weather-image
24°
Fußball: Darum wechselt Sascha Maaß im Sommer von Halvestorf nach Hehlen

„Ich werde meinen Bruder vermissen“

HALVESTORF/HEHLEN. Keiner jubelt bei der SSG Halvestorf so schön wie die beiden Maaß-Brüder, keiner puscht die Mannschaft so nach vorne wie Julian (27) und Sascha (32). Das Brüder-Duo spielt seit einer gefühlten Ewigkeit zusammen, am Saisonende trennen sich – zumindest auf dem Fußballplatz – ihre Wege.

veröffentlicht am 06.02.2018 um 15:22 Uhr

Die Torjäger-Brüder vom Piepenbusch: So schön jubeln Julian (l.) und Sascha Maaß von der SSG Halvestorf. Foto: nls
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Die Entscheidung, den Bezirksligisten SSG Halvestorf im Sommer zu verlassen, ist Sascha Maaß „nicht leichtgefallen“. Denn am Piepenbusch hat sich der Torjäger in den vergangenen Jahren pudelwohl gefühlt. Das Verhältnis zu den Spielern und Trainer René Hau sei prima. „Mit den Jungs bin ich super klargekommen und auch René ist ein richtig guter Trainer. Das Training macht immer Spaß.“ Trotzdem hat sich Sascha Maaß schweren Herzens dazu entschieden, „aus zeitlichen und privaten Gründen“ nach dieser Saison den Verein zu wechseln.

Der ehemalige Angreifer des SCM Bodenwerder kehrt – wie berichtet – in den Landkreis Holzminden zurück. Sein neues Ziel ist der VfR Hehlen, der in der 1. Kreisklasse Holzminden um den Kreisliga-Aufstieg kämpft. Zurzeit ist der VfR Hehlen mit 29 Punkten Dritter – hinter dem SV 06 Holzminden II (33) sowie Supercup-Teilnehmer SG GoLüWa (31). Da die beiden direkten Konkurrenten mehr Spiele als die Hehlener absolviert haben, könnte der VfR theoretisch an ihnen vorbeiziehen und aus eigener Kraft Tabellenführer werden.

Der VfR Hehlen kann sich auf einen Top-Torjäger freuen, der immer mit Herz und Leidenschaft spielt.

Julian Maaß (SSG Halvestorf) über den angekündigten Sommer-Wechsel seines älteren Bruders Sascha zum VfR Hehlen

Die Frage ist, warum sich Sascha Maaß ausgerechnet für den VfR Hehlen entschieden hat und nicht für einen anderen Klub in der Kreis- oder Bezirksliga? Seine Antwort: „Ausschlaggebend war das Konzept, welches Hehlens Trainer Marco Jung mit der Mannschaft und mir vor hat. Hehlen verfügt über einige gute Spieler, der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft ist sehr gut und auch die Jugendarbeit im Verein läuft. Ich bin der festen Überzeugung, dass sein Konzept aufgehen wird“, sagt der Torjäger, der beim VfR zudem als Co-Trainer seine ersten Erfahrungen sammeln will. „Ohne Fußball geht’s bei mir nicht. Wenn ich irgendwann mal nicht mehr spielen kann, würde ich gerne den Trainerjob ausüben. Hierfür werde ich demnächst den Trainerschein machen.“

Dass er die SSG Halvestorf verlassen wird, steht übrigens schon länger fest. Bereits im vergangenen Jahr hat Sascha Maaß Halvestorfs Coach René Hau über seine Entscheidung informiert, dass er in der neuen Saison nicht mehr das SSG-Trikot tragen wird. Für seine Abschiedstour in der Bezirksliga-Staffel 3, die am Sonntag mit dem Auswärtsspiel beim TSV Barsinghausen beginnt, hat sich der Noch-Halvestorfer viel vorgenommen: „Ich werde in der Rückrunde für die SSG noch mal alles geben und bin mir sicher, dass wir nichts mit dem Abstieg zu tun haben werden“, sagt Sascha Maaß.

Wenn er an seinen angekündigten Abschied aus Halvestorf denkt, ist natürlich auch etwas Wehmut dabei: „Meinen Bruder werde ich sehr vermissen.“ Beide spielen seit vielen Jahren zusammen – vorerst noch bis zum Ende der Saison. Via Facebook wünschte Julian Maaß seinem „großen Bruder“ viel Glück für seine neue Aufgabe: „Der VfR Hehlen kann sich auf einen (...) Top-Torjäger freuen, der immer mit Herz und Leidenschaft spielt.“ Und wer weiß, „vielleicht trainierst du mich ja auch noch einmal“– wie früher in der D-Jugend. Lang, lang ist es her … aro/awa

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare