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Michael Wehmann bleibt Coach in Eimbeckhausen – Tore sollen ab der kommenden Saison andere schießen

Im Sommer ist Schluss als Spielertrainer

Eimbeckhausen. Vor wenigen Tagen ist Michael Wehmann 40 Jahre alt geworden. Sein für einen Fußballer durchaus fortgeschrittenes Alter hat ihn bislang nicht davon abgehalten, in den Torjägerlisten – in den letzten fünfeinhalb Jahren in der Kreisliga – immer ganz oben dabei zu sein. Bis zum Ende der laufenden Saison gilt das noch. „Aber im Sommer ist Schluss“, sagt Wehmann.

veröffentlicht am 20.02.2014 um 15:38 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 03:21 Uhr

Aus dem Spielertrainer wird dann der Trainer der SG Eimbeckhausen/Nettelrede. Das Ende seiner aktiven Karriere als Herrenspieler hängt nur bedingt mit dem Alter zusammen. Etliche A-Juniorenspieler von der JSG Deister-Süntel United rücken nach. Für die will Wehmann Platz machen, „und für die, die mehr Verantwortung übernehmen müssen. Mit mir als Spieler können sie das anscheinend nicht“. Ohne Wehmann geht es bislang aber auch nicht. 13 der 33 SG-Tore hat er in der Hinrunde erzielt. Mit der bisherigen Saison und Tabellenplatz 11 ist Wehmann alles andere als zufrieden: „Wir hinken unseren Ansprüchen absolut hinterher, haben zu viele Punkte verschenkt.“ Woran es liegt? „Diejenigen, die eine Führungsrolle beanspruchen, müssen deutlich mehr Verantwortung übernehmen“, sagt er. Und: „Die Einstellung hat mir bei zu vielen nicht gefallen. Auch wenn es fruchtlos ist, oben mitzuspielen, weil wir nicht aufsteigen dürfen, heißt das nicht, dass man nicht 120 Prozent geben kann.“ Wehmann glaubt nicht mal, dass sich die Spieler bewusst zurücknehmen, nichtsdestotrotz verlangt er deutlich mehr Einsatz – und droht mit Konsequenzen.

„Bislang hatte ich die Hoffnung, dass mit dem Vertrauen, das ich bestimmten Spielern schenke, deren Leistung zurückkehrt. Aber wer das Vertrauen nicht zurückzahlt, muss mehr an sich arbeiten“, sagt Wehmann, der schon in der Rückrunde einige A-Junioren einbauen will – auch, um den Konkurrenzdruck zu erhöhen: „Das müsste bei einigen dazu führen, dass sie bei kaltem Wetter auch mal eine lange Hose mitbringen.“ Soll heißen: Wer seine Leistung nicht bringt, sitzt auf der Bank. Immerhin können die Eimbeckhäuser sich auf ihrer Anlage gut auf die Rückrunde vorbereiten. „Das wird ein Vorteil für uns sein“, sagt Wehmann, der „einen vernünftigen einstelligen Tabellenplatz“ als Ziel ausgibt.



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