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Helmut „Seppel“ Menges feiert heute seinen 90. Geburtstag

Im Herzen immer Preuße

HAMELN. Wenn es um Urgesteine des Hamelner Fußballs geht, dann führt an ihm einfach kein Weg vorbei: Helmut Menges. Nicht nur weil „Seppel“, wie ihn alle nur nennen, zu den letzten noch lebenden Spielern der „goldenen Generation“ gehört, die Preußen seinerzeit bis hoch in die 2. Liga brachte, sondern vor allem auch deshalb, weil er noch in einem Alter spielte, als die meisten ehemaligen Kicker Fußball nur noch von der Tribüne aus betrachteten.

veröffentlicht am 15.06.2016 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 12:44 Uhr

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Am heutigen Mittwoch feiert Helmut Menges nun seinen 90. Geburtstag in der Gartenkolonie am See. Er ist ein Preuße durch und durch. Als 17-Jähriger begann er bei Saxonia Hameln mit dem Fußball. Nach dem Krieg gehörte er zu den Gründungsmitgliedern von Olympia, und als sich Olympia und Saxonia 1946 zur Spielvereinigung Hameln 07 zusammenschlossen, begann der Erfolgsweg des damals 20-jährigen Defensivspielers. Zu einer Mannschaft mit hochkarätigen Akteuren wie Eugen Pöhler, Ernst Willimowski und auch Gotthardt Stolarczek zu gehören, bedeutete für den Benjamin eine Auszeichnung. „Ich war stolz, dass ich damals zu diesem großartigen Ligakader gehörte“, blickt der flinke und zweikampfstarke linke Läufer zurück. Dreimal hintereinander stieg die Mannschaft auf. Dass er dann von 1949 bis 51 das Trikot der SpVgg. Bad Pyrmont trug, war nur eine Episode, die eigentlich gar nicht so recht zu ihm passen wollte. „Im Herzen war ich immer Preuße und bin es immer noch“, macht der Jubilar deutlich. Deshalb kam er auch nach nur zwei Jahren zu 07 zurück und feierte viele Erfolge. So 1958 einen Pokalsieg beim französischen Amateurmeister AC Paris (3:1) und 1959 den Gewinn des Niedersachsenpokals. Als 38-Jähriger absolvierte Helmut Menges sein letztes Liga-Spiel, doch Schluss mit dem Fußball war da noch lange nicht.

Er half in der 2. Mannschaft von 07 aus, spielte viele Jahre bei den Alten Herren und dann in der Altliga-Auswahl, mit der er als 68-Jähriger (!) an der Seite von Manfred Kühne, Günther Hauschild, Erhard Boos, Rolf Neumann, Georg Richter und Lothar Todt Staffelmeister wurde. 2003 bestritt er sein letztes Punktspiel – und bis 2006 kam er noch regelmäßig zum Training. hek



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