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Ist Halvestorf das Zünglein an der Waage?

Bisperode und Lachem könnten Schützenhilfe gebrauchen

veröffentlicht am 29.05.2015 um 16:23 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 08:37 Uhr

Bezirk Hannover. Locker und entspannt den Ball noch einmal ein wenig durch die Gegend schieben – und einfach nur Spaß haben. Ein Saisonausklang in der Fußball-Bezirksliga könnte eigentlich so schön sein. Wohl der Mannschaft, die bereits gerettet ist. Trifft aber nicht auf den TSV Bisperode und den SV Lachem zu.

Beide Klubs haben ihre Hausaufgaben nicht rechtzeitig gemacht und müssen nun am Sonntag noch einmal volle 90 Minuten alles raushauen, was geht. Ein Nervenspiel hart an der Kellergrenze, das aber nicht jeder beherrscht. Nur gut, dass im schlimmsten Fall die Relegation droht. Die bedeutet noch einmal zwei Chancen mehr, um den Status eines Bezirksligisten auch in Zukunft zu wahren. Aber wer sitzt schon gerne nach? Der TSV Bisperode gewiss nicht, auch wenn Trainer Werner Brennecke und seine Mannen die schwierigste Aufgabe mit dem Gastspiel beim Tabellendritten Aerzen zu lösen haben. Allerdings scheint bei der Filla-Elf nach der erfolgreichsten Saison der Vereinsgeschichte ein wenig die Luft raus, denn nach oben geht am letzten Spieltag nicht mehr viel. Der TSV, dem nur ein Sieg hilft, um im Geschäft zu bleiben, wird deshalb auch nicht gerade zum Blumenpflücken ins Stadion am Veilchenberg kommen. Aber Derby bleibt eben Derby – und gerade in den hiesigen Fußballbreiten bedeutet das immer: Vollgas von Beginn an, denn keiner hat etwas zu verschenken.

Wie auch immer, aber selbst bei einem Dreier wäre der TSV Bisperode noch längst nicht aus dem Schneider. Ein Blick In die Nachbarschaft nach Lachem verdeutlich, warum. Obwohl Trainer Tarik Önelcin mit seinen Mannen schon unlängst einen Matchball der Extraklasse mit dem 0:1 beim Absteiger Deinsen verballert hat, reicht nun vor heimischer Kulisse ein Sieg gegen den SC Harsum, um die Saison doch noch zu einem versöhnlichen Ende zu bringen. Sollte es so kommen, dürfte der Coach wohl auch seinen Vertrag verlängern. Bei allen anderen Ergebnissen in Lachem käme fast zwangsläufig der Rechenschieber zum Einsatz. Oder hilft etwa noch die SSG Halvestorf als Retter in der Not? So könnte Fehrmanns Formation zum Zünglein an der Waage werden. Mit einem Dreier in Hüddessum wären Bisperode und Lachem – eigene Siege vorausgesetzt – raus aus dem Schlamassel. Sorgen, die der einst ebenfalls bedrohte WTW Wallensen dank einer starken Rückserie längst ad acta gelegt hat. Ein Sieg zum Saisonabschluss gegen Deinsen steht ganz oben auf dem Zettel von Trainer Stefan Gluba.

Die Spiele: SV Lachem – SC Harsum, Aerzen – Bisperode, SpVgg. Hüddessum/M. – SSG Halvestorf, Wallensen – TSV Deinsen (alle So. 15 Uhr). ro



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