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Fußball: Bisperodes Coach Paul Bicknell ist mit der Vorbereitung nicht zufrieden / Vier Derbys im Bezirkspokal

„In der Taktik haben wir Nachholbedarf“

BEZIRK HANNOVER: Die Sommerpause ist vorbei. Am Sonntag startet die neue Fußball-Saison mit der ersten Runde des Bezirkspokals. Und die verspricht Spannung pur. Denn mit Bisperode gegen Bad Pyrmont, Afferde gegen Hagen, Aerzen gegen Halvestorf und Lachem gegen Tündern gibt es zum Pokalauftakt gleich vier Landkreis-Derbys.

veröffentlicht am 29.07.2016 um 15:33 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:08 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

TSV Bisperode – SpVgg. Bad Pyrmont (So., 15 Uhr): Beim TSV Bisperode ist noch viel Sand im Getriebe. Das Team von Neu-Coach Paul Bicknell hat vier der sechs Testspiele verloren und ist von der Topform noch weit entfernt. „Was das taktische Verhalten angeht, haben wir großen Nachholbedarf“, legt Bicknell den Finger in die Wunde. Mit der Saisonvorbereitung ist Bisperodes neuer Coach „nicht zufrieden“, wie er zugibt. Weil einige Spieler verletzt, angeschlagen oder in den Sommerferien im Urlaub waren, musste der 55-Jährige oft nur mit einem Mini-Kader trainieren. Und das macht die Arbeit beim Bezirksliga-Aufsteiger, der einen einstelligen Tabellenplatz im Visier hat, nicht einfacher. „Es gibt zwar noch viel zu tun, aber das kriegen wir schon hin. Was die Bezirksliga-Saison angeht, mache ich mir keine Sorgen. Die Jungs, die da waren, haben hart gearbeitet und sind konditionell gut drauf“, sagt Bicknell, der am Sonntag im Heimspiel gegen die SpVgg. Bad Pyrmont sein Pflichtspiel-Debüt als Trainer des TSV Bisperode feiert. Und gegen den Landesliga-Aufsteiger rechnet sich der Engländer durchaus etwas aus: „Meine Jungs werden 100 Prozent geben. Unser Vorteil ist, dass keiner erwartet, dass wir gegen Pyrmont gewinnen.“

Pyrmonts Coach Philipp Gasde, der mit seinem Team ein Trainingslager in Den Haag (Niederlande) absolvierte, musste bereits eine Hiobsbotschaft verdauen. Neuzugang Emil Nasufovski droht mit Verdacht auf Kreuzbandriss monatelang auszufallen. Und auch Jan Kutsch und Stefan Schmidt (beide verletzt) werden in Bisperode fehlen. In der Startaufstellung der Pyrmonter wird es die eine oder andere Überraschung geben, aber das Ziel für Gasde ist klar: „Wir wollen in die zweite Runde.“

Eintracht Afferde – Germania Hagen (So., 15 Uhr):„Wir sind Außenseiter, aber vielleicht können wir für eine Überraschung sorgen“, sagt Afferdes Vereinschef Stefan Siekmann vor der Neuauflage des Relegationsduells, das die Eintracht in keiner guten Erinnerung haben dürfte. Denn durch das 2:2 gegen die Germanen platzte Anfang Juni für Afferdes Kreisligakicker der Traum vom Bezirksliga-Aufstieg. Das Remis reichte damals Hagen, um den Klassenerhalt perfekt zu machen. „Wir sind Favorit“, sagt Hagens Coach Stephan Meyer. „Ich bin aber kein Prophet, um zu sagen, dass wir das Endspiel ohnehin nicht erreichen werden. Von daher hat der Pokal nicht die oberste Priorität. Trotzdem wollen wir natürlich nicht verlieren.“

MTSV Aerzen – SSG Halvestorf (So., 15 Uhr): Die Personalsorgen sind beim MTSV Aerzen groß, denn am Sonntag fallen mit Torben Göldner, Patrick Hoppe, Eduard Mittelstädt, Agostino di Sapia, Sebastian sowie Florian Specht, Marcel Spatz und Nico Vogler voraussichtlich acht Spieler aus. „Für uns hat der Pokal keinen ganz so hohen Stellenwert. Trotzdem wollen wir gegen Halvestorf gewinnen“, sagt Aerzens Fußball-Chef Karsten Hoppe. Doch da hat SSG-Coach Ralf Fehrmann etwas dagegen: „Wir wollen weiterkommen. Je weiter es im Pokal geht, desto interessanter wird es.“

SV Lachem – HSC BW Tündern (So., 15 Uhr): „Wir wollen unser Heimspiel gewinnen, keine Frage. Aber es wird verdammt schwer, denn Tündern ist die stärkste Bezirksligamannschaft und für mich in der neuen Saison auch der Titelfavorit“, hat Lachems Coach Tarik Önelcin großen Respekt vor den „Schwalben“, die ihren Kader u. a. mit Robin Tegtmeyer, Jannik Hilker, Yves Hackl, Felix Forche, Dennis Kießig, Kolja Kowalski, Marc-Robin und Tim-Niclas Schumachers vom ehemaligen Landesligisten SG Hameln 74 kräftig aufgerüstet haben. Das große Ziel der Tünderaner ist laut Teamsprecher Karsten Leonhart die Rückkehr in die Landesliga: „Damit uns das gelingt, benötigen wir auf jeden Fall einen guten Saisonstart. Da ist es durchaus von Vorteil, wenn wir gleich mit einem Auftaktsieg in den Pokal starten.“



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