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Florian Büchler über seine Fußballjahre in Hannover und Halberstadt – jetzt kehrt er nach Bad Pyrmont zurück

„Ich bin kein Wundermann“

Hameln. Der Wechsel von Florian Büchler vom Oberligisten 1. FC Germania Egestorf-Langreder zum Fußball-Landesligisten SpVgg. Bad Pyrmont sorgte bereits vor einer Woche für Aufsehen. Jetzt sprach der 26-jährige Stürmer mit der Sportredaktion nicht nur über seine sportliche Vergangenheit bei den Regionalligisten Hannover 96 II und Germania Halberstadt, sondern auch über seine Pläne, die er künftig in Bad Pyrmont, wo er in der kommenden Saison auf Torjagd gehen wird, umsetzen möchte.

veröffentlicht am 12.03.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 14:21 Uhr

Florian Büchler, bei Hannover 96 hatten Sie sogar einen Bundesliga-Einsatz gegen den VfL Bochum. Warum wurde nicht mehr daraus?

Der Einsatz kam für mich damals völlig überraschend. Ich wurde aus dem U 23-Training direkt ins Mannschaftshotel geholt. Vielleicht wäre mehr drin gewesen, wenn ich kurz vor Schluss noch ein Tor geschossen hätte.

Oder hätte es geklappt, wenn Andreas Bergmann in Hannover Trainer geblieben wäre?

Mit Bergmann bin ich zwar immer bestens ausgekommen, aber heute ist das alles nur Spekulation.

Nach Hannover haben Sie zwei Jahre in der Regionalliga Nordost in Halberstadt gespielt. Gibt es große Unterschiede zwischen dem Norden und dem Osten?

Im Norden spielen viele zweite Mannschaften, deshalb ist die spielerische Qualität besser. Im Osten ist der kämpferische Einsatz deutlich größer.

Im Osten haben Sie gegen Kultvereine wie Magdeburg, Jena, Leipzig oder Zwickau gespielt. Was zeichnete diese Begegnungen aus?

Vor allem die deutlich höheren Zuschauerzahlen, beim Pokalfinale gegen Magdeburg habe ich vor mehr als 15 000 Zuschauern gespielt. Dazu kommt eine starke Medienpräsenz, die regionale Wertigkeit des Fußballs ist dort einfach deutlich höher.

Sieben Jahre Hannover, Halberstadt und Egestorf. Hat sich der Weg gelohnt?

Der hat mir nicht nur sportlich, sondern auch menschlich viel gebracht. Und ich habe viel erlebt. Nach sieben Jahren bin ich aber auch froh, wieder nach Bad Pyrmont zurückzukehren.

Was hat Sie denn zurück an die Südstraße gelockt?

Ich hatte viele gute Gespräche mit Trainer Philipp Gasde, dem Vorsitzenden Lars Diedrichs und Fußball-Obmann Heiko Begemann. Die haben mir mittel- und auch langfristig gute Perspektiven aufgezeigt. Und auch ihre klaren sportlichen Ziele vorgestellt.

Und wie sehen die bei der Spielvereinigung aus?

Mittelfristig ist der Aufstieg in die Oberliga das Ziel. Das ist aber nicht mit aller Macht zu erzwingen. Neue Spieler müssen in die Mannschaft integriert werden und die muss sich dann erst einmal finden. Auf jeden Fall ist in Bad Pyrmont noch einiges möglich.

Das war, als Sie die Spielvereinigung vor sieben Jahren Richtung Hannover verließen, ja noch anders.

Das stimmt, aber das Bild des Vereins hat sich in den letzten zwei, drei Jahren deutlich geändert. Die neue Führung hat ein klares Konzept und die Spielvereinigung ist wieder zu einer guten Adresse geworden. Dazu hat die Mannschaft ein völlig anderes Gesicht bekommen, das ist jetzt eine gute Truppe mit starken Charakteren. Ich habe den Weg des Vereins immer verfolgt, der ist auf dem richtigen Weg.

Das Pyrmonter Publikum stellt gern hohe Ansprüche. Viele Fans erwarten jetzt schon wahre Wunderdinge.

Die sollten sie auf gar keinen Fall erwarten, denn ich bin kein Wundermann. Es geht in der kommenden Saison auch nicht um mich, sondern immer um die Mannschaft. Wenn man etwas erreichen will, ist nämlich vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit sehr wichtig.

Ist in der kommenden Saison überhaupt noch jemand aus der Mannschaft, in der Sie zuletzt spielten, dabei?

Momentan spielt nur noch Christopher Loges, aber wenn ich komme, wechselt Chrissi ja zu Germania Hagen.

Interview: Klaus Frye



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