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Jeder kann jeden schlagen: Spannung pur in der Kreisliga!

Mit jeweils vier Partien am Mittwoch und Donnerstag steht in der Fußball-Kreisliga wieder eine Englische Woche auf dem Programm. Für Spannung ist gesorgt – sowohl im Titel- als auch im Abstiegskampf.

veröffentlicht am 07.09.2021 um 16:00 Uhr

Die Lage der Kreisliga

Eins hat die laufende Kreisliga-Saison bisher gezeigt: Jeder kann jeden schlagen. Mit dem TSV Grohnde (15 Pkt.) steht nach sechs Spieltagen ein Team auf Platz ein, das vor Saisonbeginn wohl niemand auf der Rechnung hatte. Die Tabellenführung ist aber nur eine Momentaufnahme, denn mit dem TSV Großenwieden, Titelfavorit BW Tündern U23 und Pyrmonts Reserve (alle 13 Pkt.) ist der Elf von Grohndes Spielertrainer Christopher Thomas ein Verfolger-Trio dicht auf dem Fersen. Auch die TSG Emmerthal und der MTV Lauenstein (beide 12 Pkt.), die am Mittwoch im direkten Duell aufeinandertreffen, sind noch oben dran. Ob Grohnde auch nach dem 7. Spieltag Tabellenführer ist, entscheidet sich am Mittwoch und Donnerstag. An beiden Tagen sind jeweils vier Partien angesetzt (siehe Infokasten). Spannung verspricht auch der Abstiegskampf. Während Schlusslicht Azadi (0 Pkt.) und Rot-Weiß Thal (1 Pkt.) noch sieglos sind, konnte der TuS Rohden (3 Pkt.) durch den ersten Saisonsieg (3:1 gegen Preussen Hameln) auf einen Nicht-Abstiegsplatz klettern. Trotz des Sieges zählt die Pydde-Elf weiter zu den Abstiegskandidaten. Gleiches gilt für den VfB Eimbeckhausen, der als Tabellen-13. auch erst vier Punkte auf dem Konto hat.

TSG Emmerthal – MTV Lauenstein (Mittwoch, 18.15 Uhr).

Im Duell der Tabellennachbarn treffen am Mittwochabend in der Kreisliga die TSG Emmerthal und der MTV Lauenstein aufeinander. Nach dem 1:0-Erfolg in Eimbeckhausen am vergangenen Donnerstag blickt die TSG trotz der kniffligen Personallage auf einen gelungenen Saisonstart zurück. Gerade deshalb erwartet Emmerthals Trainer Daniel Wohlleben ein „Sechs-Punkte-Spiel“: „Wenn wir oben dranbleiben wollen, dann müssen wir gewinnen. Wir wollen unseren erfolgreichen Lauf fortsetzen. Wir wissen aber auch, dass es in der Vergangenheit immer kampfbetonte Spiele waren. Es wird definitiv kein Selbstläufer werden.“ Trotz der Ausfälle von Daniel Magaschütz und Yannick Garbsch wolle man vor heimischer Kulisse eine „starke Performance“ abliefern. Auch der MTV will nach der 1:3-Heimniederlage gegen Tabellenführer Grohnde wieder punkten. „Die Anstoßzeit ist für arbeitende Amateure sehr herausfordernd“, hadert Lauensteins Trainer Stefan Gluba mit der Spielansetzung. „Dennoch wollen wir die ungünstige Ansetzung mit ihren Begleiterscheinungen in positive Energie umsetzen.“ Der Trainer verlangt „vollste Konzentration und Siegeswillen“ von seinen Spielern. Das sei besonders wichtig, weil in der Kreisliga aktuell keine Prognose möglich sei. „Jeder schlägt jeden“, erklärt der Coach.

MTSV Aerzen II – SV Azadi Hameln (Mittwoch, 19 Uhr).

Mit dem SV Azadi Hameln empfängt die Zweitvertretung des MTSV Aerzen II den Tabellenletzten. Die Hamelner waren auch beim 0:4 in Tündern nicht in der Lage, ihren Negativserie zu beenden. Die Aerzener verloren unterdessen mit 0:6 bei der Spielgemeinschaft aus Hajen und Latferde. „Glücklicherweise entspannt sich die personelle Lage im Gegensatz zu Sonntag“, schöpft MTSV-Trainer Oliver Kosowski vor der kommenden Partie neue Hoffnung. „Daniel Sigusch ist wieder dabei und somit kann David Weirich wieder als Feldspieler mitmischen.“ Zudem habe man durch die Rückkehr einiger Urlauber und Verletzter wieder mehr Rotationsmöglichkeiten. „Es ist gerade wichtig, gegen die Mannschaften aus den unteren Tabellenregionen zu punkten, um sich selbst ein bisschen von den unteren Plätzen abzusetzen“, analysiert der Coach. Die Hamelner stehen als Tabellenschlusslicht vermutlich vor einer größeren Herausforderung. „Der erste Schritt muss sein, unsere Umstände mental zu akzeptieren“, gibt Azadi-Manager Yalcin Uzun eine klare Linie vor. „Nur dann kann man was ändern. Wenn man unten drin ist, hat man auch noch Pech an den Schuhen. Gegen diese mentale Stärke anzukommen, ist zurzeit wahrscheinlich sogar unser größter Gegner.“

TSV Bisperode – TSV Grohnde (Mittwoch, 19 Uhr).

„Mit Grohnde empfangen wir am Mittwoch die positive Überraschung der noch jungen Saison und den aktuellen Tabellenführer“, läutet der Co-Trainer des TSV Bisperode, Konrad Voss, die kommende Partie am Mittwochabend ein. „Vor dieser Leistung haben wir Respekt. Aber natürlich versuchen wir Grohndes Lauf zu stoppen und die drei Punkte in Bisperode zu behalten.“ Nach dem 1:1-Unentschieden gegen die Spielvereinigung aus Bad Pyrmont hofft Voss auf eine bessere Leistung in der Offensive: „In den letzten Spielen ließ unsere Chancenverwertung zu wünschen übrig. Um das zu beheben, hat die Mannschaft am Montag noch schnell den Workshop ‚How to score Goals Offline (fast)‘ besucht und erfolgreich abgeschlossen. Ich bin daher frohen Mutes, dass der Knoten bei dem einen oder anderen platzen wird und wir uns effizienter vor dem gegnerischen Tor zeigen werden.“ Ungeachtet der Tabellensituation sieht auch Grohndes Spielertrainer Christopher Thomas Verbesserungspotenzial: „Rufen wir unsere Leistung ab, können wir für jeden Gegner unangenehm werden. Das gelingt uns aber nur, wenn wir die Konzentration über die vollen 90 Minuten aufrechterhalten. In den letzten Spielen gab es mir noch zu viele Phasen, in denen wir den Gegner stark gemacht haben.“ Die Gäste überzeugten vergangene Woche beim 3:1-Triumph in Lauenstein.

TSV Großenwieden – TuS Rohden-Segelhorst (Mittwoch, 19 Uhr).

Der TSV Großenwieden hat nach der 3:3-Punkteteilung in Hemeringen am vergangenen Wochenende die Tabellenführung abgegeben. Am Mittwoch bietet sich gegen den TuS Rohden-Segelhorst die Chance für eine Rückholaktion. Die Gäste holten unterdessen den ersten „Dreier“ beim 3:1-Heimspiel gegen Preussen. „Nächstes Derby! Und wieder heißt es, dass in einem Derby alles passieren kann“, stimmt sich Großenwiedens Sprecher Rassan Abdi auf die kommende Begegnung ein. „Rohden wird uns kämpferisch alles abverlangen. Dennoch werden wir auf unsere Stärken setzen.“ Das Ziel sei es, ein vernünftiges Ergebnis zu erzielen und „gut aus der Partie“ zu gehen, erklärt Abdi. Dass mit den Gastgebern eine schwierige Aufgabe auf den TuS wartet, ist auch Rohdens Trainer Jörg Pydde bewusst: „Großenwieden hat mit Daniel Wins und André Zurmühlen den überragenden Sturm der Liga. Die haben zusammen 18 von 24 Toren geschossen.“ Ein wenig Hoffnung schöpft der Coach jedoch nach dem letzten Auftritt seiner Schützlinge: „Uns muss der Sieg von Sonntag Auftrieb geben. Wir müssen uns wieder voll konzentrieren und vom Einsatz her alles geben. Über einen Punkt würde ich mich riesig freuen.“ Pydde muss nach dem Ausfall von Nico Grett auf acht Akteure verzichten.

SpVgg. Bad Pyrmont II – SC RW Thal (Donnerstag, 19 Uhr).

Das Pyrmonter Derby bestreiten am Donnerstagabend die Männer der Spielvereinigung und des Sportclubs von Rot-Weiß Thal. Auch wenn das Duell von geographischer Nähe geprägt ist, liegen die beiden Teams aus sportlicher Sicht etwas weiter auseinander. Die Gastgeber rangieren nach dem 1:1 in Bisperode nur zwei Punkte hinter dem Spitzenreiter aus Grohnde. Auf der anderen Seite befinden sich die Rot-Weißen nach der 1:9-Pleite gegen Wallensen auf dem vorletzten Tabellenplatz. „Es ist immer wieder etwas Besonderes“ schwärmt SpVgg.-Trainer Eldar Zahirovic von den zurückliegenden Begegnungen. „Das letzte Spiel war sehr hitzig. Thal hat alles gegeben und muss das am Donnerstag auch aufgrund des Tabellenplatzes. Wir können hingegen frei aufspielen.“ Gleichzeitig freut er sich auf das Wiedersehen mit Trainerkollege Muhammet Sen: „Muhammet macht eine gute Arbeit. Er versucht alles, damit sie aus dem Keller rauskommen.“ Auch Zahirovics Gegenüber ist vor der Partie guter Dinge: „Wir freuen uns auf das Derby. Trotz der letzten Niederlage sind wir optimistisch. Wir wollen mindestens einen Punkt holen“, berichtet Sen.

WTW Wallensen – SG Hajen/Latferde (Donnerstag, 19 Uhr).

Nach den Siegen gegen Preussen Hameln und Rot-Weiß Thal bestätigt sich der Aufwärtstrend des WTW Wallensen. Am Donnerstag steht nun das Duell gegen die SG Hajen/Latferde an. WTW-Sprecher Marcel Woyciechowski ist zufrieden mit den neuesten Auftritten seiner Mannschaft: „Am Sonntag gegen Thal haben wir die Fehler abgestellt und das umgesetzt, was wir vorhatten. Wenn wir weiter an uns arbeiten und auf unsere Stärken setzen, sehe ich dem Saisonverlauf positiv entgegen.“ Laut Woyciechowski wolle man gegen Hajen die drei Punkte in jedem Fall in Thüste behalten und alles daran setzen, den positiven Trend fortzusetzen. Ebenfalls positiv war am Wochenende der Auftritt der Gäste. Die Männer von Trainer Werner Brennecke fuhren am Sonntag einen souveränen 6:0-Heimsieg gegen die Reserve des MTSV Aerzen ein. „Wir sind froh, nach zuletzt drei sieglosen Spielen mal wieder gewonnen zu haben. Das war wichtig, um den Blick wieder nach oben zu richten und nicht zu sehr nach unten“, freut sich SG-Sprecher Marc Knoesel. Allerdings haderte der Coach zuletzt mit der Chancenverwertung seiner Mannschaft. „Das muss am Donnerstag gegen Wallensen auf jeden Fall besser werden, denn so viele Chancen wie gegen Aerzen werden wir sicher nicht bekommen. Wir müssen vor allem konzentriert und diszipliniert auftreten, dann haben wir auch in Wallensen eine Chance auf Punkte.“

FC Preussen Hameln – VfB Eimbeckhausen (Donnerstag, 19 Uhr).

Wiedergutmachung ist am Donnerstagabend in Hameln angesagt. Nach dem 1:3 gegen den TuS Rohden hofft der FC Preussen Hameln beim Spiel gegen den VfB Eimbeckhausen wieder auf etwas Zählbares. „Wir wollen und werden nach zwei sieglosen Spielen wieder in die Erfolgsspur zurückkehren“, findet FC-Trainer Rik Balk deutliche Worte vor der kommenden Partie. „Das erwarte ich als Reaktion auf die schlechte Leistung in Rohden, wo wir uns kaum Torchancen erspielt haben. Das lag daran, dass wir keine nötige Konsequenz im letzten Spieldrittel gehabt haben und wir uns immer für den falschen Weg entschieden haben“, analysiert Balk. Die Mannschaft dürfe sich nur nicht selbst im Weg stehen, wenn „mal die erste Aktion im Spiel misslingt.“ Einen anderen Auftritt der Gastgeber erwartet auch VfB-Spielertrainer Michael Wehmann: „Nach der Niederlage gegen Rohden wird Preussen mit Sicherheit verärgert sein. Die wollen bestimmt eine Reaktion zeigen. Deshalb kann es für uns nur heißen: hinfahren, sich im Stadion gut sortieren und bestenfalls einen Punkt holen.“ Wehmann beschäftigt dabei vor allem die Personalsituation seiner Mannschaft. Durch den urlaubsbedingten Ausfall von Dominik Trotz und die Verletzung von Sven Dettmar sei man personell „arg gebeutelt“. Zudem steht hinter den Einsätzen von Sascha Flemes, Roman Bandorski und Maik Hoffmann ein Fragezeichen.

BW Tündern U23 – VfB Hemeringen (Donnerstag, 19 Uhr).

Die Oberliga-Reserve von BW Tündern bekommt es unter der Woche mit dem VfB Hemeringen zu tun. Nach zuletzt vier Siegen in Folge sind die Blau-Weißen aktuell in blendender Verfassung. BW-Trainer Alexander Liebegott mahnt dennoch zur Vorsicht: „Mit dem VfB Hemeringen treffen wir auf eine gefestigte Kreisligatruppe, gegen die es immer schwierig zu spielen ist. Sie fighten meist über 90 Minuten und haben eine unglaubliche Moral.“ Der Platz sei in keinem guten Zustand. Deshalb spiele wieder die Lauf- und Kampfbereitschaft eine große Rolle, wenn die drei Punkte auf der Kampfbahn bleiben sollen, so der Coach. Hemeringens Sprecher Michael Albrecht ist sich indes der Stärke der Gastgeber bewusst: „Tündern wird am Donnerstag sicherlich ein schwieriges Spiel. Die U23 ist weiterhin der Meisterschaftsfavorit.“ Man wolle die Motivation aus dem 3:3-Unentschieden gegen Großenwieden auch mit in die kommende Partie nehmen. „Es wird wichtig sein, als geschlossene Mannschaft auf den Platz zu treten. Dann ist für den VfB etwas zu holen“, ist sich Albrecht sicher. Die Gäste werden voraussichtlich nicht auf den kompletten Kader zurückgreifen können. Tündern hingegen hat die Ausfälle von Niklas Berndt und Dominik Hermann zu verkraften.



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