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Fußball: Lars Diedrichs gibt Vorsitz in Bad Pyrmont auf

„Ich bleibe Sponsor“

Fußball-Landesligist SpVgg. Bad Pyrmont und Lars Diedrichs – über acht Jahre wurden diese beiden Namen in einem Atemzug genannt. Als Vorsitzender hat er den Verein auf die nächste Stufe gehoben. Nun will er als Vorsitzender bei der kommenden Wahl nicht mehr kandidieren. Wie es weitergeht, erklärt er im Interview.

veröffentlicht am 30.11.2018 um 17:25 Uhr

Lars Diedrichs und Trainer David Odonkor. Foto: awa
Roland Giehr

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Roland Giehr Leiter Sportredaktion zur Autorenseite
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Lars Diedrichs, was hat Sie dazu bewogen, diesen Posten freizugeben?
Der Auslöser ist die steigende berufliche Belastung. Außerdem habe ich mir – wie vor jeder Wahl – die Frage gestellt, ob ich noch die optimalen Impulse auf der Position geben kann und bin zum ersten Mal zum Schluss gekommen, dass das nicht der Fall sein würde. Jemand mit frischer Energie und neuen Ideen wird die Spielvereinigung besser weiterentwickeln können.

Inwieweit ist absehbar, wer die Position übernimmt?
Ich habe vor einigen Wochen den harten Kern über meine Entscheidung informiert. So werden sich Stephen Barron, Jürgen Bahmann und Thomas Kleimeier wohl der Wahl für den geschäftsführenden Vorstand stellen und Stephen voraussichtlich als 1. Vorsitzender kandidieren wird.

Wird es weitere personelle Veränderungen auf der Vorstandsebene des Vereins geben?
Wichtig ist vor allem, dass sich alle Mitglieder des jetzigen Vorstandes grundsätzlich bereiterklärt haben, auch zukünftig – wenn dies gewünscht wird – dabei zu bleiben, sodass auf jeden Fall Kontinuität gegeben ist. So wird voraussichtlich Nurettin Barka im Laufe der nächsten Monate einen ehemaligen Aktiven in der sportlichen Leitung einarbeiten.

In welcher Funktion werden Sie dem Verein in Zukunft erhalten bleiben?
Ich werde selbstverständlich alles tun, um einen erfolgreichen Übergang und eine kontinuierliche Fortsetzung zu unterstützen. Ob dies im erweiterten oder geschäftsführenden Vorstand sein wird oder einfach durch eine enge Anbindung, wird sich zeigen. Klar ist jedoch, dass mein Unternehmen Sponsor bleibt.

Sie haben alles mit Pyrmont erlebt: Aufstiege, Abstiege, gute Zeiten, schlechte Zeiten. Welche Highlights behalten Sie in positiver Erinnerung?
Natürlich ist da der erste Aufstieg in die Landesliga weit vorne zu nennen, der ganz eng mit Philipp Gasde verbunden ist. Überhaupt war diese Zeit mit der engen Zusammenarbeit mit Heiko Begemann und Philipp unheimlich intensiv. Dies lasse ich mir auch durch nachträgliche, negative Aussagen von Philipp nicht kaputtreden – ich jedenfalls bin ihm sehr dankbar. Immer wieder ein tolles Gefühl ist auch die positive Entwicklung junger Spieler. An erster Stelle natürlich Kevin Schumacher, den ja kein größerer Verein auf dem Schirm hatte, als wir ihm als 17-jährigen einen langfristigen Vertrag gegeben haben. Jetzt ist er nicht mehr weit vom Profifußball entfernt. Derzeit freue ich mich unglaublich über Nico Günther. Ein toller Junge.

Gab es auf der anderen Seite Momente, in denen Sie kurz davor waren, alles hinzuschmeißen?
Niederlagen gehören ja dazu und machen Siege und Erfolge erst schön. Den Abstieg hätten wir uns von mir aus aber gerne sparen können. Belastet haben mich aber vielmehr einige undifferenzierte und auch ungerechtfertigte Aussagen und Verhaltensweisen, leider keine Seltenheit im Fußball. Der Gedanke ans Hinschmeißen war aber nie da, lieber packe ich dann umso härter an, auch um andere Lügen zu strafen.“

Sportlich hat sich der Verein mittlerweile im Mittelfeld der 6. Liga etabliert und ist stets für eine Überraschung gegen Top-Mannschaften gut. Welche mittelfristigen Ziele hat sich die SpVgg. für die Zukunft auf die Fahnen geschrieben?
Ich denke, es wird dabei bleiben, dass absolute, messbare sportliche Ziele nicht im Vordergrund stehen, denn Aufstiege lassen sich einfach nicht planen. Vielmehr wird es darum gehen, weiter eine führende Rolle in der Region zu spielen und darauf aufbauend das Vereinsleben aktiv zu halten – schwierig genug in der heutigen Zeit.


Im Sommer 2019 endet der Vertrag von Trainer David Odonkor. Wie stehen die Zeichen: Gibt es eine Verlängerung?
Zunächst möchte ich betonen, dass ich unglaublich begeistert bin, wie David die Aufgabe hier angenommen hat, obwohl sicher nicht alles so gelaufen ist, wie er es sich vorgestellt hat. Wir haben nach Abschluss der Hinrunde zusammengesessen und beide Seiten haben erklärt, dass sie sehr gerne weiter zusammenarbeiten würden. David hat den Charakter der Mannschaft gestärkt und uns rundum besser gemacht. Ich hoffe, er bleibt.

Interview (gekürzt): awa



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