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Für den 23-jährigen BVB-Fan Steve Biko Omondi geht in Dortmund ein Traum in Erfüllung

„Ich durfte die echte Meisterschale küssen“

Fußball. „Das war der absolute Wahnsinn!“ Wenn BVB-Fan Steve Biko Omondi über das spricht, was er vor einer Woche mit seiner Freundin Jessika in Dortmund erlebt hat, leuchten seine Augen. „Das war Gänsehaut pur!“

veröffentlicht am 21.05.2011 um 09:32 Uhr
aktualisiert am 13.01.2017 um 14:01 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

Der 23-Jährige, der sich extra ein paar Tage Urlaub genommen hatte, war bei der Meister-Party mittendrin statt nur dabei: „Das war wirklich unbeschreiblich. So etwas muss man selbst erlebt haben.“ Schon im mit 80 720 Zuschauern proppevollen Stadion, das sich beim 3:1-Sieg gegen die Eintracht aus Frankfurt wieder einmal in einen Hexenkessel verwandelte, war die Stimmung „absolut geil“, schwärmt Omondi.

Sein Herz schlägt seit 1993 für Borussia. Damals lebte er noch in Kenia. „Meine Freundin Jessika ist seit ihrer Geburt BVB-Fan“, erzählt der 23-Jährige, der zwar zum Kader des Kreisklassenklubs SSV Königsförde gehört, aber in dieser Saison kaum gespielt hat. Kein Wunder, er ist als treuer BVB-Fan ja auch fast jedes Wochenende unterwegs. „Ich habe in dieser Saison nur zwei Spiele verpasst.“ Das Schalke-Spiel hat er boykottiert. Und auch beim HSV war er nicht, „weil die Tickets zu teuer waren“. „Was beim letzten Heimspiel abging, war unglaublich.“ Als die Fans der Südkurve im schwarz-gelben Farbenmeer anfingen zu singen, lief auch Omondi ein kalter Schauer über den Rücken. „Vor Saisonbeginn hatte ich zwar getippt, dass wir Meister werden. So richtig daran geglaubt hatte ich anfangs aber nicht“, gibt der BVB-Fan zu. Doch als am vergangenen Samstag um 17.41 Uhr Dortmunds Kapitän Roman Weidenfeller die Meisterschale überreicht bekam, gab es für ihn und viele andere BVB-Fans kein Halten mehr: Im Meisterrausch ist auch Omondi aufs Spielfeld gerannt. Als sich sein Idol, der Brasilianer Dede, vor der Südkurve von den Dortmunder Fans verabschiedet, flossen zwar auch Tränen. Aber hinterher ging der Party-Sause für Omondi erst richtig los. Vom Stadion aus ging es mit dem Meister-Bier in der Hand zum Borsigplatz, wo das Herz von Borussia Dortmund schlägt. Vor dem Eingang des Dortmunder U-Turms, wo die offizielle Meisterfeier stattfand, wartete er auf die BVB-Stars: von Weidenfeller über Sahin bis Großkreutz.

„Ich habe fast alle gesehen, mit Dede und einigen anderen habe ich auch Fotos gemacht.“ Doch der unvergesslichste Augenblick war für ihn, „dass ich die Meisterschale küssen durfte“. Wie er das geschafft hat? „Ich habe einfach gefragt.“ Und so ging für ihn ein Traum in Erfüllung…



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