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In der 92. Minute: Wyrwoll schockt TSG Emmerthal!

Mit seinem Last-Minute-Tor in der 92. Minute schockte Preussen Hamelns Torjäber Sonke Wyrwoll die TSG Emmerthal im Kreisliga-Duell.

veröffentlicht am 26.09.2021 um 20:29 Uhr

SpVgg. Bad Pyrmont II – SV Azadi Hameln 2:1 (1:1).

Die Landesliga-Reserve aus Pyrmont fährt im Heimspiel gegen Azadi Hameln einen Sieg ein – wenn auch denkbar knapp. Mit 2:1 bezwungen die Kurstädter die Hamelner. „Wir sind sehr gut in die Partie gekommen, bis zur 30. Minute haben wir das Spiel dominiert“, zeigte sich Pyrmont-Coach Eldar Zahirovic zufrieden mit der Anfangsphase seiner Mannschaft. In der 20. Minute traf Jan Dörries zum 1:0 für die Pyrmonter. Danach kamen die Gäste immer besser ins Spiel, hatten klare Torchancen du nutzten eine dieser Chancen in Person von Turan Seyyar zum hochverdienten 1:1-Ausgleich (44.). Auch nach der Pause spielten zunächst nur noch die Gäste. „Wir sind nicht gut aus der Pause gekommen und haben nur reagiert. Azadi hat nie aufgegeben“, so Zahirovic. Den glücklichen Siegtreffer erzielte Philipp Schur schließlich in der 79. Minute, obwohl Azadi Hameln in diesem Spiel die deutlich besseren Chancen gehabt hat. „Am Ende ist das Ergebnis für uns dann ein bisschen glücklich, Azadi hat wirklich gut gespielt. Ich sehe sie auch viel weiter oben in der Tabelle, als dies aktuell der Fall ist. Am Ende sind wir eben einmal durchgekommen und haben diese Chance genutzt“, so Zahirovics Fazit inklusive lobender Worte für den heutigen Gegner.

Tore: 1:0 Jan Dörries (20.), 1:1 Turan Seyyar (44.), 2:1 Philipp Schur (79.).

WTW Wallensen – VfB Eimbeckhausen 2:1 (1:0).

WTW Wallensen klettert in der Kreisliga-Tabelle immer weiter nach oben. Mit 2:1 setzte sich WTW gegen den VfB Eimbeckhausen durch. „Das war heute Not gegen Elend kann man sagen“, fand WTW-Sprecher Dominik Heintz nach der Partie klare Worte. Zwar war Wallensen über die gesamten 90 Minuten spielbestimmend, aber: „Heute waren einfach alle nicht so bei sich, am Ende war es dann ein klassischer Arbeitssieg“, so Heintz weiter. Nach einem Freistoß von Toni Ivankovic war Linus Schnack in der 26. Minute mit dem Kopf zur Stelle und nickte zum 1:0 ein. Schnack und Ivankovic hatten vor der Pause noch Chancen auf 2:0 zu erhöhen. Ein Tor fiel vor der Pause aber nicht mehr. Nach dem Seitenwechsel gab es für die Wallenser die kalte Dusche – vier Minuten nach Wiederanpfiff vollendete Michael Wehmann einen Eimbeckhäuser Konter zum 1:1-Ausgleich. In der 64. und 65. Minute hatte Wallensen erneut eine gute Doppelchance, Martin Gröhlich und erneut Schnack scheiterten aber am Gäste-Schlussmann Steffen Schuster. Lange sah es so aus, als sei das EImbeckhäuser Tor vernagelt, doch dann kam Toni Ivankovic. Mit einem sehenswerten Freistoß traf er zum 2:1 für die Wallenser und sicherte seiner Mannschaft die drei Zähler. „Das war heute kein schönes Spiel, sehr körperlich mit vielen Fouls. Im Endeffekt gehen die drei Punkte trotzdem in Ordnung“, so Heintz abschließend, der außerdem noch die Leistung von Linus Schnack hervorhob.

Tore: 1:0 Linus Schnack (26.), 1:1 Michael Wehmann (49.), 2:1 Toni Ivankovic (84.).

SC RW Thal – TuS Rohden-Segelhorst 4:1 (2:0).

Im ersten Spiel unter Neu-Trainer Markus Nickel gelang es RW Thal, gleich die ersten drei Punkte unter dem neuen Coach einzufahren. Gegen den TuS Rohden-Segelhorst gewannen die Thaler mit 4:1. Nickel zeigte sich durchweg zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: „Von der ersten bis zur 90. Minute waren wir tonangebend, von Rohden kam nur wenig Gegenwehr. Vor allem in der ersten Hälfte haben wir unsere Chancen einfach eiskalt genutzt.“ Schon nach elf Minuten brachte Alexandros Kontaxes die Thaler mit 1:0 in Front, Rene Hündersen legte nach 28 Minuten nach. „Danach haben wir ein bisschen nachgelassen, dennoch hat Rohden auch in dieser Phase keine Gefahr ausgestrahlt“, so Nickel. Nach der Pause erwischten die Hausherren einen Blitzstart, Jonathan Giesbrecht traf direkt nach dem Anstoß zum 3:0. Kevin Sölla legte noch das entscheidende 4:0 nach (56.). „Wir wollten nach der Pause unbedingt nachlegen und das ist uns durch den Treffer unmittelbar nach Wiederanpfiff optimal gelungen. Insgesamt können wir trotz des Sieges heute nicht zufrieden mit unserer Torausbeute sein. Bei den Chancen, die wir hatten, hätten wir sieben oder acht Mal treffen müssen“, so Nickel abschließend, der seinem Mittelfeldspieler und Torschützen Jonathan Giesbrecht ein Sonderlob aussprach. Den Schlusspunkt setzte Rohden mit dem Ehrentreffer von Sascha Henschke.

Tore: 1:0 Alexandros Kontaxes, 2:0 Rene Hündersen (28.), 3:0 Jonathan Giesbrecht (46.), 4:0 Kevin Sölla (56.), 4:1 Sascha Henschke (80.).

SG Hajen/Latferde – VFB Hemeringen 3:0 (3:0).

Durch einen Dreierpack in nur drei Minuten zwingt die SG Hajen/Latferde den VfB Hemeringen mit 3:0 in die Knie. „Das war heute ein intensives Spiel“, stellte SG-Sprecher Marc Knoesel nach der Partie fest. In der ersten Halbzeit zeigte sich ein dominantes Spiel der Hausherren, die früh gepresst und die Hemeringer so immer wieder zu langen Bällen gezwungen haben. Nach einer halben Stunde legten die Hajener los wie die Feuerwehr: Marcel Lutter (30.), Yannick Bohne (31.) und Tim Schrader (32.) schraubten das Ergebnis in nur drei Minuten von 0:0 auf 3:0. Ein Paukenschlag für die Gäste – und der frühe Knockout im Spiel der Hemeringer, die sich nach der Pause aber noch einmal aufbäumten. „Nun war es das umgekehrte Bild des ersten Durchgangs. Hemeringen hat auf einmal früh gepresst und uns zu langen Bällen gezwungen. Es wurden viele Zweikämpfe geführt, das Spiel war sehr oft unterbrochen und ein wirklicher Spielfluss kam nicht zustande“, so Knoesel weiter. In der 56. Minute sah Sebastian Meyer die Gelb-Rote Karte, in der 80. Minute wurde auch Jannik Ringleff vom Platz gestellt – exemplarisch für diese Kreisliga-Partie. Am Ende hatten beide Teams noch einmal Alu-Pech. Das Ergebnis blieb somit beim 3:0. Ein Sonderlob kassierten die SG-Defensivakteure Rouven Gasde und Benjamin Bohne.

Tore: 1:0 Marcel Lutter (30.), 2:0 Yannick Bohne (32.), 3:0 Tim Schrader (32.).

Besonderes: Gelb-Rote Karten für Hajens Sebastian Meyer und Hemeringens Jannik Ringleff.

FC Preussen Hameln – TSG Emmerthal 1:1 (1:0)

„Fußballerisch war das heute kein gutes Spiel, es ging nahezu alles über den Kampf“, erklärte 07-Spielertrainer Rik Balk nach der Partie gegen die TSG Emmerthal. Die Balk-Elf entschied das von Anfang an umkämpfte Spiel mit 2:1 für sich. Die Zuschauer sahen ein sehr unruhiges Spiel, mit vielen verbalen Sticheleien auf beiden Seiten. Die Hamelner gingen nach 26 Minuten durch Kay Weddecke in Führung, auch wenn die TSG im ersten Durchgang die leicht bessere Mannschaft war. „Unsere Pausenführung war durchaus schmeichelhaft, wenn es da 1:1 oder 2:1 für die TSG steht, können wir uns auch nicht beschweren“, musste Balk zugeben. Nach der Pause wendete sich das Blatt aber, nun hatten die Hamelner ein leichtes Übergewicht. Das Tor machten aber die Emmerthaler, Andrej Vorrat verwandelte nach 50 Minuten einen Strafstoß. „Er war heute immer wieder gefährlich“, so Balk. Bis tief in die Nachspielzeit hinein geschah nicht mehr viel, alle stellten sich bereits auf ein Unentschieden ein – bis Sönke Wyrwoll tatsächlich noch das 2:1 für die Hausherren erzielte. Eine scharf getretene Flanke wuchtete der Routinier per Kopf ins Netz, danach war Schluss. „Das war heute eigentlich ein klassisches Spiel für eine Punkteteilung. Am Ende haben wir einfach etwas mehr Bock gehabt, den Sieg einzufahren“ lautete Balks Fazit, der aus seiner Mannschaft die Leistungen von Aleksandre Kharbedia und Sönke Wyrwoll hervorhob.

Tore: 1:0 Kay Weddecke (26.), 1:1 Andrej Vorrat (50./Strafstoß), 2:1 Sönke Wyrwoll (90.).

TSV Großenwieden – TSV Grohnde 7:3 (3:0).

Der TSV Großenwieden bleibt durch einen ungefährdeten 7:3-Erfolg gegen den TSV Grohnde dran an Tabellenführer Tündern II. „Für uns lief das Spiel heute sehr gut, auch wenn Grohnde gut mitgespielt hat. Das haben wir so in der Form nicht erwartet“, so TSV-Sprecher Rassan Abdi nach der Partie. Daniel Wins stellte mit zwei Treffern (10./23.) die Weichen aber schon früh auf Sieg. Robert Engel verkürzte per Strafstoß auf 1:2 (32.), doch noch vor der Pause stellte Noel Benski den alten Abstand wieder her (45.). „Nach der Pause haben wir Grohnde dann unser Spiel sehr gut aufgezwungen und dann auch die Tore gemacht“, so Abdi weiter. Baris Demirkaya (56.), Bujamin Kiki (66.) und Marcel Smolka (69.) schraubten das Ergebnis auf 6:1 in die Höhe und ließen somit keine Zweifel aufkommen, welche Mannschaft am heutigen Tage die drei Punkte einfahren würde. Yannis Gandsel verkürzte zunächst auf 2:6 (79.), bevor Dennis Siebert das 7:2 erzielte (81.). Den Schlusspunkt setzte Gandsel mit dem 3:7 (85.) „Wir müssen es dann im Endeffekt schaffen, die Spiele besser runterzuspielen und eben nicht noch zwei Gegentore zu bekommen. Dennoch können wir heute zufrieden sein“, verabschiedete sich Abdi in den Abend.

Tore: 1:0 Daniel Wins (10.), 2:0 Wins(23./Strafstoß), 2:1 Robert Engel (32./Strafstoß), 3:1 Noel Benski (45.), 4:1 Baris Demirkaya (56.), 5:1 Bujamin Kiki (66.), 6:1 Marcel Smolka (69.), 6:2 Yannis Gandsel (79.), 7:2 Dennis Siebert (81.), 7:3 Gandsel (85.)

Besonderes: Rote Karte für Großenwiedens Baris Demirkaya (63.).

BW Tündern U23 – TSV Bisperode 4:1 (1:0).

Auch gegen den TSV Bisperode hielt die Siegesserie der von Alexander Liebegott trainierten Tünderaner an. Durch den 4:1-Heimsieg gegen den TSV Bisperode behaupteten die Blau-Weißen die Tabellenführung. Liebegotts Fazit viel dennoch nüchtern aus: „Beschissen“, war das erste Wort von Tünderns Trainer, der noch ergänzte: „Wir haben uns heute nicht mit Ruhm bekleckert, spielerisch war das heute von uns nicht so stark wie in den letzten Wochen“. Die „Schwalben“ erwischten einen guten Start in die Partie, bekamen nach zwölf Minuten einen schmeichelhaften Strafstoß zugesprochen, den Grischa Kowalski souverän zum 1:0 in die Maschen beförderte. Zwei Minuten später vergab Leon von der Heide aus aussichtsreicher Position. Nach dem frühen Tor und der darauffolgenden Chance tat sich allerdings lange recht wenig. Mit 1:0 gingen die Teams in die Kabine. Auch nach der Pause blieben Tore zunächst aus. Nach 71 Minuten war es Niklas Berndt, der mit seinem Treffer zum 2:0 für die vermeintliche Vorentscheidung sorgte. Zehn Minuten vor Ende der regulären Spielzeit kam aber noch einmal Spannung auf, denn auch die Bisperoder bekamen noch einen Strafstoß zugesprochen. Jarno Schmedeke verwandelte ebenfalls, es stand aus Gäste-Sicht nur noch 1:2. Doch wer sich jetzt auf drückende Bisperoder eingestellt hatte, der wurde enttäuscht. Stattdessen war es erneut Berndt, der das 3:1 erzielte und nun endgültig den Sack zu machte (82.) - bereits der zweite Doppelpack in Folge für den Tünderaner Kapitän. In der 87. Minute traf Gianluca Bekedorf sogar noch zum 4:1. „Insgesamt war das heute zu wenig Tempo mit und ohne Ball, dennoch sind die drei Punkte natürlich das Wichtigste. Wir haben eine sehr gute Reaktion auf den Anschlusstreffer gezeigt“, fand Liebegott aber auch noch einige positive Worte. Nächsten Samstag geht’s für Tündern nach Grohnde, Bipserode hat Aerzen II zu Gast im Ostkreis.

Tore: 1:0 Grischa Kowalski (12./Strafstoß), 2:0 Niklas Berndt (71.), 2:1 Jarno Schmedeke (80./Strafstoß), 3:1 Berndt (82.), 4:1 Gianluca Bekedorf (87.).

MTSV Aerzen II – MTV Lauenstein 1:3 (0:3).

In Aerzen kamen heute keine Fragen auf. Lauenstein feierte einen souveränen Auswärtssieg, der bereits im ersten Durchgang so gut wie sicher war. „Wir wussten schon vor dem Spiel, dass es heute ganz schwierig wird. Personell hatten wir keine Optionen. In der 55. Minute mussten wir zu zehnt weiterspielen, weil sich Michel Brockmann verletzt hat und unser Auswechselspieler Dustin Hoppe ebenfalls stark angeschlagen war. Daher wollte ich kein Risiko mehr eingehen“, erklärte Aerzens Trainer Oliver Kosowski. Der MTV störte die Aerzener bereits weit in ihrer Hälfte, provozierte damit immer wieder Ballgewinne. „Dass wir in den ersten Minuten nicht schon zurückgelegen haben, war glücklich“, gestand Kosowski. In der 18. Minute war es aber so weit: Timo Renziehausen markierte das 1:0, nur 180 Sekunden später legte Sören Kirchenbauer das 2:0 nach. Niklas Kaehler sorgte in der 28. Minute mit dem 3:0 bereits für eine Vorentscheidung. „In der ersten Halbzeit hatten wir keine Torchance. Lauenstein hat die Räume gut zugelaufen und über die schnellen Außenspieler Kirchenbauer und Renziehausen immer wieder für Gefahr gesorgt. Die haben sich die Tore gegenseitig vorgelegt“, skizzierte Kosowski den Spielverlauf. „Im zweiten Durchgang haben wir von einer Fünfer- auf eine Viererkette umgestellt. Danach standen wir besser und wollten mit aller Macht eine höhere Niederlage verhindern. Da haben die Jungs ihre Moral bewiesen. Die zweite Hälfte hat mir als Trainer richtig Spaß gemacht.“ Daniel Niemeyer sorgte in Unterzahl noch für den sehenswerten Ehrentreffer. Aus 18 Metern nahm er den Ball mit der Brust an und schoss ihn per Volleyabnahme zum 1:3 in die Maschen. Somit arbeitet sich Lauenstein im Mittelfeld weiter vor, während Aerzen nun ein Abstiegsplatz droht, sollte die Konkurrenz im Keller am Sonntag punkten.

Tore: 0:1 Timo Renziehausen (18.), 0:2 Sören Kirchenbauer (21.), 0:3 Niklas Kaehler (28.), 1:3 Daniel Niemeyer (76.).



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