanz vorweisen. Nicht gerade eine beängstigende Quote für einen Vollblutstürmer, der es im Vorjahr in der Kreisliga noch richtig krachen ließ. 26 Tore erzielte Hagens Sturmspitze und trug damit maßgeblich zum Titelgewinn bei. Doch die Bezirksliga ist nicht die Kreisliga. Hier weht ein anderer Wind, sind die Abwehrspieler einen Tick besser und gehen auch härter zur Sache. Aber die Ansage ist bei Nico von Stietencron und Co. angekommen. Jetzt wissen die Germanen, wo der Hammer hängt: Wer im Abstiegskampf bestehen will, muss die Ärmel aufkrempeln. Und das tat die Elf von Trainer Dirk Sölla gegen Eldagsen. Es war ein Fight auf Biegen und Brechen, bei dem auch Schiedsrichter Jan Aumann aus Auhagen noch unfreiwillig eine weitere Hauptrolle übernahm.

Erst stellte er Bashkim Gutaj (Hagen) und Sebastian Westenfeld (Eldagsen) nach einer Rangelei mit Gelb-Rot vom Platz, dann verweigerte er dem Meister kurz vor dem Abpfiff wegen einer angeblichen Abseitsstellung die Anerkennung des Treffers von Marius Westenfeld zum 3:3 und schickte zudem den aufgebrachten FC-Coach Karsten Bürst auf die Tribüne. „Seine Fehlentscheidungen haben mich zum Ausrasten gebracht“, erklärte der Trainer. Doch die wohl kurioseste Entscheidung fällte Aumann erst nach dem Schlusspfiff. Und das kam so: Kapitän André Gehrke gab dem Referee, wie es sich gehört, die Hand und sah plötzlich die Rote Karte. „Er hat mich festgehalten und ich habe ihn gebeten, mich loszulassen. Ich habe zwar einen festen Händedruck, aber beschwert hat sich noch keiner“, gab der verdutzte Torjäger des FC Eldagsen Auskunft. Bis jetzt!

Mächtig Dampf ablassen musste Eldagsens Trainer Karsten Bürst (rechts) und wurde dafür von Schiedsrichter Aumann auf die Tribüne verbannt.

270_008_4921236_sp101_02115sp.jpg

Fotos: pox/2



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt