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Wechsel zum FC Springe geplatzt: Abbas Jaber bleibt beim TSV Bisperode

„Ich habe Mist gebaut“

Bisperode/Springe. Nanu? Vor wenigen Tagen schien der Wechsel von Abbas Jaber vom TSV Bisperode zum FC Springe perfekt zu sein. Jaber wurde von Springes Coach Markus Wienecke als Neuzugang vorgestellt. Doch auch im Kader des Bezirksliga-Aufsteigers TSV Bisperode steht der Name des 26-Jährigen. Was ist da los? Ist der Jaber-Transfer geplatzt? Die Antwort: Ja!

veröffentlicht am 21.06.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 12:41 Uhr

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„Es stimmt zwar, dass ich nach Springe wechseln wollte, aber ich bleibe in Bisperode“, so Jaber. Springes Coach hatte in den letzten Tagen schon ein mulmiges Gefühl. Nachdem Jaber vor einigen Wochen seine Zusage gegeben hatte, in der neuen Bezirksliga-Saison für den FCS spielen zu wollen, hatte Wienecke mehrmals täglich Textnachrichten von dem Bis-peroder aufs Handy bekommen. Nachdem der TSV als Kreisliga-Vizemeister über die Relegation den Aufstieg in die Bezirksliga geschafft hatte, wurden die Nachrichten deutlich weniger. Und als Wienecke Jaber nach dem Pass fragte, wurde er vertröstet. Dienstagabend teilte Jaber Wienecke mit, dass er in Bisperode bleibt.

Wienecke steht zum zweiten Mal dumm da. Im April hatte er den Wechsel von Daniel Magaschütz aus Emmerthal nach Springe verkündet – einen Tag später machte Magaschütz einen Rückzieher.

In diesem Fall treffe den Trainer keine Schuld, sagt Jaber: „Er hatte meine mündliche Zusage und das Okay, den Wechsel öffentlich zu machen.“ Es hätten sich aber privat und beruflich Änderungen ergeben. Zudem gebe es eine Vereinbarung aus dem Jahr 2010 – damals war er von Springe nach Bisperode zurückgekehrt –, dass er im Falle des Bezirksliga-Aufstiegs ein Jahr bleibe. „Sie hätten mich auch ziehen lassen“, sagt Jaber, der in Bisperode nur wenige Minuten vom Pappelstadion wohnt, „aber das bin ich dem Verein schuldig“, begründet Jaber seinen Sinneswandel.

Wienecke ist genervt. Nicht, weil Jaber nicht kommt („Wir haben genug Zugänge“), sondern weil er nicht zu seinem Wort steht: „Ich hätte kein Problem damit gehabt, wenn er gesagt hätte, dass er erst abwarten will, ob Bisperode aufsteigt.“ Es täte ihm leid, beteuert Jaber, bei dem demnächst die Prüfung zum Industriemeister ansteht: „Ich habe Mist gebaut. Der Fehler geht auf meine Kappe. Ich habe Springe viel zu früh zugesagt.“ Und das habe er später bereut, weil sein Bisperoder Herz für den TSV schlägt. jab/aro



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